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Hell Awaits
Studioalbum von Slayer

Veröffent-
lichung(en)

1985

Label(s) Metal Blade Records

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Thrash Metal

Titel (Anzahl)

7

Laufzeit

37 min 04 s

Besetzung

Produktion

Slayer und Brian Slagel

Studio(s)

Eldorado Studios, Hollywood, USA

Chronologie
Live Undead
1984
Hell Awaits Reign in Blood
1986

Hell Awaits ist das zweite Album der kalifornischen Thrash-Metal-Band Slayer und wurde 1985 auf Metal Blade Records veröffentlicht.

EntstehungBearbeiten

Slayers Debütalbum Show No Mercy war Metal Blade Records’ meistverkaufte Veröffentlichung, was den Produzenten Brian Slagel dazu veranlasste, ein weiteres Album mit der Band aufzunehmen.[1] Da die Band sich seit dem Debüt entwickelt hatte, konnte die EP Haunting the Chapel stilistisch als Vorschau gesehen werden, obwohl keiner der Titel auf Hell Awaits erscheinen würde.[2] Nachdem Show No Mercy von Slayer selbst finanziert wurde,[3] tat dies für Hell Awaits Slagel[4] und verpflichtete außerdem mehrere erfahrene Mitarbeiter, um im Studio auszuhelfen. Das Album wurde professioneller aufgenommen als die vorigen, und Dave Lombardos Becken mussten nicht mit Overdub überarbeitet werden.[3]

Bei At Dawn They Sleep beteiligte sich Sänger Tom Araya am Songwriting und steuerte erstmals einen Part bei, der auch Teil des Songs wurde.[5] Beim Albumintro, das klingt, als ob Stimmen den Bandnamen sagen, war Gene Hoglan beteiligt, der die Band im Studio besuchte. Es seien „die seltsamsten Geräusche ins Mikro gegrunzt“ worden. Anschließend wurde es rückwärts abgespielt, „weil es unser zweites Album war“, ein „Willkommen zurück“. Araya sagte in einem Interview, es sei „alles ein großer Zufall“ gewesen.[5] Tatsächlich wurde jedoch „Join us!“ als Rückwärtsbotschaft aufgenommen; spielt man das Lied rückwärts ab, hört man die Botschaft über etwa eine Minute und immer leiser.

Stil & InhaltBearbeiten

Musikalisch bewegt sich das Album zwischen schnellem Thrash Metal und mittlerem Tempo. Das Titelstück Hell Awaits etwa beginnt mit einem langsamen Intro, das sich langsam zu einem schnellen Lied aufbaut, und Necrophiliac beispielsweise hat viele Tempowechsel. Die Produktion ist eher schlecht und mit starkem Nachhall unterlegt.[6] Die Lieder auf Hell Awaits sind länger, „mahlender“[2] und schneller als auf den vorigen Tonträgern. Die Texte behandeln okkulte und blasphemische Themen.

TitellisteBearbeiten

  1. Hell Awaits – 6:12
  2. Kill Again – 4:53
  3. At Dawn They Sleep – 6:16
  4. Haunting the Chapel – 3:59*
  5. Praise of Death – 5:17
  6. Necrophiliac – 3:43
  7. Captor of Sin – 3:31*
  8. Crypts of Eternity – 6:37
  9. Hardening of the Arteries – 3:57
  • Bonus-Tracks auf dem Original-Release von Metal Blade Records (entnommen der 'Haunting the Chapel'-EP von 1984).

RezeptionBearbeiten

Die Seite TheLeftHandPath.com nahm Hell Awaits in seine Liste wichtiger Thrash-Metal-Alben auf. Todd DePalma bezeichnet das Album als „Soundtrack zu Vampiren, spiritueller Desintegration und leichenfickenden Irren“. Beschwerden über die Produktion und den exzessiven Nachhall seien nebensächlich, nichts sei so krank wie dieses Album.[6] Götz Kühnemund sprach im damaligen Rock Hard vom „bisher tödlichsten Vinyl dieses Erdballs“. Es jage „ein Mörderriff das andere, die Bassdrums fliegen, und die Songs explodieren förmlich“. Er vergab neun von zehn Punkten.[7]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eric German: BEHIND THE SCREAMS - PART 2. INTERVIEW WITH BRIAN SLAGEL. metalupdate.com, abgerufen am 2. September 2010 (englisch).
  2. a b Vadim Rubin: Slayer. In: Braindamage. Nr. 1, 1984, S. 10 (englisch).
  3. a b J. Bennett: An exclusive oral history of Slayer. Decibel Magazine, 2006, archiviert vom Original am 2. Juni 2008; abgerufen am 2. September 2010 (englisch).
  4. Mark Eglinton: The Crypts Of 25 Years: Tom Araya On The Anniversary Of Slayer's Hell Awaits. The Quietus, 16. August 2010, abgerufen am 6. September 2010 (englisch).
  5. a b Slayer: Tom Araya erzählt von früher. (Nicht mehr online verfügbar.) Metal Hammer, archiviert vom Original am 23. August 2010; abgerufen am 5. September 2010.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.metal-hammer.de
  6. a b The LHP Thrash Metal Primer. TheLeftHandPath.com, 24. Februar 2009, abgerufen am 18. August 2010 (englisch).
  7. Götz Kühnemund: Slayer - Hell Awaits. In: Rock Hard. Abgerufen am 17. März 2011.