Freddy unter fremden Sternen

Film von Wolfgang Schleif (1959)

Freddy unter fremden Sternen ist ein deutscher Musikfilm von Wolfgang Schleif aus dem Jahr 1959. Es handelt sich um die Fortsetzung des Films Freddy, die Gitarre und das Meer.

Filmdaten
OriginaltitelFreddy unter fremden Sternen
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ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1959
Länge100 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieWolfgang Schleif
DrehbuchGustav Kampendonk
Aldo von Pinelli
ProduktionPeter Schaeffers
Aldo von Pinelli
MusikLotar Olias
KameraHeinz Pehlke
SchnittHermann Ludwig
Besetzung

HandlungBearbeiten

Freddy hat von seinem Onkel ein Grundstück samt Haus in Kanada geerbt. In Hamburg war er an Bord gen Kanada gegangen und Waisenjunge Stefan, den er dort kennengelernt hatte, hatte sich als blinder Passagier an Bord geschmuggelt. In Kanada wiederum darf Stefan nun nicht einreisen, weil er keine Papiere hat. Mit einem Trick umgeht er die Passkontrollen und fährt später mit Freddy per Boot zu ihrem Grundstück. Auf dem Weg dahin treffen sie auf die junge Manuela O’Brien, die sich als Tochter des Grundstücknachbarn Henry O’Brien entpuppt. Manuela ist amüsiert, dass Freddy und Stefan sich eine Ranch aufbauen wollen, zumal sich ihr Haus als verfallene Holzhütte ohne Dach entpuppt, die vor 30 Jahren einmal neu war. Manuela lebt auf einer großen Ranch mit zahlreichen Angestellten. Ihr Vater verschweigt ihr jedoch, dass er vor dem Ruin steht. Einst hatte er für den Bau einen Kredit über 100.000 Dollar aufgenommen, soll das Geld nun jedoch zurückzahlen. Weil er sich verspekuliert hat, kann er nicht zahlen. Es droht die Zwangsversteigerung. Umso gelegener kommt ihm, dass nach dem Tod von Nachbar Ullmann nun dessen Neffe das Grundstück bewirtschaften will. Henry weiß, dass unter dem Nachbargrundstück große Kupfervorkommen liegen. Er hofft, Freddy das Grundstück preiswert abkaufen zu können, um mit dem Ertrag des Kupferverkaufs seine Schulden zu begleichen. Freddy jedoch will das Grundstück für einige Jahre bewirtschaften und vielleicht verkaufen, wenn er keine Lust mehr auf das Leben in der kanadischen Wildnis hat. Henry beauftragt seinen Handlanger Ted, Freddy die Lust am Leben in Kanada zu nehmen.

Ted lässt zunächst einen Baum ansägen, der auf das Holzhaus fallen soll, stattdessen jedoch das aufgeschlagene Zelt von Freddy und Stefan trifft. Später versuchen Ted und seine Männer, einen Kampf zu provozieren, indem sie Freddy betrunken machen, doch scheitert der Plan, weil Freddy keinen Alkohol trinkt. Die anderen Männer sind zudem gehemmt, da sie zum Holzhaus gekommen sind, als Freddy gerade ein Lied gesungen hat. Sie singen schließlich viel lieber mit ihm. Dennoch schreckt Ted auch nicht davor zurück, Stefan zu entführen und auf einer Insel im Fluss auszusetzen. Freddy kann Stefan jedoch retten. Henry hat genug von den stümperhaften Versuchen Teds und nimmt die Sache nun selbst in die Hand. Er überredet seine Tochter, Freddy schöne Augen zu machen. Der denkt zwar immer noch an seine Susi, die er in Hamburg zurückgelassen hat, wird jedoch von den Frauen der Gegend umschwärmt. Nicht nur Manuela sucht seine Nähe. Auch Freddys anderer Nachbar Miller hat vier Töchter, von denen Maud und Ellen in Freddy verliebt sind. Freddy ist zwischen den Frauen hin- und hergerissen und besinnt sich erst, als er Post von Susi erhält. Er geht dennoch gerne mit Stefan auf Manuelas Geburtstagsfeier. Beim Schießen gewinnt er ein Messer, das ihm Ted heimlich stiehlt. Auf dem Fest belauscht Stefan, wie Henry Manuela noch einmal daran erinnert, dass er die Kupfervorkommen auf Freddys Grundstück unbedingt brauche und sie ihn daher umgarnen muss. Stefan geht, bevor er hören kann, wie Manuela sich weigert, das Spiel weiter mitzuspielen. Auf dem Heimweg erzählt Stefan Freddy, was er gehört hat, und der ist enttäuscht.

Henry steht unterdessen kurz vor dem Bankrott. Er hat die Fristen der Bank nicht eingehalten, sodass diese nun weitere Schritte einleiten wird. Ted liest heimlich ein entsprechendes Schreiben der Bank. Er hat es schon länger auf Manuela abgesehen und bietet Henry an, sie zur Frau zu nehmen. Er habe Geld gespart, sodass es Manuela bei ihm besser als bei Henry gehen wird. Henry jedoch lacht ihn aus und schickt ihn davon. Wenig später sieht Freddy Rauchwolken in der Ferne. Henrys Ranch brennt und Freddy kommt gerade rechtzeitig, um den in den Flammen gefangenen Henry zu retten. Am Brandursprung finden die Ermittler neben einem Benzinkanister auch Freddys Messer. Bevor er ernsthaft verdächtigt werden kann, wird Ted als Täter ermittelt. Später sucht Henry Freddy auf und berichtet ihm ehrlich, warum er Interesse an Freddys Grundstück hat. Freddy jedoch will nicht verkaufen, weil er in Ruhe auf seinem Grundstück leben und arbeiten will und keinerlei Pläne hat, plötzlich ein Industrieller zu werden. Henry akzeptiert Freddys Entscheidung, auch wenn sie seinen Ruin bedeutet. Kurz darauf erscheint ein Polizist, der nach Stefans Papieren fragt. Da Stefan keine hat, wird er ausgewiesen werden. Kurzerhand entscheidet sich Freddy, mit Stefan zurück nach Hamburg zu kommen. Er verkauft sein Land nun doch an Henry. In Kanada zurück bleiben wiederum zahlreiche traurige Frauen.

ProduktionBearbeiten

Freddy unter fremden Sternen wurde unter dem Arbeitstitel Freddy und das Lied der Sehnsucht gedreht. Die Kostüme schuf Eva Maria Schröder, die Filmbauten stammen von Gabriel Pellon und Peter Röhrig. Der Film erlebte am 17. Dezember 1959 in mehreren deutschen Städten seine Premiere und wurde der kassenstärkste deutsche Film des Jahres 1960. Im Jahr 2007 erschien der Film auf DVD.

Freddy Quinn singt im Film die Lieder Du mußt alles vergessen, Unter fremden Sternen und Guitar Playing Joe. Hannelore Elsner gab in Freddy unter fremden Sternen ihr Leinwanddebüt.

KritikBearbeiten

Der film-dienst befand, Freddy unter fremden Sternen sei „nicht minder seicht und kitschig“ als der erste Teil Freddy, die Gitarre und das Meer.[1] Cinema nannte den Film „ eine[n] Schmachtfetzen, wie ihn das Publikum liebte“.[2]

AuszeichnungenBearbeiten

Als „kassenstärkster Film deutsch“ wurde Freddy unter fremden Sternen 1961 mit dem Bambi ausgezeichnet.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freddy unter fremden Sternen. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  2. Vgl. cinema.de
  3. Vgl. bambi.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.bambi.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.