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Haus Busch (Hagen)

Gebäudeensemble in Hagen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Haupthaus

Haus Busch ist ein altes Herrenhaus der Adelsfamilie von Syberg zum Busch in Hagen-Helfe, das seit 1974 der Gesellschaft für publizistische Bildungsarbeit als Sitz und als so genanntes Journalisten-Zentrum des von der Gesellschaft getragenen Deutschen Instituts für publizistische Bildungsarbeit, kurz Haus Busch, dient.

GeschichteBearbeiten

GutshausBearbeiten

 
Journalistenzentrum
 
Alte Wirtschaftsgebäude

Das ehemalige Rittergut war seit 1369 im Besitz der Familie von Syberg. Das heute noch erhaltene Herrenhaus mit eindrucksvollem Kellergewölbe wurde um 1700 auf dem Gelände errichtet, das bis heute von einem Parkgarten mit altem Baumbestand geprägt ist. Es ist das Geburts- und Elternhaus von Georg von Vincke. Ab 1920 war Franz Pfeffer von Salomon Gutspächter. Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb die Stadt Hagen das Haus mit umliegenden Flächen.

Deutsches Institut für publizistische BildungsarbeitBearbeiten

Die Gesellschaft für publizistische Bildungsarbeit wurde 1960 in Düsseldorf, vorrangig von Emil Dovifat und Karl Bringmann gegründet, die in den 1950er Jahren dort den ersten Zeitungsfachlichen Fortbildungskurs als Vorläufer der heute üblichen Volontärseminare eröffnet hatten. 1974 zog das zwischenzeitlich gegründete Deutsche Institut für publizistische Bildungsarbeit ins Hagener Haus Busch um. In dem Institut werden Journalisten in Kurzzeitkursen aus- und weitergebildet.

Im Altbau befinden sich seitdem die Institutsverwaltung mit Büros, kleinere Seminarräume und eine Präsenzbibliothek. Das Kellergewölbe wird als Kneipe Buschkeller genutzt. In modernisierten und erweiterten Nebengebäuden befinden sich Hörsäle und die Kantine sowie der zum Journalisten-Zentrum gehörende Hotelbetrieb.

Haus Busch ist außerdem Sitz der vom ehemaligen Handelsblatt-Herausgeber Friedrich Vogel gegründeten Vogel-Stiftung sowie der deutschsprachigen Sektion der Society for News Design (SND).

Im Juni 2005 wurde bekannt, dass Haus Busch nach Kürzung der Zuschüsse vom Land NRW und nach angekündigtem Austritt der Verlegerverbände (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger BDZV und Zeitungsverlegerverband NRW) aus der Trägergesellschaft unmittelbar vor der Insolvenz steht, die im Juli auch angemeldet wurde. Vor allem der drastische Rückgang der Teilnehmerzahlen für die angebotene einjährige Ausbildung zum Pressestellenjournalisten oder Multimedia-NewsDesigner, die pro Person rund 9.000 Euro kostet, wurde als ursächlich für die Finanzschwierigkeiten benannt. Grund für den Rückgang war die wegen Hartz IV wegfallende staatliche Förderung, insbesondere der Übernahme der Wohnkosten in Haus Busch.

Heute ist ein gemeinnütziger Verein der Träger.[1] Zwar haben sich die früheren Partner zumeist aus der Trägerschaft zurückgezogen. Jedoch unterstützt der DJV Haus Busch mit einer regelmäßigen institutionellen Zuwendung.[2]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Haus Busch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eigendarstellung (Memento des Originals vom 2. Januar 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hausbusch.de
  2. Eigendarstellung

Koordinaten: 51° 23′ 46,6″ N, 7° 29′ 35″ O