Hauptmenü öffnen

LebenBearbeiten

Friedrich Christian Helfreich war der Sohn von Friedrich Helfreich, der zum Zeitpunkt seiner Geburt Assessor beim Kreis- und Stadtgericht in Schweinfurt war. Nach Versetzung seines Vaters mit Wirkung vom 4. Dezember 1843 als Rat an das Kreis- und Stadtgericht nach Aschaffenburg besuchte Helfreich später Schule und Gymnasium in Aschaffenburg, studierte in München, Würzburg, Göttingen, Wien und Berlin und wurde 1866 mit einer Arbeit über Diabetes mellitus promoviert. 1868 ließ er sich in Würzburg als Augenarzt nieder und wurde bereits 1869 mit seiner Schrift über die Nerven der Conjunctiva und Sclera habilitiert.

Am Deutschen Krieg von 1866 und dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 nahm Helfreich als Truppenarzt teil.

1872 gründete Friedrich Helfreich in Würzburg eine private Augenklinik.

1886 wurde er an der Universität Würzburg Honorarprofessor und 1896 außerordentlicher Professor mit den zusätzlichen Lehraufgaben der medizinischen Geschichte, der medizinischen Geographie und der Statistik.

Friedrich Helfreich war von 1883 bis 1896 Mitarbeiter am von Albrecht Nagel begründeten und von Julius Michel fortgesetzten Jahresbericht über die Leistungen und Fortschritte im Gebiete der Ophthalmologie.

Er war Mitglied der Physikalisch-medizinischen Gesellschaft zu Würzburg. Am 9. Juli 1906 wurde Friedrich Helfreich als Mitglied (Matrikel-Nr. 3224) in die Gelehrtenakademie Leopoldina aufgenommen. 1908 wurde zum königlich-bayerischen Hofrat ernannt.

Im Jahr 1919 wurde Helfreich emeritiert.

Seine Nachfolge an der Universität Würzburg übernahm 1922 der Medizinhistoriker Georg Sticker.

SchriftenBearbeiten

  • Experimentelle Untersuchung über die Pathogenese des Diabetes mellitus. Würzburg 1866
  • Über die Nerven der Conjunctiva und Sclera. Stuber, Würzburg 1869 Digitalisat
  • Über Arterienpuls der Netzhaut. Festschrift zur 3. Säkularfeier der Alma Julia-Maximiliana, Band II, Vogel, Leipzig 1882 Digitalisat
  • Ueber einen Fall von Melanosarcom des Augenlides. In: Sitzungsber. d. phys.-med. Ges. z. Würzburg, 1891, S. 100–102 Digitalisat
  • Ueber mittelalterliche deutsche Arzneibücher. In: Sitzungsber. d. phys.-med. Ges. z. Würzburg, 1899, S. 5–15 Digitalisat
  • Geschichte der Chirurgie. In: Handbuch der Geschichte der Medizin, begründet von Theodor Puschmann, hrsg. von Max Neuburger und Julius Pagel, Teil III, Gustav Fischer, Jena 1905, S. 1–306 und S. XI–XXXII (Literaturübersicht zur Geschichte der Chirurgie) Digitalisat

LiteraturBearbeiten

  • Max Buchner: Aus der Vergangenheit der Universität Würzburg. Springer-Verlag Berlin-Heidelberg 1932, ISBN 978-3-642-98763-2, S. 727
  • Elke Riedel: Der Würzburger Ophthalmologe und Medizinhistoriker Professor Dr. Friedrich Christian Helfreich (1842–1927) und sein Werk. (Medizinische Dissertation) Würzburg 1998 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen, 62)
  • Werner E. Gerabek: Helfreich, Friedrich. In: Enzyklopädie Medizingeschichte, Band I, A–G, Berlin 2007, S. 565

WeblinksBearbeiten