Hauptmenü öffnen
Harry Lewis Boxer
Harry Lewis 1911.jpg
Daten
Geburtsname Henry Besterman
Gewichtsklasse Weltergewicht
Nationalität Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US-amerikanisch
Geburtstag 16. September 1886
Geburtsort New York City
Todestag 22. Februar 1956
Todesort Philadelphia
Größe 1,70 m
Reichweite 1,70 m
Kampfstatistik
Kämpfe 173
Siege 108
K.-o.-Siege 48
Niederlagen 39
Unentschieden 25
Keine Wertung 1
Profil in der BoxRec-Datenbank

Harry Lewis (* 16. September 1886 in New York City, New York, Vereinigte Staaten als Harry Besterman; † 22. Februar 1956 in Philadelphia, Pennsylvania, USA) war ein US-amerikanischer Boxer im Weltergewicht und Weltmeister von 1908 bis 1911. 2002 wurde er in die International Jewish Sports Hall of Fame[1] und 2008 in die International Boxing Hall of Fame[2] aufgenommen. Der Box-Journalist Nat Fleischer (1887–1972) bezeichnete ihn einmal als den sechstgrößten Weltergewichtler aller Zeiten.[3]

Leben und KarriereBearbeiten

Bestermans Familie zog von New York nach Philadelphia, als er noch ein Kleinkind war. Er begann seine Karriere als Profi-Boxer im August 1903 im Alter von 17 Jahren unter dem Pseudonym Harry Lewis, da er befürchtete, seine Eltern würden sich seiner Berufswahl widersetzen. Im Gegensatz zu vielen anderen jüdischen Eltern jener Zeit förderte ihn sein Vater Jake jedoch später, nachdem er von der Berufswahl seines Sohnes erfahren hatte. Lewis kämpfte zunächst für knapp zwei Jahre im Federgewicht, bevor er im Mai 1905 ins Weltergewicht wechselte.[3]

Er entwickelte sich zu einem populären Boxer beiderseits des Atlantiks und bestritt eine Reihe von Kämpfen in Frankreich und England. Zum umstrittenen Weltmeister wurde Lewis 1908, nachdem er sowohl den amtierenden neuen Weltmeister Mike Twin Sullivan als auch den alten Weltmeister Honey Mellody in zwei Nicht-Titel-Kämpfen besiegt hatte. Sullivan hatte nach seiner Niederlage gegen Lewis den Titel gegen den damals noch amtierenden Weltmeister Mellody gewonnen, konnte den Titel danach jedoch aufgrund von Gewichtsproblem nicht mehr verteidigen, wodurch Lewis von vielen als legitimer Weltmeister angesehen wurde. Lewis verteidigte seinen Titelanspruch mehrfach erfolgreich bis er ihn 1911 aufgrund von Gewichtsproblemen an Leo Huck abtreten musste. Im Zeitraum von 1910 bis 1913 absolvierte er viele Kämpfe in Frankreich und England, oft auch in höheren Gewichtsklassen.[3][1]

Seinen letzten Kampf bestritt Lewis im Oktober 1913 in Philadelphia, wo er die zweite K. o.-Niederlage seiner Karriere erlitt. Nach dem Kampf musste er im Krankenhaus aufgrund eines Blutgerinnsels im Gehirn behandelt werden und hatte für den Rest seines Lebens mit Lähmungserscheinungen zu kämpfen. Lewis arbeitete später als Boxmanager, zu den bekanntesten Boxern, die er betreute, gehörte Bernie Manhoff.[3]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Harry Lewis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Harry Lewis auf den Webseiten der International Jewish Sports Hall of Fame (abgerufen 5. November 2015)
  2. http://articles.philly.com/2007-12-12/sports/24997007_1_eddie-perkins-holman-williams-frank-klaus (abgerufen 5. November 2015)
  3. a b c d Ken Blady: The Jewish Boxers Hall of Fame. SP Books, 1988, ISBN 978-0-933503-87-8, S.77-80
VorgängerAmtNachfolger
Mike Twin SullivanBoxweltmeister im Weltergewicht
20. April 1908 – Januar 1911
Leo Huck