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Hausfreunde sind auch Menschen

Film von Joseph McGrath (1968)

Hausfreunde sind auch Menschen (Originaltitel: The Bliss of Mrs. Blossom, deutsch: Frau Blossoms Seligkeit) ist eine britische Filmkomödie aus dem Jahr 1968 von Joseph McGrath. Das Drehbuch verfassten Alec Coppel und Denis Norden. Es basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Alec Coppel. Die Hauptrollen sind mit Shirley McLaine, Richard Attenborough und James Booth besetzt. Zum ersten Mal ins Kino kam der Film am 11. September 1968 in den USA. In der Bundesrepublik Deutschland hatte er seine Premiere am 10. Januar 1969.

Filmdaten
Deutscher TitelHausfreunde sind auch Menschen
OriginaltitelThe Bliss of Mrs. Blossom
ProduktionslandGroßbritannien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1968
Länge92 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieJoseph McGrath
DrehbuchAlec Coppel,
Denis Norden
ProduktionJosef Shaftel
MusikRiz Ortolani
KameraGeoffrey Unsworth
SchnittRalph Sheldon
Besetzung

HandlungBearbeiten

Robert Blossom ist Büstenhalterfabrikant aus Überzeugung, und über der Liebe zu seiner Tätigkeit und zu seinem Hobby – sehr gerne dirigiert er Schallplattenmusik – vergisst er, sich etwas mehr um seine Frau zu kümmern. Als dann ein liebenswürdiger und schüchterner Nähmaschinenfachmann aus Mr. Blossoms Fabrik Harriets Maschine reparieren soll, ergibt es sich so, dass er schließlich im Dachgeschoss einzieht. Er richtet sich dort komfortabel ein und vertritt tagsüber die Stelle des Ehemanns, den er sogar einmal vor dem finanziellen Ruin rettet. Mr. Blossom indessen hängt seiner Idee von einem Universal-BH an, der mittels eines Gases die jeweils gewünschte Form verleihen soll, und baut diese Idee zu einer Art Weltpazifizierungsprogramm aus. Weil aber im Falle eines Erfolges die Gefahr bestünde, dass das häusliche Idyll auffliegen könnte, vereitelt der Hausfreund durch überhöhten Gasdruck die Vorführung und damit auch den Erfolg.

Inzwischen sind vier Jahre vergangen. Findige Polizisten sind dem Hausfreund auf die Schliche gekommen; sein Verhalten fliegt auf mit der Folge, dass sich der rechtmäßige Ehemann in Güte scheiden lässt. Danach übergibt er seine Fabrik dem Hausfreund seiner Frau. Am Ende des Films verlässt der neue Fabrikherr morgens – genau wie einst Mr. Blossom – das Haus. Das Parkett öffnet sich, und es entsteigt seinem unterirdischen Heim Mr. Blossom, der sich einen ruhigen Lebensabend als neuer Hausfreund seiner Ex-Frau leistet.[1]

KritikenBearbeiten

Der Evangelische Film-Beobachter fasst seine Kritik wie folgt zusammen: „Ehefrau eines Büstenhalterfabrikanten fühlt sich vernachlässigt und legt sich im Dachgeschoss des Hauses einen Hausfreund zu. Dieses ‚vollkommene Glück zu dritt‘ wird als Anlaß für komödiantische Spielszenen und Filmparodien genommen, die den harmlosen Film trotz einigen Leerlaufs recht unterhaltsam machen.“[1] Das Lexikon des internationalen Films bezeichnet das Werk als ein „turbulentes Lustspiel mit viel Situationskomik, einigen Anzüglichkeiten und zahlreichen Verweisen auf bekannte Kinoklischees“.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Evangelischer Filmbeobachter, Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 44/1969, S. 48.
  2. Hausfreunde sind auch Menschen. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet