Hauptmenü öffnen

Die IKK Südwest mit Sitz im saarländischen Saarbrücken ist eine deutsche Innungskrankenkasse, die am 1. Juli 2009 aus der Fusion von IKK Südwest-Direkt und IKK Südwest-Plus entstand. Sie ist für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland geöffnet. Als Krankenkasse ist sie eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

IKK Südwest
Logo
Sozialversicherung Gesetzliche Krankenversicherung
Kassenart Innungskrankenkasse
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gründung 1. Juli 2009
Zuständigkeit HessenHessen Hessen,
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz,
SaarlandSaarland Saarland
Sitz Saarbrücken
Vorstand Roland Engehausen, Jörg Loth
Aufsichtsbehörde Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Saarbrücken
Versicherte 637.792 (Stand 1. Juni 2019)[1]
Geschäftsstellen 20
Website www.ikk-suedwest.de

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

1995 wurde die IKK des Saarlandes mit Sitz in Saarbrücken gegründet. Die IKK Rheinland-Pfalz Sitz in Mainz ging im August 1995 aus der Fusion der IKK Rheinhessen-Pfalz und der IKK Rheinland-Pfalz Nord hervor. Aufgrund der zahlreichen Geschäftsstellen vor Ort zeichnete sich die IKK Rheinland-Pfalz durch einen umfassenden Service aus. Seit dem Jahr 2004 kooperierten die IKK des Saarlandes und die IKK Rheinland-Pfalz miteinander. Die IKK des Saarlandes firmierte noch im selben Jahr unter dem neuen Namen IKK Südwest-Direkt. Die IKK Rheinland-Pfalz firmierte im Jahr 2005 zur IKK Südwest-Plus. Am 1. Juli 2009 fusionierte die IKK Südwest-Direkt mit der IKK Südwest-Plus zur IKK Südwest. Zum 1. Oktober 2011 wollte sie mit der AOK Saarland und der AOK Rheinland-Pfalz zur Gesundheitskasse Südwest fusionieren. Am 6. September 2011 wurde bekannt, dass die IKK Südwest ihren Antrag auf Genehmigung der Fusion zurückgezogen hat.[2]

In seiner Sitzung am 24. Februar 2014 hat der Verwaltungsrat der IKK Südwest Roland Engehausen (ab Juli 2014) und Jörg Loth als neue Doppelspitze in den Vorstand berufen. Der langjährige Vorstandsvorsitzende, Frank Spaniol, wurde im April 2013 aufgrund eines Betruges fristlos entlassen.[3]

Seit dem 1. Oktober 2013 hat die IKK Südwest als erste und zu diesem Zeitpunkt einzige gesetzliche Krankenversicherung in ihrer Satzung eine teilweise Erstattung von Leistungen aus den Bereichen der Homöopathie und Naturheilverfahren aufgenommen, welche von einem Heilpraktiker erbracht wurden. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Saarbrücken erteilte als Aufsichtsbehörde die Genehmigung, wenn der Heilpraktiker ein qualifizierter Leistungserbringer im Sinne der Satzung (Verbandszugehörigkeit etc.) ist.[4] Der Umfang der Erstattung beträgt je Versicherten und Kalenderjahr im Bereich Homöopathie/Sonstige Naturheilverfahren maximal 30 Euro je Sitzung, für insgesamt bis zu fünf Sitzungen.[5]

BeitragssätzeBearbeiten

Seit 1. Januar 2009 werden die Beitragssätze vom Gesetzgeber einheitlich vorgegeben. Die IKK erhob bis 31. Dezember 2014 keinen einkommensunabhängigen kassenindividuellen Zusatzbeitrag. Ab 1. Juli 2017 erhebt sie einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag in Höhe von 1,5 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt (1,1 Prozent).[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IKK Südwest in Zahlen. Abgerufen am 20. Juni 2019.
  2. IKK Südwest zieht Antrag auf Fusion mit der AOK Rheinland-Pfalz und der AOK des Saarlandes vorerst zurück (Memento vom 20. Januar 2012 im Internet Archive)
  3. Michael Jungmann: Ex-Vorstand Spaniol hat sich verspekuliert. In: Saarbrücker Zeitung. 22. November 2013, abgerufen am 17. November 2018.
  4. Satzung der IKK Südwest. In: ikk-suedwest.de. Abgerufen am 17. November 2018.
  5. https://www.ikk-suedwest.de/wp-content/uploads/2018/12/satzung_der_ikk_suedwest_krankenversicherung_01_01_2019.pdf:+Leistungserstattung bei alternativen Heilmethoden. In: ikk-suedwest.de. Abgerufen am 17. November 2018.
  6. IKK Südwest erhöht Beitragssatz auf 15,8 Prozent. In: Saarbrücker Zeitung. 16. Dezember 2014, abgerufen am 17. November 2018.