Friedrich Steinhauer

deutscher Schauspieler und Sänger

Friedrich Steinhauer (* 6. Juni 1933[1] in Luxemburg; † 12. Februar 2019[2] in Berlin), auch bekannt als „Nachtigall von Ramersdorf“, war ein deutscher Schauspieler und Sänger.

LebenBearbeiten

Nachdem er bereits mit sieben Jahren als Sänger in Lokalen aufgetreten war, gewann Friedrich Steinhauer im Alter von zehn Jahren einen Kindergesangswettbewerb mit dem Lied Mariandl. Nach seinem Schulabschluss nahm er in Berlin Schauspielunterricht und spielte danach unter anderem am Theater an der Brienner Straße und am Bayerischen Staatsschauspiel in München.[3]

Steinhauer begann seine musikalische Karriere zusammen mit dem Sänger Georg Ringsgwandl. Er fiel durch seine außergewöhnlich hohe Stimme auf, die ihm auch seinen Spitznamen Die Nachtigall von Ramersdorf einbrachte.[1] Bekannt wurde er dann vor allem durch Nebenrollen in Filmen der Regisseure Rosa von Praunheim und Alexander Kluge, sowie als Sänger in Kneipen, zuerst in München, dann in Berlin, wohin er auf Betreiben von Rosa von Praunheim gezogen war, der ihn in einigen Filmen besetzte. Als Sänger interpretierte er vor allem Lieder von Zarah Leander.[1]

Friedrich Steinhauer war fast 20 Jahre vor seinem Tod nahezu erblindet und ein Pflegefall geworden.[4][1]

Von Praunheim entwickelte mit Steinhauer 1986 das Hörspiel Die Nachtigall oder der grausame Sohn. Im Jahr 2020 verfilmte von Praunheim das Hörspiel unter demselben Titel mit dem Theaterschauspieler Hubert Wild in der Hauptrolle. Der Improvisationsfilm feierte 2021 seine Uraufführung bei den Hofer Filmtagen.[5]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 981.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Gregor Eisenhauer, Friedrich Steinhauer, in: Tagesspiegel, 12. Mai 2019, Seite S2.
  2. Detlef Kuhlbrodt: Nachmittage mit viel Kuchen. In: Die Tageszeitung: taz. 22. März 2019, ISSN 0931-9085, S. 24 (taz.de [abgerufen am 13. Mai 2019]).
  3. Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart, Wien 1986. Wenn Steinhauer allerdings nicht 1951, sondern bereits in den 1930er Jahren geboren wurde, sind diese Angaben fragwürdig.
  4. Die Nachtigall von Ramersdorf, abgerufen am 13. Februar 2015.
  5. Die Nachtigall oder der grausame Sohn. Hofer Filmtage, abgerufen am 4. März 2022.