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Frederick „Freddie“ Charles Jones (* 12. September 1927 in Stoke-on-Trent, Vereinigtes Königreich) ist ein britischer Schauspieler, abonniert auf verschlagene und verluderte, bullige und schurkisch-schlitzohrige, charakterlose Typen.

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LebenBearbeiten

Jones begann seine Berufslaufbahn als Laborassistent in der Töpferindustrie seiner nordwestenglischen Heimatstadt Stoke-on-Trent. Er hatte bereits die 30 Jahre überschritten, als er sich zu einem Berufswechsel entschloss, sich mit einem Stipendium an Londons Rose Buford College zum Schauspieler ausbilden ließ und Theater spielte. Ab 1963 sah man ihn regelmäßig in Fernsehproduktionen, und drei Jahre darauf erhielt er in der ambitionierten Kinofassung des berühmten Bühnenstücks Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade von Peter Weiss seine erste Filmrolle.

Schräge und skurrile, verkniffene und stets ein wenig verwahrlost wirkende Typen, mehrfach mit schurkischem oder verschlagenem Einschlag, wurden sein bevorzugtes Rollenfach. In einigen wichtigen Filmen erhielt er bedeutende Rollen, die aufgrund ihrer Exzentrik besonders gut in Erinnerung blieben: In dem Passagierschiff-Thriller 18 Stunden bis zur Ewigkeit verkörperte er den Gegenspieler von Richard Harris, der auf einem Ozeanriesen eine Reihe von Bomben platziert hat und die Reederei um Millionen erpresst. Fünf Jahre darauf erhielt Jones den Part des schmierigen und geldgierigen Ausbeuters einer vom Schicksal und einer fürchterlichen Krankheit geschlagenen, deformierten Kreatur in David Lynchs Der Elefantenmensch. 1982 verpflichtete Federico Fellini den untersetzten Künstler für den Orlando in seinem Film Fellinis Schiff der Träume. Nahezu zeitgleich sah man Jones in starker Maskierung mit Zottelbart als Ynyr in dem Fantasyfilm Krull. 1990 spielte er in dem KZ-Drama Der letzte Schmetterling den Lager-Kapellmeister Rheinberg.

Neben seiner Kinotätigkeit vernachlässigte Jones die Bühne nicht und wirkte darüber hinaus in einer Reihe von Fernsehproduktionen wie Adam Bede, Hotel Room und Cold Comfort Farm mit.

Sein ältester Sohn ist der Schauspieler Toby Jones, mit dem Vater Freddie zuletzt 2015 in dem Kinofilm Be Our Selves gemeinsam vor der Kamera gestanden hatte.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Ephraim Katz: The Film Encyclopedia, Fourth Edition. Revised by Fred Klein und Ronald Dean Nolen. New York 2001, S. 709

WeblinksBearbeiten