Hans Deinzer

deutscher Klarinettist und Musikpädagoge

Hans Deinzer (* 14. Januar 1934 in Nürnberg) ist ein deutscher Klarinettist und Musikpädagoge.

LebenBearbeiten

Deinzer studierte an der Hochschule für Musik Nürnberg und war später Schüler von Rudolf Gall in München. Nach Tätigkeit beim Nürnberger Tanzorchester, bei den Nürnberger Symphonikern und im Symphonieorchester des NDR Hamburg unterrichtete er 30 Jahre lang bis 1996 Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.[1] Er gilt als Experte der historischen Aufführungspraxis. Unter anderem spielte er zwei Aufnahmen von Mozarts Klarinettenkonzert auf Nachbauten historischer Instrumente ein. Daneben machte er sich auch einen Namen als Interpret zeitgenössischer Kompositionen. Er spielte die Uraufführung von Henri Pousseurs Madrigal I sowie der ihm gewidmeten Domaines von Pierre Boulez. Werner Heider widmete ihm mehrere Werke, auch Peter Ruzicka und Isang Yun schrieben Kompositionen für ihn.[1] Deinzer erhielt zweimal den Grand Prix du Disque.

Zu Deinzers Schülern zählten Martin Fröst, Hans Kumpf, Wolfgang Meyer, Sabine Meyer,[2] Michael Riessler, Martin Spangenberg, Suzanne Stephens, Reiner Wehle sowie Andreas Salm.

Deinzer ist verheiratet mit der Klarinettistin Nina Janßen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Heike Fricke: Deinzer, Hans. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 5 (Covell – Dzurov). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2001, ISBN 3-7618-1115-2 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)
  2. Sabine Meyer über Hans Deinzer – in: Elisabeth Schwarz: „Daneben verblasst erstmal alles“: Sabine Meyer über Mozarts Bassettklarinettenkonzert. In: Bachtrack. 28. Mai 2018, abgerufen am 3. Oktober 2019.