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Firenzuola ist eine italienische Gemeinde der Metropolitanstadt Florenz mit 4599 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Region Toskana.

Firenzuola
Wappen
Firenzuola (Italien)
Firenzuola
Staat Italien
Region Toskana
Metropolitanstadt Florenz (FI)
Koordinaten 44° 7′ N, 11° 23′ OKoordinaten: 44° 7′ 19″ N, 11° 22′ 48″ O
Höhe 422 m s.l.m.
Fläche 272,06 km²
Einwohner 4.599 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km²
Postleitzahl 50033
Vorwahl 055
ISTAT-Nummer 048018
Volksbezeichnung Firenzuolini
Schutzpatron San Giovanni Battista (24. Juni[2])
Website Firenzuola
Panorama von Firenzuola
Panorama von Firenzuola

GeografieBearbeiten

 
Lage von Firenzuola in der Metropolitanstadt Florenz

Die Gemeinde erstreckt sich über etwa 272 km². Sie liegt rund 40 km nördlich der Provinz- und Regionalhauptstadt Florenz am Futapass und am Passo del Giogo in der Landschaft des Mugello und an den Flüssen Santerno, Savena, Setta, Sillaro, Diaterna (Ortsteile Bordignano und Caburaccia) und Violla. Der Santerno entspringt im Gemeindegebiet im Ortsteil Cornacchiaia; der Savena entspringt ebenfalls im Gemeindegebiet am Berg Sasso di Castro, verlässt aber nach wenigen Metern die Gemeinde und die Provinz, um in die Metropolitanstadt Bologna einzutreten, ebenso wie der Setta, der das Gemeindegebiet nur für 1 km berührt, allerdings aus der Provinz Prato eintritt.

Sie ist die nördlichste Gemeinde der Metropolitanstadt Florenz und grenzt an die Metropolitanstadt Bologna in der Emilia-Romagna. Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2919 GG[3].

Zu den Ortsteilen zählen Barco, Bordignano, Borgo Santerno, Bruscoli, Caburaccia, Casanuova, Castelvecchio, Castro San Martino, Coniale, Cornacchiaia, Covigliaio, Giugnola, Le Valli, Montalbano, Moraduccio, Moscheta, Piancaldoli, Pietramala, Rifredo, San Jacopo a Castro, San Pellegrino, Segalari, Sigliola, Traversa, Valle Diaterna, Violla und Visignano.[4]

Die Nachbargemeinden sind Barberino di Mugello, Borgo San Lorenzo, Castel del Rio (BO), Castiglione dei Pepoli (BO), Monghidoro (BO), Monterenzio (BO), Palazzuolo sul Senio, San Benedetto Val di Sambro (BO) und Scarperia e San Piero.

GeschichteBearbeiten

 
Der Palazzo Pretorio in Firenzuola
 
Die Porta Fiorentina, eines der beiden mittelalterlichen Stadttore

Firenzuola wurde im Mittelalter um 1306 von der Republik Florenz gegründet[5]. Der Name Firenzuola entstammt dem Vorschlag des Historikers Giovanni Villani, der piccola Firenze (Firenzuola), also kleines Florenz (bzw. Florenzchen)[6] als Namen wählte. Die Burg Castrum Florentiole wurde 1332 gegründet (wie es ein Dokument vom 28. April 1373 beschreibt), um die Grenzen zwischen dem guelfischen Florenz und dem Einflussbereich der ghibellinischen Familie der Umberti zu kontrollieren, die ihren Machtbereich im Mugello hatten. Als Gemeinde entstand der Ort in der Zeit des Großherzogtum Toskana, wahrscheinlich um 1780, und behielt seine Grenzen bis heute bei.

DenkmälerBearbeiten

 
Inschrift am Eingang des Cimitero Militare Germanico della Futa

MuseenBearbeiten

  • Museo della Pietra Serena, Steinkunstmuseum[8]
  • Museo Storico Etnografico, auch Museo storico etnografico di Bruscoli genannt, 1994 eröffnetes ethnographisches Bergmuseum[9]

KirchenBearbeiten

  • Badia di San Pietro a Moscheta, Abtei im Ortsteil Moscheta, die 1034 durch Johannes Gualbertus entstand.
  • Chiesa di San Giovanni Battista, Hauptkirche im Ortskern, die nach der Zerstörung der Pieve di San Giovanni Battista im Zweiten Weltkrieg durch Carlo Scarpa und Edoardo Detti neu errichtet wurde.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Angelo Simonetti (1861–1950), Bischof von Pescia, in Firenzuola geboren, zeitweise stellvertretender Bürgermeister von Firenzuola

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Firenzuola – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. http://www.paesionline.it/toscana/firenzuola/comune_firenzuola.asp, abgerufen am 3. Februar 2010
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 14. Dezember 2012 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Florenz, abgerufen am 14. Dezember 2012 (italienisch)
  5. http://www.zoomedia.it/Firenzuola/StoriaFir.html, abgerufen am 3. Februar 2010
  6. http://www.paesionline.it/toscana/firenzuola/comune_firenzuola.asp, abgerufen am 3. Februar 2010
  7. http://www.volksbund.de/kgs/stadt.asp?stadt=40, abgerufen am 3. Februar 2010
  8. mugellotoscana.it: Museum of Pietra Serena, abgerufen am 31. Mai 2019 (englisch und italienisch)
  9. Offizielle Webseite der Gemeinde Firenzuola, abgerufen am 9. August 2012 (Memento des Originals vom 9. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.comune.firenzuola.fi.it