Ferdinand Asper (* 12. April 1895; † 14. April 1950 in St. Gallen, Schweiz) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne und Film.

Leben und WirkenBearbeiten

Asper hatte seit den 1910er Jahren in Berlin Theater gespielt und war lange Zeit Ensemblemitglied der Volksbühne. Dort sah man ihn unter anderem in den Stücken Vasantasena (nach Lion Feuchtwanger, 1924), Die versunkene Glocke (nach Gerhart Hauptmann, 1924/25), Die Verschwörung des Fiesko zu Genua (Friedrich Schiller, 1925) und Der dütsche Michel (Fritz Stavenhagen, 1926).

Von 1931 bis 1942 gehörte Asper dem Rose-Theater an, wo man ihn u. a. in Ein Volksfeind (nach Henrik Ibsen, 1933, Hauptrolle als Dr. Thomas Stockmann), Der Pfarrer von Kirchfeld (Ludwig Anzengruber, 1938), Johannisfeuer (Hermann Sudermann, 1940), Scampolo (Dario Niccodemi, 1940) und Die gutgeschnittene Ecke (Hermann Sudermann, 1941) sehen konnte. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wirkte Asper auch am Theater der Jugend.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang ihm die Ausreise in die Schweiz, wo Asper bis zu seinem Tode am Stadttheater von St. Gallen engagiert gewesen war und unter anderem 1948 in Franz Lehárs Das Land des Lächelns und 1949 in dem Stück Der Fälscher auftrat.

Aspers Ausflüge vor die Kamera waren spärlich und seine Tonfilmrollen zumeist recht klein. Vor allem in der Spätphase des Zweiten Weltkriegs wirkte er im Film mit, hinterließ aber dort mit seinen bisweilen sekundenkurzen Chargenauftritten auch in einer Reihe von tendenziösen oder gar propagandistischen Stoffen kaum Spuren. Ferdinand Asper starb Mitte April 1950 in seiner neuen Schweizer Wahlheimat.

FilmografieBearbeiten

WeblinksBearbeiten