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Güterumgehungsbahn Münster
Strecke der Güterumgehungsbahn Münster
Streckennummer (DB):2010 (Sudmühle–Mecklenbeck)
2011 (Kanal–Lechtenberg)
Kursbuchstrecke (DB):% (nur GV)
Streckenlänge:13 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:80 km/h
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Betriebsstellen und Strecken[1]
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Strecke von Osnabrück
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12,3 Sudmühle (Bbf)
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Strecke nach Münster Hbf
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Strecke Münster–Rheda
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9,2 Münster Pleister (Üst)
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Strecke Münster–Neubeckum (WLE)
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(5,4) ehem. Ortsumfahrung[2]
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4,9 Münster (Westf) Kanal
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Dortmund-Ems-Kanal
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Verbindungsstrecke zur Abzw Lechtenberg
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Strecke Münster–Hamm
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3,2 Münster (Westf) Unterwerk (Anst)
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Strecke Münster–Preußen
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Strecke von Münster Hbf
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0,0 Mecklenbeck (Bbf)
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Strecke nach Wanne-Eickel

Die Güterumgehungsbahn Münster ist eine elektrifizierte und überwiegend eingleisige Umgehungsbahn in Münster in Westfalen, die regulär nur dem Güterverkehr dient, um diesen weiträumig um den Hauptbahnhof von Münster herumzuführen, Güterzüge von und nach Rheine müssen allerdings den Bahnhof von Münster passieren.

GeschichteBearbeiten

Sie wurde am 5. Oktober 1930 eröffnet und ist damit die jüngste größere Eisenbahn-Baumaßnahme im Münsterland.

Grund für den Bau der Umgehungsbahn war der nach dem Ersten Weltkrieg stark ansteigende Güterverkehr in Zusammenhang mit der Tatsache, dass der Hauptbahnhof von Münster keine reinen Durchfahrgleise für Güterzüge besaß und solche aus Platzmangel auch nicht gebaut werden konnten.

Ursprünglich sah die Planung auch den Bau eines zweiseitigen Rangierbahnhofs (etwa im Bereich zwischen Dortmund-Ems-Kanal und Kaldenhofer Weg) vor, welcher über die Umgehungsbahn an alle wichtigen auf Münster zuführenden Strecken angeschlossen werden sollte. Aus Kostengründen wurde dann jedoch nur die Umgehungsbahn verwirklicht.

Von den ursprünglichen Plänen zeugen noch heute einige bauliche Gegebenheiten. Beispiele hierfür sind der für zwei Gleise ausgelegte Bahndamm, die sehr breite Dammaufschüttung im Bereich des geplanten Rangierbahnhofs sowie nie benutzte Brückenwiderlager.

Am 25. Mai 1968 wurde die Elektrifizierung der Strecke abgeschlossen.

Die Umgehungsbahn ist wegen der im Rahmen des Projektes Netz 21 geplanten Verlegung des Güterverkehrs der Relation Nordseehäfen–Ruhrgebiet auf andere Strecken über Minden zur allerdings wegen dort noch fehlender Ausbauten noch nicht unverzüglichen Stilllegung vorgesehen.

VerlaufBearbeiten

Die Umgehungsbahn beginnt im Betriebsbahnhof (Bbf) Mecklenbeck an der Strecke Wanne-Eickel – Münster. Sie führt östlich um die Innenstadt herum und mündet im Bbf Sudmühle in die Strecke Münster – Osnabrück. Darüber hinaus gibt es durch den Abzweig Lechtenberg auch die Möglichkeit, von der Strecke Hamm – Münster aus die Umgehungsbahn in Richtung Sudmühle (bzw. umgekehrt) zu befahren.

Größtenteils ist die als Hauptbahn eingestufte Umgehungsbahn eingleisig ausgeführt. Nur die Anschlusskurve an die Hammer Strecke sowie der Abschnitt Überleitstelle (Üst) Pleister – Bbf Sudmühle sind zweigleisig. Der Bbf Kanal verfügt über drei Bahnhofsgleise.

Die Strecke ist vollständig kreuzungsfrei überwiegend in Dammlage gebaut. Lediglich im Abschnitt Bbf Mecklenbeck – Bbf Kanal liegt sie teilweise in einem Einschnitt.

Im Verlauf der Strecke befinden sich viele Brücken, von denen diejenige über den Dortmund-Ems-Kanal die größte ist.

LiteraturBearbeiten

  • Anja Gussek-Revermann, Heinz Kilian: Münster und die Eisenbahn. Von den Anfängen bis zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Ardey-Verlag, Münster 2003, ISBN 3-87023-183-1 (Kleine Schriften aus dem Stadtarchiv Münster 6).
  • Heinz Kilian, Christian Hübschen: Entlastung für die Rollbahn. In: Eisenbahn-Geschichte. Nr. 13 (Dez. 2005/Jan. 2006), S. 10–22.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  2. Anja Gussek-Revermann, Heinz Kilian: Münster und die Eisenbahn. Ardey-Verlag 2003, S. 121