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Juan Ortiz de Zárate (Konquistador)

spanischer Konquistador

Juan Ortiz de Zárate (* 1521 in Orduña, Baskenland; † 26. Januar 1576 in Asunción, Paraguay) war ein spanischer Konquistador.

Zárate kam in sehr jungen Jahren nach Südamerika und nahm an der Konquista Perus durch Diego de Almagro teil. Als 14-Jähriger war er bei der Gründung Limas und der Gefangennahme der Inka-Häuptlinge anwesend. Im April 1538 kämpfte er in der Schlacht von Las Salinas auf der Seite Almagros. Nach dessen Festnahme und Exekution am 26. April 1538 schloss er sich seinem gleichnamigen Sohn Diego de Almagro „el Mozo“ gegen Francisco Pizarro an. Als dieser 1546 geschlagen und hingerichtet wurde, flüchtete er nach Charcas.

1567 nominierte ihn Diego López de Zúñiga y Velasco als Gouverneur der Kolonie Río de la Plata. 1569 trat er den Posten an, wurde aber nach kurzer turbulenter Amtszeit von Martín Suárez de Toledo ersetzt. Er ging nach Spanien, wo er 1572 von Philipp II. den Auftrag erhielt, 500 spanische Familien und eine Gruppe Franziskaner – darunter Alonso de San Buenaventura und Luis de Bolaños – nach Südamerika zu führen. Nach einer verlustreichen Reise gründete er mit ihnen 1574 am Ufer des Río Paraná die Stadt Zaratina de San Salvador. 1575 ging er nach Asunción, wo sein Neffe Juan de Garay ein politisches Amt innehatte, um seinen Posten als Gouverneur wieder zu übernehmen. Nach seinem Tod wurde de Garay sein Nachfolger.

QuellenBearbeiten