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Guaven

Gattung der Familie Myrtengewächse (Myrtaceae)
Guaven
Echte Guave (Psidium guajava), Frucht links ganz und rechts aufgeschnitten

Echte Guave (Psidium guajava),
Frucht links ganz und rechts aufgeschnitten

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Gattung: Guaven
Wissenschaftlicher Name
Psidium
L.

Die Guaven (Psidium), auch Guayaven genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Diese Gattung hat eine rein neotropische Verbreitung.

Inhaltsverzeichnis

BeschreibungBearbeiten

 
Illustration der Echten Guave (Psidium guajava)
 
Illustration der Erdbeer-Guave (Psidium cattleyanum) aus John Lindley: Collectanea botanica, 1821

Erscheinungsbild, Rinde und LaubblätterBearbeiten

Psidium-Arten sind verholzende Pflanzen und wachsen als immergrüne, Sträucher oder kleine Bäume. Die Borke ist grau und glatt. Die Rinde der Zweige ist behaart. Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten besitzen eine Fiedernervatur.

BlütenBearbeiten

Die Blüten stehen einzeln oder paarweise in den Blattachseln über zwei Tragblättern. Die relativ großen, zwittrigen Blüten sind vier- bis fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Der glocken- bis krugförmige Blütenbecher (Hypanthium) ist mit dem Fruchtknoten verwachsen. Die vier oder fünf Kelchblätter sind ungleich. Die vier oder fünf Kronblätter sind weiß. In vielen Kreisen stehen insgesamt viele Staubblätter mit ellipsoiden Staubbeuteln. Der unterständige Fruchtknoten ist vier-, fünf- oder mehrkammerig. In jeder Fruchtknotenkammer befinden sich zahlreiche Samenanlagen. Der lineale Griffel endet in einer ausgedehnten Narbe.

Früchte und SamenBearbeiten

Die kugeligen bis birnenförmigen, fleischigen Beeren enthalten viele Samen. Auf der Beere sind die haltbaren Kelchblätter erkennbar. Die gut entwickelte Plazenta ist fleischig. Die Samen besitzen eine harte Samenschale und einen gekrümmten Embryo mit langem Hypocotyl sowie zwei kurzen Keimblättern (Kotyledonen).

Systematik und VerbreitungBearbeiten

Carl von Linné stellte 1753 die Gattung Psidium mit der Typusart Psidium guajava L. in Species Plantarum, 1, S. 470[1] auf.[2] Synonyme für Psidium L. sind: Calyptropsidium O.Berg, Corynemyrtus (Kiaersk.) Mattos, Cuiavus Trew, Episyzygium Suess. & A.Ludw., Guajava Mill., Guayaba Noronha nom. nud., Mitropsidium Burret.[3][4]

Die Gattung Psidium gehört zur Tribus Myrteae in der Unterfamilie Myrtoideae innerhalb der Familie Myrtaceae.[4]

Die Arten der neotropischen Gattung Psidium gedeihen in tropischen bis subtropischen Gebieten.[3] Ein Zentrum der Artenvielfalt sind karibische Inseln; alleine auf Kuba sind etwa 22 Arten endemisch.

 
Laubblätter und Frucht von Psidium firmum
 
Junge Frucht von Psidium grandifolium
 
Laubblätter und Blüten der Echten Guave (Psidium guajava)
 
Laubblätter und Früchte der Echten Guave (Psidium guajava)
 
Borke der Echten Guave (Psidium guajava)
 
Laubblätter und Frucht von Psidium guineense
 
Laubblätter und Früchte von Psidium longipetiolatum
 
Früchte von Psidium myrtoides
 
Frucht von Psidium salutare var. pohlianum

Zur Gattung Psidium gehören 97[3] bis 150 Arten:

NutzungBearbeiten

Einige Arten liefern Obst.

Weitere BilderBearbeiten

Erdbeer-Guave (Psidium cattleyanum Afzel. ex Sabine, Syn.: Psidium littorale Raddi):

BeachteBearbeiten

Trotz Ähnlichkeit gehört die Brasilianische Guave (Acca sellowiana) nicht zu dieser Gattung.

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  2. Psidium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb cc cd ce cf cg ch ci cj ck cl cm cn co cp cq cr cs ct cu cv cw cx cy Rafaël Govaerts (Hrsg.): Psidium - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 4. Juni 2017.
  4. a b Psidium im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

WeblinksBearbeiten