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Holger Afflerbach (* 13. September 1960 in Düsseldorf) ist ein deutscher Historiker und Autor, der an der University of Leeds lehrt.

LebenBearbeiten

Afflerbach schloss seine Studien 1990 an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität mit einer Doktorarbeit über den preußischen Kriegsminister und deutschen Generalstabschef Erich von Falkenhayn (1861–1922) ab. Sein Doktorvater war Wolfgang J. Mommsen. Danach begann er ein Forschungsprojekt über den Dreibund zwischen Italien, Österreich-Ungarn und dem deutschen Kaiserreich in den Jahren 1881–1915. Diese Arbeit wurde in den Jahren 1996–1998 durch ein Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung unterstützt. Die Arbeit war gleichzeitig seine in Düsseldorf eingereichte Habilitationsschrift. An der dortigen Universität lehrte er von 1999 bis 2002.

Afflerbach erhielt in dieser Zeit ein Forschungsstipendium der Fritz-Thyssen-Stiftung, das es ihm ermöglichte, eine über 1100 Seiten starke Sammlung von Quellen zu Wilhelm II. als oberster Kriegsherr im Ersten Weltkrieg zusammenzustellen, die 2005 von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurde. Für diese Forschungen erhielt er ein weiteres Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, in dessen Rahmen er an der University of Sussex in England mit Professor John Röhl forschte.

2002 wechselte Afflerbach als DAAD-Professor für moderne deutsche Geschichte an die Emory University in Atlanta, Georgia. 2006 übernahm er eine Professur an der University of Leeds, wo er bis heute lehrt und forscht.

Ehrungen und AuszeichnungenBearbeiten

  • 2012/2013: Forschungsstipendiat (Fellow) Historisches Kolleg, München
  • 2014/2015: Member am Institute for Advanced Study, Princeton.

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

Mitarbeit in

WeblinksBearbeiten