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Heidrun Tempel

deutsche Diplomatin

Heidrun Tempel (* 1958) ist eine deutsche Diplomatin, die von 2013 bis 2016 Botschafterin in Aserbaidschan war.

LebenBearbeiten

Heidrun Tempel begann nach dem Abitur 1978 ein Studium der Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften und legte 1986 die Erste Juristische Staatsprüfung ab. Nachdem juristischen Vorbereitungsdienst folgte 1989 die Ablegung der Zweiten Juristischen Staatsprüfung sowie im Anschluss von 1990 bis 1991 eine Tätigkeit als freie Mitarbeiterin in einer Anwaltskanzlei in Bamako in Mali.

Nach ihrer Rückkehr war Heidrun Tempel zwischen 1991 und 1994 Europareferentin der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf sowie in dieser Funktion auch zeitweilig in Brüssel tätig. Im Anschluss folgte von 1994 bis 2000 eine Tätigkeit als Leiterin der Außenstelle der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Europäischen Union (EU) in Brüssel.

Im Jahr 2000 übernahm Heidrun Tempel eine Funktion als Referatsleiterin im Bundeskanzleramt in Berlin und wechselte danach 2007 als Sonderbeauftragte für den interkulturellen Dialog in das Auswärtige Amt, und war im Anschluss zwischen 2010 und 2013 Ständige Vertreterin des Botschafters in Indonesien.

Ab August 2013 war Heidrun Tempel als Nachfolgerin von Herbert Quelle Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Aserbaidschan. Im August 2016 wurde sie in dieser Funktion von Michael Kindsgrab abgelöst.

Seit 2016 ist Heidrun Tempel stellvertretende Vorsitzende und Beauftragte für Außenwissenschafts-, Bildungs- und Forschungspolitik sowie Auswärtige Kulturpolitik in der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission.

Sie veröffentlichte Schriften zum interreligiösen und interkulturellen Dialog, zum Europarecht sowie zum Staatskirchenrecht.

VeröffentlichungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten