Internationale Handwerksmesse

Die Internationale Handwerksmesse in München ist mit rund 110.000 Besuchern und über 1.000 ausstellenden Unternehmen die Messe fürs Bauen, Sanieren und Modernisieren.

Internationale Handwerksmesse

Branche Handwerk
Ausstellungsort Messe München
Erste Ausstellung 1949
Letzte Ausstellung
Datum 13. März 2019 bis
17. März 2019
Nächste Ausstellung
Datum 10. März 2021 bis
14. März 2021

Messeprofil und SchwerpunkteBearbeiten

 
Außenansicht Internationale Handwerksmesse 2019
 
Live-Baustelle Das Haus auf der Internationalen Handwerksmesse 2019

Die Internationale Handwerksmesse ist die Messe fürs Bauen, Sanieren, Modernisieren und wird von der Gesellschaft für Handwerksmessen (GHM) organisiert. Sie findet jährlich im März auf dem Messegelände München statt. 2020 musste sie erstmals in ihrer 71-jährigen Geschichte aufgrund des Coronavirus abgesagt werden.[1] Auf einer Fläche von rund 74.000 Quadratmetern präsentieren Aussteller einen umfassenden Leistungsquerschnitt durch das Handwerk. Insgesamt sind auf der Internationalen Handwerksmesse rund 60 Gewerke vertreten.

Auf der Internationalen Handwerksmesse können sich private Besucher, Unternehmen und öffentliche Hand über die Qualität des Handwerks informieren. Die Messe zeigt individuelle Lösungen für den privaten und beruflichen Alltag und demonstriert hierbei, welche Innovationskraft im Handwerk steckt. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Messe liegen auf, Bauen und Modernisieren, Werkzeug und Technik, Außenausbau und Gartentechnik, Kunsthandwerk, Schmuck und Dienstleistungen. Zum Messeangebot gehören mehrere Leistungs- und Sonderschauen, auf denen Handwerker aktuelle Themen, Produktneuheiten und herausragende Arbeiten präsentieren.

Als Besonderheit der Internationalen Handwerksmesse gilt die «Handwerk & Design», die zeitgenössisches Kunsthandwerk, maßgeschneiderte Mode, Schmuck, angewandte Kunst und Design präsentiert. Sie wird durch international renommierte Sonderschauen (Exempla, Schmuck, Meister der Moderne, Talente) ergänzt, die im jährlichen Wechsel unterschiedliche handwerkliche Themen behandeln.

Außerdem widmet sich die Internationale Handwerksmesse der Nachwuchswerbung mit der Aktionsschau „YoungGeneration“, der Leistungsschau „AutoBerufeAktuell“, der Sonderausstellung „Wege zum Design“ und den Ständen der Handwerkskammern. Dort können Jugendliche in verschiedene Handwerksberufe hineinschnuppern und Kontakte zu ausbildenden Betrieben knüpfen.

AusstellungsbereicheBearbeiten

Das Angebotsportfolio umfasst folgende Bereiche:

  • Bauen, Sanieren, Modernisieren
  • Wohnen & Nachhaltigkeit
  • Küchen & Küchenausstattung
  • Treffpunkt Fachwelt
  • Handwerk & Design
  • Gartengestaltung & Gartenkultur

Bayerischer Staatspreis und BundespreisBearbeiten

Die Internationale Handwerksmesse bildet den Rahmen für verschiedene Preisverleihungen: So wird jedes Jahr der Bayerische Staatspreis, ausgelobt vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, an ausstellende Handwerksbetriebe verliehen. Prämiert werden überdurchschnittliche Ideen und Lösungen in den Kategorien „Gestaltung“ und „Technik“. Darüber hinaus zeichnet der alljährlich vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgeschriebene Bundespreis bis zu zwölf handwerkliche Neuerungen aus dem In- und Ausland für ihre überdurchschnittliche Innovations- und Nutzwirkung für das Handwerk und dessen Kunden aus.

HistorieBearbeiten

Die Internationale Handwerksmesse wurde am 15. Juli 1949 durch den stellvertretenden Landesdirektor der Militärregierung für Bayern, Clarence M. Bolds, unter dem Namen Handwerksmesse München erstmals eröffnet. Damals versammelte sie 820 Aussteller auf 14.000 Quadratmetern Hallenfläche. Sie wurde organisiert und veranstaltet vom Verein für Handwerksausstellungen und Messen e.V., dem Vorgänger der GHM, die bis heute Veranstalter ist. Ein Jahr später wurde sie in Deutsche Handwerksmesse umfirmiert. 1962 erhielt sie dann den aktuellen Namen Internationale Handwerksmesse. Zu diesem Zeitpunkt nahm sie eine Brückenfunktion zwischen Ost und West ein. Trotz des Eisernen Vorhangs stellten immer mehr Länder aus dem kommunistischen Ostblock in München ihre Exponate aus.

Die Messe die vom 11. bis 15. März 2020 hätte stattfinden sollen, wurde auf Grund der COVID-19-Pandemie abgesagt.[2]

Politischer Stellenwert der MesseBearbeiten

 
Angela Merkel beim Messebesuch der Internationalen Handwerksmesse 2018 in München

Seit der Erstveranstaltung 1949 sieht sich die Internationalen Handwerksmesse als Treffpunkt für Handwerksorganisationen, -institutionen und -verbände aus Deutschland, Europa und der Welt. Viele Verbandstreffen mit prominenten Gästen aus Politik und Wirtschaft machen sie außerdem zu einer der wichtigsten politischen Plattformen des Handwerks. Zahlreiche prominente Namen wie Ludwig Erhard, Theodor Heuß, Kurt Georg Kiesinger, Otto Graf Lambsdorff, Franz Josef Strauß, Edmund Stoiber, Angela Merkel, u. v. a. reihen sich aneinander. Heutzutage eröffnet traditionsgemäß der Bundeswirtschaftsminister die Messe. Große öffentliche Beachtung findet auch das jährlich stattfindende „Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft“, bei dem der/die Bundeskanzler/in sowie Spitzenvertreter der deutschen Wirtschaftsverbände zusammentreffen, um über wirtschaftspolitische Themen zu diskutieren.

Die Internationale Handwerksmesse erfährt weltweit großes mediales Interesse. Jährlich registrieren sich rund 1.000 Journalisten, um über die Messe zu berichten. Zudem nutzen zahlreiche handwerkliche Organisationen die Messe als Rahmen für Fachtagungen und Kongresse.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Pressemitteilung: Absage der Internationalen Handwerksmesse 2020 In: ihm.de, 2. März 2020. (PDF; 174 kB)
  2. Angst vor Coronavirus: Mega-Veranstaltung in München abgesagt - gewaltige Auswirkungen befürchtet. 3. März 2020, abgerufen am 3. März 2020.