Ferry Sikla

deutscher Schauspieler
Ferry Sikla auf einer Fotografie von Alexander Binder

Ferry Sikla, gebürtig Ferry Sykla, (* 11. März 1865 in Hamburg; † 8. Februar 1932 in Dresden) war ein deutscher Schauspieler.

LebenBearbeiten

Der gelernte Goldschmied ließ sich zum Sänger ausbilden und gab 1885 sein Bühnendebüt. Bald danach machte er Karriere am Residenztheater Berlin. Der beleibte Schauspieler agierte vor allem als Komödiant in Boulevardstücken. Im Jahr 1912 übernahm er die Leitung des Theaters.

Im Jahr 1914 gab Sikla in Die falsche Zaza sein Debüt beim Film. In den folgenden Jahren trat er in zahlreichen Stummfilmen vor allem in Rollen gutsituierter Onkels, als Bankier, Kommerzienrat oder anderer wohlhabender Bürger auf. Mehrfach spielte er an der Seite oder unter der Regie von Ernst Lubitsch, zum Beispiel 1918 in Der Rodelkavalier, Das Mädel vom Ballett und Der Fall Rosentopf. In Lubitschs Komödie Ich möchte kein Mann sein trat er 1918 als Onkel von Ossi, dargestellt von Ossi Oswalda, in Erscheinung. Die beiden einzigen Tonfilme Die Firma heiratet (1930) und Der Liebesarzt (1931) markierten auch Siklas Abschied vom Film.

In späteren Jahren spielte er mit Vorliebe in Operettenaufführungen an den Rotterbühnen in Berlin, einem Verbund mehrerer Boulevardtheater, daneben trat er auch am Theater des Westens auf.

FilmografieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten