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Das Goethe-Wörterbuch erschließt mit Johann Wolfgang von Goethes Wortschatz den umfangreichsten und bedeutendsten deutschen Individualwortschatz. Herausgeber des Bedeutungswörterbuchs sind die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, gefördert durch das Akademienprogramm von Bund und Ländern.[1]

Begonnen hatte das Unternehmen die Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin im Dezember 1946 auf Grund einer Denkschrift ihres Mitglieds Wolfgang Schadewaldt. Das Vorhaben ging zum Teil auf Materialien Otto Pniowers zurück. Es wird in Kooperation mit der Göttinger und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften in drei Arbeitsstellen in Berlin/Leipzig, Hamburg bzw. Tübingen erarbeitet.

Zugrunde liegt ein Archiv von rund 3,5 Millionen Textbelegen (von A bis zypresseragend), dessen Benutzung auch externen wissenschaftlich Interessierten offensteht. Goethes überlieferter (deutscher) Wortschatz umfasst mehr als 90.000 einzelne Wörter. Dieser Fülle entspricht eine Vielfalt sprachlicher Ausdrucksmittel und Erscheinungsformen: von persönlich gefärbtem Alltagsausdruck bis zum strengen Duktus wissenschaftlicher Prosa, vom konventionell geprägten Amtsstil bis zur vielschichtigen Poesiesprache: Ein Miteinander verschiedener Sprachvarietäten, Funktional- und Gattungsstile bzw. Textsorten.

Von dem im Kohlhammer-Verlag in Stuttgart erscheinenden Wörterbuch liegen sechs abgeschlossene Bände und die Lieferung VII/1 vor. Die lexikographische Bearbeitung befindet sich aktuell im Buchstabenbereich T/U/V. Die Digitalisierung von fünf Bänden und ihre Publikation im Internet wurde in einem von der DFG finanzierten Projekt am Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier durchgeführt.

Bibliographische AngabenBearbeiten

  • Goethe-Wörterbuch. Band 1: A – azurn. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004980-1.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 2: B – einweisen. Kohlhammer, Stuttgart 1989, ISBN 3-17-010270-2.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 3: Einwenden – Gesäusel. Kohlhammer, Stuttgart 1998, ISBN 3-17-015293-9.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 4: Geschäft – inhaftieren. Kohlhammer, Stuttgart 2004, ISBN 3-17-018488-1.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 5: Inhalt – Medizinalaufwand. Kohlhammer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-17-019184-6.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 1. Lieferung: Medizinalausgabe – mikrokosmisch. Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-17-22379-0.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 2. Lieferung: Mikrokosmos – Mittwoch. Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-17-022968-6.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 3. Lieferung: Mittwochfest – Museensammlung. Kohlhammer, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-17-025389-6.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 4. Lieferung: Museenschreiber – Nachmitternacht. Kohlhammer, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-026355-0.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 5. Lieferung: Nachnahme – natürlich. Kohlhammer, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-028513-2.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 6. Lieferung: natürlicherweise – niederländisch. Kohlhammer, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-029067-9.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 7. Lieferung: niederlassen – Oberleitung. Kohlhammer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-17-030475-8.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 8. Lieferung: Oberleutnant – organisch. Kohlhammer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-17-031041-4.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 9. Lieferung: organisieren – passen. Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-17-033023-8.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 10. Lieferung: Passeport – Phaidra. Kohlhammer, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-17-032706-1.
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 11. Lieferung: φαιόϛ – Porträt. Kohlhammer, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-17-033902-6
  • Goethe-Wörterbuch. Band 6, 12. Lieferung: Porträtähnlichkeit – Promenade. Kohlhammer, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-17-022378-3
  • Goethe-Wörterbuch. Band 7, 1. Lieferung: Promenadentag – radikal. Kohlhammer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-17-037073-9

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten