Heinrich Loevenich

preußischer Verwaltungsbeamter und Landrat

Heinrich Loevenich (* 20. Februar 1896 in Frechen; † 12. Dezember 1965 ebenda)[1] war ein preußischer Verwaltungsbeamter und Landrat des Landkreises Köln und des Kreises Bergheim (Erft).

LebenBearbeiten

Herkunft und AusbildungBearbeiten

Heinrich Loevenich war Sohn des Bauunternehmers Wilhelm Loevenich und der Anna, geb. Dünnwald. Im Anschluss an die Volksschule absolvierte er eine praktische Ausbildung mit Blick auf die spätere Übernahme des väterlichen Betriebes. 19-jährig wurde er im Jahr 1915 während des Ersten Weltkriegs zum Kriegsdienst einberufen, aus dem er erst 1919 heimkehrte. Im April desselben Jahres trat er dann eine Stellung als Zeichenlehrer an der Berufsschule seiner Heimatstadt an. 1921 wechselte er als Architekt zum Rheinischen Bauernverein.[1]

WerdegangBearbeiten

Bereits im Jahr 1926 trat Loevenich der NSDAP bei. Von 1927 bis 1937 war er deren Kreisleiter im Bereich des Landkreises Köln, ab 1932 als hauptamtlicher NS-Funktionär. Aus dieser Stellung heraus wurde ihm nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 21. Juni 1933 zunächst vertretungsweise die Verwaltung des Landratsamtes des Kreises Köln übertragen. Seine kommissarische Ernennung folgte am 17. November 1933 und die definitive Bestallung zum 1. April 1934 am 23. März 1934. Ab dem 1. April 1944 versah er zugleich vertretungsweise das Landratsamt Bergheim. Nach dem Zusammenbruch wurde er 1945 entlassen.[1]

Familie

Der Katholik Heinrich Loevenich heiratete am 6. September 1922 in Frechen Agnes Rüttgers (* 20. November 1900 in Frechen; † 14. Juli 1980 ebenda).[1]

MitgliedschaftenBearbeiten

  • NSDAP (Eintritt: 21. September 1926)

LiteraturBearbeiten

  • Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 613.

EinzelnachweisBearbeiten

  1. a b c d Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 613.