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George Atwood

englischer Physiker und Erfinder

George Atwood (* getauft am 15. Oktober 1745 in London; † 11. Juli 1807 in Westminster, London) war ein englischer Physiker und Erfinder.

Inhaltsverzeichnis

Leben und WirkenBearbeiten

Atwood war der älteste Sohn von Reverend Thomas Atwood und dessen Frau Isabella. Er besuchte das Trinity College der Universität Cambridge, wo er promoviert wurde und als Fellow Lehraufgaben übernahm. 1776 wurde er Mitglied der Royal Society. 1784 veröffentlichte er das Lehrbuch A Treatise on the Rectilinear Motion, in der er die nach ihm benannte Atwoodsche Fallmaschine beschreibt, eine Vorrichtung zum Nachweis der Gesetze des freien Falls der Körper, und ein Buch über die Grundsätze der Physik unter dem Titel An analysis of a course of lectures on the principles of natural philosophy.

In seiner Freizeit beschäftigte er sich mit dem Schachspiel. Er war ein Schüler Philidors, mit dem er zahlreiche Partien spielte, von denen 14 erhalten sind. Atwoods Aufzeichnungen dienten als Grundlage des 1835 von George Walker veröffentlichten Buches A selection of games at chess, actually played by Philidor and his Contemporaries.[1]

Atwood war zudem Privatsekretär von William Pitt, dem damaligen Premierminister. Er hatte einen Bruder James Atwood (1758–1810), der ebenfalls das Trinity College besuchte und als Kaplan der East India Company für St Thomas' Mount und Poonamallee nach Indien ging.[2] und einen Bruder Reverend Thomas Alexander Atwood (1764–1805)[3]

Auszeichnungen und EhrungenBearbeiten

Der Mondkrater Atwood ist nach ihm benannt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. The Man who saved Philidor. Chess.com, 31. Mai 2015.
  2. Atwood, James [Estcourt]. In: John Archibald Venn (Hrsg.): Alumni Cantabrigienses. A Biographical List of All Known Students, Graduates and Holders of Office at the University of Cambridge, from the Earliest Times to 1900. Teil 2: From 1752 to 1900, Band 1: Abbey–Challis. Cambridge University Press, Cambridge 1940, S. 98 (venn.lib.cam.ac.uk Textarchiv – Internet Archive).
  3. Atwood family. Westminster Abbey, abgerufen am 28. April 2019 (englisch).