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Franziskanermissionen in der Sierra Gorda

Weltkulturerbe der UNESCO in Mexiko
Missionskirche von Landa de Matamoros mit seitlicher Capilla abierta
Detail der Kirchenfassade von Jalpan de Serra: Die Hände zweier erhobener und sich kreuzender Arme sind an ein Kreuz genagelt; einer ist mit dem Ärmel eines franziskanischen Habits bedeckt, der andere ist nackt und von Geschwüren übersät. Dasselbe Motiv findet sich im Fassadendekor vieler Missionskirchen der Franziskaner, nur in Tancoyol fehlt es.

Die Franziskanermissionen in der Sierra Gorda sind eine Gruppe von fünf ehemaligen Missionsklöstern der Franziskaner in der ca. 150 km (Luftlinie) nördlich von Mexiko-Stadt gelegenen Bergregion der Sierra Gorda. Sie wurden von der UNESCO im Jahr 2003 als Weltkulturerbestätten anerkannt.[1] Einige wurden vom hl. Junípero Serra gegründet.

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Die ca. 700 bis 1100 m hoch gelegenen Missionsklöster befinden sich allesamt im heutigen Bundesstaat Querétaro. Manchmal stehen sie zentral in einem Ort oder aber weitgehend isoliert in einem weiträumigen Tal.

GeschichteBearbeiten

Mit der Missionierung der abgelegenen und nur dünn besiedelten Gebirgsregion der Sierra Gorda war zunächst der Augustinerorden beauftragt worden, doch im Jahr 1601 unternahm der Franziskaner Lucas de los Ángeles eine Inspektionsreise durch die Provinz. Nur wenige Jahre später, 1609, übertrug der spanische Vizekönig Luis de Velasco y Castilla den Missionsauftrag an die Franziskaner. Um das Jahr 1750 kam der Ordensbruder Junípero Serra in die Sierra Gorda und gab neue Anstöße zum Bau von Missionsstationen und Kirchen; im Jahr 1768 wurde er nach Kalifornien abberufen.

Klöster und BauzeitBearbeiten

  • Misión de Santiago in Jalpan de Serra (1751–1758)
  • Misión de San Miguel Concá (1750–1754)
  • Misión de San Francisco de Asís im Valle de Tilaco (1754–1762)
  • Misión de Nuestra Señora de la Luz in Tancoyol (um 1765)
  • Misión de Santa María de la Purísima Concepción in Landa de Matamoros (1760–1768)

In einigen Quellen wird der Baubeginn der Kirchen von Landa de Matamoros und Tilaco mit 1774 angegeben.

ArchitekturBearbeiten

Die Architektur der Klöster und Kirchen weicht lediglich in Details voneinander ab; es überwiegen hingegen zahlreiche bauliche Gemeinsamkeiten:

SonstigesBearbeiten

Auch die im Jahr 1797 begonnene, aber niemals vollendete Kirche der Misión Bucareli auf dem Gemeindegebiet von Pinal de Amoles verdient Erwähnung, obwohl sie nicht zu den Welterbestätten gehört.

LiteraturBearbeiten

  • Margarita Velasco Mireles: El mundo de la Sierra Gorda. In: Arqueología Mexicana No.77, Editorial Raíces S.A. de C.V., 2006.
  • Josué Cornejo: La Sierra Gorda de Querétaro. In: Arqueología Mexicana No.77, Editorial Raíces S.A. de C.V., 2006.
  • Carmen Mondragón: Una historia de resistencia, Misiones franciscanas de la Sierra Gorda de Querétaro. Instituto Nacional de Antropología e Historia, 2010.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).