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Hermann Lohse, (* 18. September 1815 in Magdeburg; † 23. Mai 1893 in Köln) war ein deutscher Bauingenieur und preußischer Baubeamter, der durch den Bau eiserner Eisenbahnbrücken in Deutschland bekannt wurde.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Lohse trat 1835 in den preußischen Staatsdienst ein. Von 1838 bis 1840 war er am Bau der Eisenbahnlinie von Magdeburg nach Leipzig beteiligt und ab 1840 als Wasserbaumeister an der Mosel in Koblenz und Cochem. Für die Preußische Ostbahn leitete er in den 1850er Jahren den Bau der ersten großen Eisenbahnbrücken Deutschlands, und zwar der teilweise erhaltenen Weichselbrücke in Dirschau und der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Nogatbrücke in Marienburg. Von 1855 bis 1859 wurde nach seinen Planungen die Dombrücke in Köln errichtet, ebenfalls eine Gitterträgerbrücke, die durch die 1907 bis 1911 erbaute Hohenzollernbrücke ersetzt wurde. Danach baute er weitere Eisenbahnbrücken für die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft; für deren Hamburg-Venloer Bahn entstanden 1868 bis 1872 zwei eiserne Brücken über die Elbe in Hamburg: die Süderelbbrücke, heute komplett erneuert, und die Norderelbbrücke, von der nur Fundamente und Pfeiler in der heutigen Brücke erhalten sind.

Lohse ging 1891 in den Ruhestand.

EhrungenBearbeiten

Eine mit Linsenträgern verwandte Trägerform im Brückenbau wird teilweise nach ihm benannt (Lohse-Träger, Laves-Träger, Pauli-Träger).[1] Von Lohse wurde sie z. B. bei der Norderelbbrücke verwendet.

In Hamburg sind der Lohseplatz und der Lohsepark vor dem ehemaligen Hamburg-Hannoverschen Bahnhof, den er erbaute, nach ihm benannt, in Köln die Lohsestraße

Quellen und LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Genauer: Linsenträger mit steifem Obergurt