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Hörle ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Volkmarsen im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Hörle
Gemeinde Volkmarsen
Koordinaten: 51° 26′ 37″ N, 9° 4′ 8″ O
Höhe: 229 (223–255) m ü. NHN
Fläche: 4,73 km²[1]
Einwohner: 128 (31. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 34471
Vorwahl: 05693

Inhaltsverzeichnis

Geographie (und Sage)Bearbeiten

Das Haufendorf liegt an einem Dreiländereck, wo sich Westfalen, Hessen und Waldeck treffen. Im Ort liegt die Quelle der Hüpper. Dieser kleine Bach mündet im Talgrund des Ortes bereits in den aus Richtung Dehausen kommenden Bach Welda, wo er vereint mit diesem im (gleichnamigen) westfälischen Ort Welda in die Twiste fließt. Die hessische/westfälische Landesgrenze verläuft zwischen Hörle und Welda. Im hessischen wird der Bach offiziell Welda genannt, ab Landesgrenze Westfalen wird er "Hörler Bach" genannt.

Der Sage nach hat im Bach Hüpper ein Frosch, "Höpper" genannt, durch lautes Quaken ein in das Wasser gestürztes Kind vor dem Ertrinken gerettet. Aus Dankbarkeit und um ihn zu ehren wurde ihm an der Quelle ein Denkmal gesetzt. Der Frosch ist das Wahrzeichen des Ortes. Er ziert die Vereinsfahne des Gemischten Chores und die Uniformen der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Nachbarorte von Hörle sind Herbsen im Süden, Ammenhausen bzw. Schmillinghausen im Westen, Dehausen im Norden und Welda im Osten.

GeschichteBearbeiten

Siedlungsgeschichtler vermuten, dass Hörle bereits 400 nach Christus entstanden sein könnte und damit älter ist als Volkmarsen. 1128 wird Hörle erstmals urkundlich erwähnt.

1703 sollte in der Schlacht bei Hörle der Durchmarsch der Dänen verhindert werden.

Der Vater des berühmten Frankfurter Schriftstellers und Heimatdichters, Friedrich Stoltze (1816–1891), Friedrich Christian Stoltze wurde am 27. März 1783 in Hörle geboren.

Am 1. August 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständige Gemeinde Hörle kraft Landesgesetz in die Gemeinde Volkmarsen eingegliedert.[3][4]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hörle, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 18. Dezember 2012). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 19. Februar 2016.
  2. Einwohnerzahlen im Internetauftritt der Stadt Volkmarsen, abgerufen im Februar 2016.
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen (GVBl. II 330-17) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 225, § 6 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 409.