Jet Generation

Film von Eckhart Schmidt (1968)

Jet Generation ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1967 mit dem Mannequin Dginn Moeller und Roger Fritz in den Hauptrollen.

Filmdaten
OriginaltitelJet Generation
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1968
Länge99 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieEckhart Schmidt
DrehbuchEckhart Schmidt
Roger Fritz
ProduktionRoger Fritz
MusikDavid Llewellyn
KameraGernot Roll
SchnittHeidi Genée
Besetzung

und als Gäste Helga Anders, Margot Trooger, Elke Haltaufderheide, Uta Levka, Rolf Arndt

HandlungBearbeiten

Im "Swinging München" der ausgehenden 1960er Jahre: Die junge Millionärstochter Carroll Buchheim, eine Amerikanerin, ist aus den USA nach Deutschland geflogen, um ihren Bruder zu besuchen, der hier lebt. Seit vier Monaten wird er vermisst, er ist spurlos verschwunden. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf Raoul Malsen. Der zynische, junge Modefotograf gilt als der hippste Bildgestalter seiner Zunft, sein eigener Style macht ihn zum gefragten Fotografen der nihilistischen Jet Generation jener Zeit.

Raoul, so erfährt Carroll, soll ein guter Freund ihres Bruders gewesen sein. Rasch gerät die hübsche Blondine in Raouls Bann. Dieser nimmt sich die Frauen wie er will. Carroll verliebt sich in den ebenso selbstverliebt-smarten wie arroganten Starfotografen und verfällt ihm zusehends – auch als sie erfahren muss, dass er ganz offensichtlich Schuld am Tod ihres Bruders trägt. Raoul zieht sie ins Bett, stößt sie anschließend zurück, um sie dann wieder zu sich zu holen. Carroll sieht sich nicht im Stande, sich zu wehren und sich von ihm zu lösen. Sie sagt: "Ich bin glücklich mit dem Mann, der meinen Bruder auf dem Gewissen hat."

ProduktionsnotizenBearbeiten

Jet Generation, auch bekannt unter dem Langtitel Jet Generation – Wie Mädchen heute Männer lieben, entstand vom 12. August bis zum 10. Oktober 1967 in München und Umgebung sowie am Starnberger See. Am 23. Januar 1968 passierte der Streifen die FSK-Prüfung, die Uraufführung war am 25. Januar 1968 in Frankfurt am Main. Finanziert hat Produzent und Hauptdarsteller Fritz diesen Streifen mit den Einnahmen aus seinem abendfüllenden Regie- und Produktionsdebüt Mädchen, Mädchen.

Für den 29-jährigen Regisseur Eckhart Schmidt war dies sein Kinospielfilm-Debüt. Bei der Hauptdarstellerin Dginn Moeller handelte es sich um ein Model. Jet Generation sollte ihr einziger Film bleiben. Joseph Vilsmaier arbeitete als Assistent Kameramann Gernot Roll zu. Peter Genée hatte die Herstellungs- und Produktionsleitung.

KritikBearbeiten

„Gleich der Debüt-Film stürzt den jungdeutschen Autor-Regisseur Eckhardt Schmidt, 29, in Konflikt mit einem Alt-Cineasten: Sein fashionables Krimi-Stück um eine Generation zwischen Jet und Bett ist eine kleine Kopie von Antonionis "Blow up". (…) Der technisch passable Erstling führt das jungdeutsche Kino auf bislang unerklommene Gipfel von Chic und Extravaganz; aber weil er nichts zu sagen hat, klimmt er cinéasthmatisch.“

Der Spiegel. Ausgabe Nr. 6 vom 5. Februar 1968

„Versuch einer Selbstdarstellung der jungen Generation von heute, oberflächlich, standpunktlos und ohne kritische Reflexion (…) Der Film propagiert Leitbilder, die nicht der gesellschaftlichen Wirklichkeit entsprechen; ein zynisches Traumfabrik-Produkt.“

Filme 1965-70. Handbuch VIII der katholischen Filmkritik, S. 157. Köln 1971

„Eckhart Schmidts erster Langfilm ist bemüht, dem Lebensgefühl der 60er Jahre mit den Mitteln des Kommerzkinos beizukommen. Er bietet jedoch kaum mehr als eine Aneinanderreihung modischer Allgemeinplätze vor der schicken Kulisse eines Swinging München", stilistisch allzusehr an Antonionis "Blow Up" orientiert.“

„Inhaltlich dürftiges und wenig überzeugendes Erstlingswerk, das so oberflächlich, schön und verlogen wirkt wie die Reklame und einen entsprechend zwiespältigen Eindruck hervorruft.“

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jet Generation. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  2. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 163/1968.

WeblinksBearbeiten