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Jeff Bezos (2018)
Jeff Bezos (2010)

Jeffrey „Jeff“ Preston Bezos [ˈbeɪzoʊs][1] (* 12. Januar 1964 in Albuquerque, New Mexico als Jeffrey Preston Jorgensen) ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Investor. Er ist Gründer des Onlineversandhändlers Amazon.com und fungiert als dessen President, Chairman und CEO. Seit 2017 gilt er als reichster Mensch der Welt.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Bezos wurde als Sohn von Jacklyn Gise Jorgensen und Ted Jorgensen geboren, seine Eltern ließen sich bereits kurz nach seiner Geburt scheiden. Als Jeffrey vier Jahre alt war, heiratete seine Mutter Jackie den Exilkubaner Miguel „Mike“ Bezos. Die Familie siedelte nach Houston über, wo Mike Bezos für das Ölunternehmen Exxon arbeitete. Jeffrey Bezos besuchte zunächst die River Oaks Elementary School in Houston und nach dem Umzug der Familie nach Miami die Miami Palmetto Senior High School. Von 1982 bis 1986 studierte er an der Princeton University Elektrotechnik und Informatik. Mit Bestnote erwarb Bezos 1986 den akademischen Grad Bachelor of Science (B. Sc.).

Danach arbeitete Bezos zunächst bei der taiwanischen Mobilfunkgesellschaft FITEL, dann bei den New Yorker Vermögensverwaltungen Bankers Trust und D. E. Shaw & Co. Dort entstand zusammen mit David E. Shaw (* 1951) die Idee eines Buchgeschäfts im Internet.

1994 gründete er Amazon.com und trennte sich von Shaw, um die Idee des Onlinehandels allein weiterzuentwickeln.

Im Jahr 2000 gründete er das private Raumfahrtunternehmen Blue Origin.[2] Im August 2013 erwarb Jeff Bezos die Tageszeitung The Washington Post für 250 Millionen US-Dollar.[3] Diese und weitere Investitionen werden über das Unternehmen Bezos Expeditions verwaltet.[4][5]

PrivatesBearbeiten

Bezos war seit 1993[6] mit MacKenzie Bezos verheiratet und hat vier Kinder: eine aus China adoptierte Tochter und drei Söhne.[7] Am 9. Januar 2019 gab das Ehepaar Bezos seine Absicht bekannt, sich scheiden zu lassen.[8] Im Februar 2019 veröffentlichte Bezos einen offenen Brief an den Verlagschef der Zeitschrift National Enquirer David Pecker, um diesem Erpressung vorzuwerfen.[9][10] Man hätte Bezos gedroht, intime Privatfotos zu veröffentlichen, wenn er nicht die Untersuchungen einstelle, wie private Textnachrichten von ihm und einer außerehelichen Affäre an die Zeitschrift gelangt sind.[10][11]

Bezos gilt als Fan von Star Trek und hat – in aufwendiger Alien-Maske – einen Cameoauftritt im Film Star Trek Beyond von 2016.[12]

ProjekteBearbeiten

2007 unterstützte er das Projekt The Clock of the Long Now mit 42 Millionen US-Dollar und 2012 eine Kampagne zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Washington mit 2,5 Millionen US-Dollar.[13]

2019 stellt Bezos die Mondlandefähre "Blue Moon" seines Unternehmens Blue Origin vor.[14][15]

VermögenBearbeiten

 
Geschätztes Vermögen von Jeff Bezos 1999–2018 (in Mrd. USD)

Bezos ist Multimilliardär. Er hatte laut der jährlich veröffentlichten Forbes-Liste 2017 ein Vermögen von 72,8 Milliarden US-Dollar. Damit belegte er auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt Platz 3. Im März 2017 stieg Jeff Bezos zum zweitreichsten Menschen der Welt auf mit einem Privatvermögen von 75,3 Milliarden US-Dollar.[16] Im Juli 2017 schätzte das Forbes-Magazin sein Vermögen auf 90,6 Mrd. US-Dollar und erklärte ihn zum neuen reichsten Menschen der Welt. Im November 2017 stieg das Vermögen von Jeff Bezos aufgrund eines weiter steigenden Amazon-Aktienkurses laut Medienberichten auf 100 Milliarden US-Dollar.[17][18] Mitte Juli 2018 hatte er laut Forbes ein Vermögen von rund 150 Milliarden Dollar.[19] Durch die Scheidung von seiner Frau hält er nur noch 75 % der Amazon-Aktien, hat ein Vermögen von rund 107 Milliarden Dollar und bleibt damit der reichste Mensch der Welt.[20]

