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Gisa Bauer (* 1970 in Zwickau) ist eine deutsche Theologin und Kirchenhistorikerin.

LebenBearbeiten

Bauer wuchs in Sachsen auf und absolvierte von 1986 bis 1988 zunächst eine Ausbildung zur Diätköchin, da sie auf Grund der Nichtteilnahme an FDJ und Jugendweihe keine Zulassung für den Besuch der Erweiterten Oberschule erhielt. Nach der Berufsausbildung arbeitete sie als Köchin und Diätköchin. 1989 absolvierte Bauer die Vorausbildung für das Theologiestudium am Theologischen Seminar Leipzig und studierte von 1990 bis 1998 Theologie in Leipzig. Von 1999 bis 2011 war sie wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Kirchengeschichte am Institut für Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig. 2005 wurde sie mit einer Arbeit über Agnes von Zahn-Harnack promoviert, 2011 mit einer Untersuchung über die Evangelikalen nach 1945 in Westdeutschland habilitiert.

Von 2011 bis 2012 war Bauer Studienleiterin beim Kirchlichen Fernunterricht der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, von 2012 bis 2016 wissenschaftliche Referentin für Ostkirchen am Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes. 2010 nahm sie einen feministischen Lehrauftrag an der Universität Hamburg wahr, 2012 lehrte sie als Dozentin für Kirchengeschichte beim Evangelisch-theologischen Studiengang an der Lucian-Blaga-Universität im rumänischen Sibiu, 2014 und 2015 vertrat sie die Professur für Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2012 ist Bauer Privatdozentin an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.[1] Forschungsgebiete von Bauer sind Kirchengeschichte der Neuzeit und kirchliche Zeitgeschichte, Frauengeschichte, Fundamentalismus und Ostkirchen.[2]

WerkeBearbeiten

  • Kulturprotestantismus und frühe bürgerliche Frauenbewegung in Deutschland: Agnes von Zahn-Harnack (1884–1950) (= Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte, Band 17), Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006, ISBN 978-3-374-02385-1 (Dissertation Universität Leipzig, Theologische Fakultät, 2005, 417 Seiten).
  • Evangelikale Bewegung und evangelische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland. Geschichte eines Grundsatzkonflikts (1945 bis 1989) (= Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte, Reihe B: Darstellungen, Band 53), Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-55770-9 (Habilitationsschrift an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig 2011, 796 Seiten).
  • Versöhnung durch Begegnung. Hildegard Schaeder als Osteuropahistorikerin, bekennende Christin und Ökumenikerin, in: Karl Pinggéra, Jennifer Wasmuth, Christian Weise (Hg.): Hildegard Schaeder (1902-1984). Impulse für die evangelisch-orthodoxe Begegnung. Ausgewählte Schriften. Mit einer biografischen Hinführung von Gisa Bauer. LIT, Berlin, Münster, Wien, Zürich, London 2016, 5–73.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. PD Dr. theol. Gisa Bauer (KG), Kirchlicher Fernunterricht der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, abgerufen am 20. Dezember 2016
  2. PD Dr. theol. Gisa Bauer, Kirchlicher Fernunterricht der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, abgerufen am 17. Januar 2014