Hauptmenü öffnen

Joachim A. Lang

deutscher Fernsehjournalist, Fernsehregisseur und Autor

Joachim A. Lang (* 1959 in Spraitbach) ist ein deutscher Journalist, Fernseh-Filmregisseur und Autor.

LebenBearbeiten

 
Journalist, Fernseh-Filmregisseur und Autor

Joachim A. Lang leitet derzeit im SWR das Ressort „Sonderprojekte, Musik und Theater“, er ist Regisseur und Autor von Kino- und Fernsehfilmen, Dozent an der der Filmakademie Baden-Württemberg und Festivalleiter. Lang studierte an den Universitäten Heidelberg und Stuttgart Germanistik und Geschichte. In seiner Magisterarbeit untersuchte er Bertolt Brechts „Kriegsfibel“. Seit 1986 arbeitete er beim SDR als Regisseur, Autor und Redakteur. Schon in seiner künstlerischen Anfangszeit realisierte er Dokumentarfilme und Features und führte Regie bei Fernsehsendungen, Shows und Filmen. 1991 entwickelte er federführend die von der Kritik und dem Publikum (Marktanteil 25 Prozent) gefeierte 26-teiligen ARD-Reihe „Das war einmal. Die Zeitgeistrevue mit Alfred Adabei“, für die er auch Regie führte. 1996 erfand, entwickelte und leitete er die erfolgreiche ARD-Marke „Tigerenten Club“. Über das Leben des Kinderbuchautors Janosch entstanden unter Langs Regie die Filmporträts „Ja ist gut, Nein ist gut“ für den BR und „Da wo ich bin ist Panama. Die Lebensreise des Herrn Janosch“ für den SWR. Für die ARD entwickelte, schrieb und führte er Regie bei Filmen und Miniserien wie „Brecht - Die Kunst zu leben“, „Lieder und Zeiten“, „Schön war die Zeit - Das Jahrhundert und seine Schlager“. Zusammen mit Horst Königstein, der auch Regie führte, realisierte er für den NDR und die ARD das Dokudrama „Jud Süß - Ein Film als Verbrechen?“ mit Axel Milberg in der Rolle des Veit Harlan. Auch in Frankreich war Lang als Autor und Regisseur erfolgreich, so realisierte er mit Claude Fléouter und Guy Andréani den mit dem deutsch-französischen Journalistenpreis ausgezeichneten Dreiteiler „L´Allemagne, la France et l´air du temps“,[1] außerdem Filme der Reihe „Un siècle des écrivains“. Anlässlich Bertolt Brechts 100. Geburtstag entstand 1998 im Auftrag von ARD und Arte die fünfteilige Dokumentation „Denken heißt verändern“, für die Lang als Autor und Regisseur zeichnete. Zu Brechts 50. Todestag 2006 schuf er, wieder für die ARD und arte, ein filmisches Porträt des Künstlers. Mit Claus Peymann erarbeitete er die Brecht-Gala „Ungeheuer oben!“ am Berliner Ensemble und führte für die ARD die Regie. Zum 20. Jahrestag der Einheit Deutschlands entwickelte er 2010 „Die Deutschlandrevue“, eine vom SWR mit dem Staatsschauspiel Dresden für das Erste und 3sat produzierte Fernseh-Theater-Produktion, für die er auch Regie führte. Lang war Leiter von innovativen Film- und Fernsehprojekten, so zum Beispiel von „Don Giovanni in Stuttgart“, einer Aufführung in der Oper Stuttgart und im Schlossgarten, die zum einen live in voller Länge von 3sat übertragen wurde, parallel in Ausschnitten und mit von Harald Schmidt moderierten Hintergrundinformationen im SWR sowie als Internet-Livestream mit sechs einzeln anwählbaren Kameraperspektiven. In der Nachfolge entstanden Projekte mit den Nibelungen-Festspielen in Worms und den Bregenzer Festspielen mit „Turandot“.

An der Universität Stuttgart legte Lang seine mit Auszeichnung bewertete DoktorarbeitEpisches Theater als Film: Bühnenstücke Bertolt Brechts in den audiovisuellen Medien“ vor (veröffentlicht 2006).

Von 2009 bis 2016 entwickelte und leitete Lang das Brechtfestival in Augsburg, das er in dieser Zeit zu einem von der Kritik und dem Publikum gefeierten Markenzeichen der Stadt und Bayerns und zu einem festen Bestandteil des deutschen Kulturkalenders machte.

2013 realisierte er für die ARD den Film „George“, in dem Götz George seinen Vater, den Schauspieler Heinrich George, spielte. Für diese Arbeit erhielt er den Deutschen Fernsehpreis 2013 und die World Gold Medal beim New York Film Festival.

Lang ist stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Akademie für gesprochenes Wort in Stuttgart.[2]

AuszeichnungenBearbeiten

Joachim A. Langs Arbeiten wurden mit den wichtigsten Film- und Fernsehpreisen bedacht, darunter deutsch-französischer Journalistenpreis, Goldener Löwe, Bayerischer Fernsehpreis, Goldener Telix, Emil, Goldener Spatz, LiteraVision, Medienethik Award und Medienpreis Entwicklungspolitik, Eurovisioni, Deutscher Fernsehpreis, World Gold Medal beim New York Film Festival.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

VeröffentlichungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1]
  2. Akademie für gesprochenes Wort | Vorstand. Abgerufen am 2. März 2018.