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Karl Eduard von Bülow

deutscher Novellendichter

Karl Eduard von Bülow (* 17. November 1803 auf Gut Berg vor Eilenburg; † 16. September 1853 auf Schloss Oetlishausen (Kanton Thurgau)) war ein deutscher Novellendichter. Er entstammte dem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht von Bülow. Sein Vater war der königlich-sächsische Major Ernst von Bülow. Sein Sohn ist der Musiker Hans von Bülow.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

 
Karl Eduard von Bülows Simplicissimus-Bearbeitung 1836

Karl Eduard von Bülow wurde auf dem Gut Berg vor den Toren Eilenburgs geboren. Seine Taufe erhielt er am 27. November desselben Jahres von Pastor Franz Gotthard Abt, dem Vater des Liederkomponisten Franz Abt in der Pfarrkirche Sankt Marien.

1805 zog die Familie nach Dresden. Bülow studierte in Leipzig alte Sprachen. 1828 lernte er in Dresden den romantischen Schriftsteller Ludwig Tieck kennen, mit dem er ein Leben lang eine Freundschaft pflegte. Im selben Jahr ehelichte Bülow Franziska Elisabeth Stoll von Berneck (1800–1888). Dieser Ehe entstammten drei Kinder. Der einzige Sohn, Hans von Bülow (1830–1894), wurde ein weltberühmter Pianist und Dirigent. Bülow trug als Herausgeber von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, Novalis, Heinrich von Kleist und anderen wesentlich zur Frühgeschichte der Germanistik bei. Im Jahre 1846 siedelte die Familie von Bülow in die Residenzstadt Stuttgart über. 1849 wird die Ehe zwischen ihnen geschieden. Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Isidore (1833–1903) ∞ Viktor von Bojanowski (1831–1892)
  • Oda (* 10 November; † 1876), geisteskrank

Noch im selben Jahr heiratete Bülow die Gräfin Louise Pauline Bülow von Dennewitz (* 25. Oktober 1813)[1], eine ehemalige Hofdame der Prinzessin von Preußen und Tochter des Generals Friedrich Wilhelm Bülow von Dennewitz. Dieser Ehe entstammen zwei Söhne:

  • Dietrich Wilhelm (* 4. August 1850; † 4. Mai 1929), Geheimer Justizrat ∞ Elisabeth von Lade (* 12. Januar 1855; † 16. April 1929)
  • Heinrich (* 1852; † 18. November 1870) bei Torcay gefallen

1850 kaufte die Familie das Schloss Oetlishausen im Schweizer Kanton Thurgau, wo Bülow 1853 verstarb. Karl Eduard von Bülow war ein engagierter Befürworter der Märzrevolution 1848.

In seiner Heimatstadt Eilenburg ist eine Straße nach ihm benannt.

WerkeBearbeiten

 
Zeitgenössischer Einband von Bülows Simplicissimus-Bearbeitung 1836

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Wikisource: Karl Eduard von Bülow – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuse 1871 S.161