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Jasiona (deutsch Jeschona) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Sie liegt in der Gemeinde Zdzieszowice (Deschowitz) im Powiat Krapkowicki (Landkreis Krappitz) in der Woiwodschaft Oppeln.

Jasiona
Jeschona
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Jasiona Jeschona (Polen)
Jasiona Jeschona
Jasiona
Jeschona
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Powiat: Krapkowicki (Krappitz)
Gmina: Zdzieszowice (Deschowitz)
Geographische Lage: 50° 28′ N, 18° 6′ OKoordinaten: 50° 27′ 44″ N, 18° 6′ 7″ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OKR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice-Pyrzowice



GeschichteBearbeiten

 
Maria-Magdalenen-Kirche

Der Ort entstand spätestens im 13. Jahrhundert und wurde 1285 erstmals urkundlich als Jassona erwähnt. Der Ortsname soll sich von der Baumgattung Esche ableiten.[1]

Der Ort wurde 1783 im Buch Beyträge zur Beschreibung von Schlesien als Jaschiona und Jeschina erwähnt und lag im Kreis Groß Strehlitz des Fürstentums Oppeln. Damals hatte er 120 Einwohner, ein Vorwerk, eine Mühle, eine katholische Kirche, eine Schule, elf Bauern, sieben Gärtner und vier Häusler.[2] 1865 hatte Jeschiona 16 Bauern, acht Gärtner, 13 Häusler, sowie eine katholische Kirche und eine katholische Schule.[3]

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten im Ort 122 Wahlberechtigte für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 216 für eine Zugehörigkeit zu Polen.[4] Jeschona verblieb nach der Teilung Oberschlesiens beim Deutschen Reich. 1936 wurde der Ort im Zuge einer Welle von Ortsumbenennungen der NS-Zeit in Eschendorf umbenannt. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Groß Strehlitz.

1945 kam der bis dahin deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde anschließend der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen und ins polnische Jasiona umbenannt. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Krapkowicki.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Neobarocke Maria-Magdalenen-Kirche
  • Marienkapelle, Wegkapelle mit Marienbild
  • St.-Theresa-Kapelle, Wegkapelle
  • Wegkreuze

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Website der Gemeinde
  2. Friedrich Albert Zimmermann: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, Band 2, Brieg 1783
  3. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865
  4. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Tabelle in digitaler Form (Memento vom 15. Januar 2017 im Internet Archive)