KontroversenBearbeiten

Im Mai 2014 wurde Bezos beim Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes zum „Schlechtesten Chef der Welt“ gewählt.[21] Am 15. August 2015 veröffentlichte die New York Times einen Artikel mit dem Titel „Inside Amazon: Wrestling Big Ideas in a Bruising Workplace“. Die Zeitung kritisierte in dem Artikel Amazons Geschäftspraktiken und den vom Unternehmen kultivierten Führungsstil.[22] Bezos wiederum nahm zu dem Artikel Stellung und gab an, dass er sein Unternehmen in der Beschreibung der Zeitung nicht wiedererkenne.[23]

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jeff Bezos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jeff Bezos pronounces his name. 2009. Abgerufen am 17. August 2013.
  2. Gerhard Hegmann: Jeff Bezos investiert mit seiner Firma Blue Origin in den New Space. 3. Mai 2018 (welt.de [abgerufen am 19. Februar 2019]).
  3. Washington Post to be sold to Jeff Bezos, the founder of Amazon, in: The Washington Post, abgerufen am 5. August 2013.
  4. Überblick zu Bezos Expeditions. In: crunchbase.com. Archiviert vom Original am 30. Juli 2017; abgerufen am 11. Februar 2019 (englisch).
  5. DEI Creative in Seattle, WA: Bezos Expeditions. In: www.bezosexpeditions.com. Abgerufen am 2. Dezember 2016 (englisch).
  6. Trennung nach 25 Jahren: So viel Geld bekommt die Ehefrau des reichsten Mannes der Welt, focus.de vom 9. Januar 2019
  7. Jeff Bezos Fast Facts (Englisch) CNN. 20. Juli 2016. Abgerufen am 25. Juli 2016.
  8. Sara Salinas: Amazon CEO Jeff Bezos and wife MacKenzie are divorcing. 9. Januar 2019, abgerufen am 9. Januar 2019.
  9. Jeff Bezos: No thank you, Mr. Pecker. In: Jeff Bezos. 7. Februar 2019, abgerufen am 19. Februar 2019.
  10. a b Mediale Schlammschlacht: Jeff Bezos wirft Skandalblatt Erpressung vor. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 19. Februar 2019]).
  11. Amazon-Chef wird mit Nacktfotos erpresst - und das hat auch mit Donald Trump zu tun. 8. Februar 2019, abgerufen am 19. Februar 2019.
  12. Alan Boyle: Get a look at Amazon CEO Jeff Bezos as an alien in ‘Star Trek Beyond’ (Englisch) In: GeekWire. 20. Juli 2016. Abgerufen am 25. Juli 2016.
  13. Amazon-Gründer spendet für Homo-Ehe
  14. ZEIT ONLINE: Raumfahrt: Jeff Bezos stellt Mondlandefähre "Blue Moon" vor. In: Die Zeit. 10. Mai 2019, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 13. Mai 2019]).
  15. Blue Moon. Abgerufen am 13. Mai 2019 (englisch).
  16. Larissa Bernhardt: Amazon-Gründer Jeff Bezos steigt zum zweitreichsten Menschen der Welt auf. IT Boltwise, 31. März 2017, abgerufen am 31. März 2017.
  17. Jeff Bezos’s Net Worth Just Broke $100 Billion. Abgerufen am 25. November 2017.
  18. Jeff Bezos is now worth $100 billion. Abgerufen am 25. November 2017.
  19. Forbes: Jeff Bezos. Forbes Magzine, 16. Juli 2018, abgerufen am 16. Juli 2018 (englisch).
  20. Amazon-Chef Jeff Bezos behält nach Scheidung 75 Prozent der Aktien. Abgerufen am 5. April 2019.
  21. Süddeutsche Zeitung: Jeff Bezos, schlechtester Chef der Welt vom 22. Mai 2014, aufgerufen am 23. Mai 2014
  22. New York Times kritisiert Amazons Arbeitsbedingungen: "Ich würde solch ein Unternehmen verlassen" - manager magazin. Abgerufen am 14. August 2016.
  23. Full memo: Jeff Bezos responds to brutal NYT story, says it doesn’t represent the Amazon he leads. 17. August 2015, abgerufen am 14. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  24. http://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,992927,00.html
  25. http://fortune.com/2012/11/16/amazons-jeff-bezos-the-ultimate-disrupter/
  26. Florian Schmidt: Amazon-Chef Jeff Bezos mit Axel Springer Award ausgezeichnet. In: BZ-Berlin.de. 25. April 2018, abgerufen am 25. April 2018.