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Die KDStV Burgundia (Leipzig) zu Düsseldorf wurde im Jahre 1879 in Leipzig gegründet und ist eine der zehn ältesten Studentenverbindungen des Cartellverbandes. Seit ihrer Wiederbegründung im Jahre 1949 in Düsseldorf ist sie die einzige dort ansässige Studentenverbindung, die durchgehend Bestand hatte.

K.D.St.V. Burgundia-Leipzig zu Düsseldorf

Wappen Zirkel
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Basisdaten
Hochschulort: Düsseldorf
Gründung: 19. November 1879
Gründungsort: Leipzig
Korporationsverband: CV (1880)
Nummer im Verband: 10
Kürzel: BuL
Farbenstatus: farbentragend
Farben:
Fuchsenfarben:
Art des Bundes: Männerbund
Religion / Konfession: römisch katholisch
Stellung zur Mensur: nichtschlagend
Wahlspruch: Per aspera ad astra!
Website: burgundia-duesseldorf.de

GeschichteBearbeiten

Die KDStV Burgundia (Leipzig) zu Düsseldorf wurde als Katholische Studentenverbindung Burgundia Leipzig am 19. November 1879[1] in Leipzig gegründet. Sie war die Nachfolgerin der 1872 von Felix Porsch gegründeten Alamannia Leipzig.

Im Jahre 1880 wurde sie in den Cartellverband aufgenommen. Als einzige katholische Studentenverbindung im protestantischen Sachsen hatte sie unter den Folgen des Kulturkampfes zu leiden.[2] Trotzdem gelang es ihr stetig zu wachsen und so gingen im Jahre 1920 die KDStV Saxo-Thuringia (Dresden, Aachen) zu Bochum als Tochterverbindung und 1923 die KDStV Bergland (Freiberg) Aachen als Enkelverbindung aus ihr hervor. Am 9. November 1935 löste sich die Verbindung selbst auf, um die Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten zu verhindern. 1938 wurde der Altherren-Verein zwangsaufgelöst.

Da viele Bundesbrüder aus dem Rheinland stammten und eine Wiederbegründung in der Sowjetisch besetzten Zone unmöglich war, wurde die Verbindung am 20. April 1949 an der Medizinischen Akademie Düsseldorf, der Vorgängerin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wiederbegründet. Sie wurde Anlaufpunkt für viele aus ihrer Heimat vertriebenen Cartellbrüder, so auch für seine Exzellenz Carl Maria Splett, welcher als Bischof von Danzig sein Amt dort nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr weiterführen konnte.

Im Gegensatz zu der Zeit in Leipzig, wo Juristen und Volkswirte das Bild der Aktivitas beherrschten, nahm die Verbindung bis in die 1990er Jahre fast ausschließlich Studenten der Medizinischen Fakultät auf. Aus diesem Grund sind viele Professoren und Chefärzte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und in den Kliniken im Umland Burgunden.

Im Jahr 2001/2002 stellte die Verbindung den Vorort (Vorstand) des Gesamtverbandes.

Die Verbindungsmitglieder werden Burgunden genannt. Burgundia trägt die Nummer 10 in der verbandsinternen Reihenfolge der Cartellverbindungen. Die offizielle Abkürzung ist BuL.

Ziele und PrinzipienBearbeiten

Burgundia beruht auf den Prinzipien des Cartellverbandes: religio, scientia, amicitia und patria. Sie will eine lebenslange Freundschaft begründen, welche sich durch ihre couleurstudentischen Traditionen und Comment getragen weiß. Burgundia ist nichtschlagend, lehnt also die Mensur ab.[3][4]

  • Religio bedeutet das Bekenntnis zum katholischen Glauben als lebendigem Grundstein der Verbindung sowie die Bereitschaft, aus ihm das eigene Leben zu gestalten und sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen.
  • Scientia erfordert das Bemühen um ein erfolgreiches Studium und die Auseinandersetzung mit hochschulpolitischen Fragen. Vorträge und Diskussionen bieten die Möglichkeit, den eigenen Horizont über die Grenzen der Fakultät hinaus zu erweitern.
  • Amicitia beinhaltet die Förderung wahrer, über die Studienzeit und die eigene Generation hinausgehende Lebensfreundschaft und die gegenseitige Erziehung zu sozial verantwortlichen, selbstbewussten Persönlichkeiten.
  • Patria verlangt das Eintreten für Recht, Freiheit und Demokratie, getragen von dem Anspruch auf eine in sozialer Verantwortung gründenden Liebe zu unserem Vaterland in völkerverbindender Gesinnung.

Couleur und WahlspruchBearbeiten

Die Verbindung trägt die Farben Orange-Weiß-Blau, mit silberner Perkussion.[5] Die Fuxenfarben sind Orange-Weiß-Orange. Das Kopfcouleur ist eine orangefarbene Tellermütze. Der Wahlspruch der Burgundia ist "per aspera at astra!", was mit "Durch das Raue zu den Sternen!" übersetzt wird.

Bekannte MitgliederBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Friedrich Erdtel: Geschichte der KDStV Burgundia Leipzig zu Düsseldorf. Düsseldorf 1969.
  • Heinz Baur, Ulrich Derix (Hrsg.): KDStV Burgundia (Leipzig) zu Düsseldorf: 125 Jahre (1879–2004). Bernadus Verlag, Grevenbroich 2004.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. E. H. Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 90.
  2. Jens Blecher, Gerald Wiemers: Die Matrikel der Universität Leipzig. Teilband II: Die Jahre 1832 bis 1863. Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften, Weimar 2006. S. 24.
  3. Florian Werr: Geschichte des Cartell-Verbandes der katholischen deutschen Studenten-Verbindungen. Paderborn 1890. S. 253
  4. Friedrich Erdtel: Geschichte der KDStV Burgundia Leipzig zu Düsseldorf Düsseldorf 1969.
  5. Michael Doeberl: Das Akademische Deutschland; Band IV: Die Wappen der deutschen Korporationen des In- und Auslandes. C.A. Weller Verlag, Berlin 1931. Tafel LXI.