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Hausen an der Möhlin

Stadtteil von Bad Krozingen, Baden-Württemberg, Deutschland

Hausen an der Möhlin (alemannisch Hüüse) ist ein Ortsteil der Stadt Bad Krozingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg. Hausen an der Möhlin hat etwa 1600 Einwohner.

Hausen an der Möhlin
Wappen von Hausen an der Möhlin
Koordinaten: 47° 57′ 26″ N, 7° 40′ 4″ O
Höhe: 203 m
Fläche: 4,43 km²
Einwohner: 1641 (Feb. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 370 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. September 1973
Postleitzahl: 79189
Vorwahl: 07633
Blick in die Ortschaft
Rathaus und St. Johanneskirche, eine der wenigen Kirchen der Umgebung mit Zwiebelturm

GeografieBearbeiten

Hausen an der Möhlin liegt im Breisgau, etwa 15 Kilometer südwestlich von Freiburg im Breisgau und etwa vier Kilometer östlich des Rheins, der hier die Grenze zu Frankreich bildet. Die Möhlin, ein 32 km langer Nebenfluss des Rheins, fließt am westlichen Ortsrand. Der Neumagen, ein 26 km langer Nebenfluss der Möhlin, mündet zwischen Biengen und Hausen an der Möhlin in die Möhlin. In ca. 2 km Entfernung liegt der Tuniberg.

GeschichteBearbeiten

Für den Zeitraum von 1092 bis ca. 1152 ist ein Ortsadel nachweisbar. 1147 wurde der Ort als Husen erwähnt, 1594 bereits als Hausen.[2] Für 1184 ist die Zugehörigkeit von Kirche und Fronhof zum Kloster St. Trudpert belegt.[2] Hausen gehörte seit Ende des 14. Jahrhunderts zum vorderösterreichen Oberamt Breisgau bis dieses im Jahr 1805 an das Großherzogtum Baden fiel. Von 1631 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts lag die Grundherrschaft zusammen mit der über Oberrimsingen bei den Herren von Falkenstein. Mit der Gründung des Großherzogtums kam Hausen zuerst zum Amtsbezirk Staufen, dann 1964 zum Landkreis Freiburg und schließlich zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die 1787 bis 1789 auf den Fundamenten eines 1360 erstmals erwähnten Vorgängerbaues errichtete St. Johanneskirche im Barockstil wurde 1791 konsekriert. Zu dieser Zeit floss die Möhlin direkt an der Kirche vorbei, woraus das Patronat von Johannes dem Täufer entstand.[4] Die Kirche steht in der Falkensteiner Straße im Ortszentrum und ist im Breisgau eine der wenigen Kirchen mit einem Zwiebelturm. Die Kirche mit Hochaltar und zwei Seitenaltären wurde von 1995 bis 2008 renoviert. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1980.

Die Johanneskirche war lange Zeit eine Filiale der Pfarrkirche Feldkirch und gehört seit 1990 zum Seelsorgebezirk Bad Krozingen.

Das neben der Kirche errichtete Schul- und Rathausgebäude dient heute als Ortsverwaltung und Bürgersaal.

VerkehrsanbindungBearbeiten

Unmittelbar südlich des Ortskerns befindet sich die Anschlussstelle Bad Krozingen an der Bundesautobahn 5 (Karlsruhe-Basel). Sie bedient auch die zehn Kilometer nordwestlich gelegene Stadt Breisach am Rhein. Der nächste Bahnhof an der Rheintalbahn befindet sich im fünf Kilometer südöstlich gelegenen Bad Krozingen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stadtverwaltung Bad Krozingen: Zahlen und Fakten. Stadt Bad Krozingen, 17. März 2018, archiviert vom Original am 17. März 2018; abgerufen am 17. März 2018.
  2. a b Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden, 6. Band Kreis Freiburg. Tübingen und Leipzig 1904, S. 419 (Digitalisat)
  3. badische-seiten.de: Hausen an der Möhlin, Zugriff am 7. September 2011
  4. seelsorgeeinheit-bad-krozingen.de: St. Johannes Kirche (Memento des Originals vom 23. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.seelsorgeeinheit-bad-krozingen.de, Zugriff am 14. September 2011

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hausen an der Möhlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien