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Ewald Harndt

deutscher Zahnmediziner, Rektor der Freien Universität Berlin

Ewald Harndt (* 22. Januar 1901 in Berlin; † 11. Oktober 1996 in Bad Pyrmont) war ein deutscher Zahnmediziner und früherer Rektor der Freien Universität Berlin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Harndt studierte von 1920 bis 1926 Medizin und Zahnmedizin in Berlin und war anschließend am Zahnärztlichen Institut der dortigen Friedrich-Wilhelms-Universität tätig. Im Mai 1950 wurde er zum Professor und kommissarischen Direktor des Instituts der – inzwischen umbenannten – Humboldt-Universität ernannt, verließ dieses aber wenig später aus politischen Gründen und wechselte an die im Westteil Berlins gelegene Freie Universität Berlin (FU Berlin). Dort erhielt er im Oktober 1956 eine Professur für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und übernahm zugleich die Leitung der Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten.

Von 1967 bis 1969 – auf dem Höhepunkt der Studentenbewegung – amtierte Harndt als Rektor der FU Berlin.

Harndt war Ehrenmitglied zahlreicher zahnärztlicher Gesellschaften und erhielt viele internationale Auszeichnungen, darunter den Elmer S. Best Award der Pierre Fauchard Academy

Über die Fachgrenzen hinaus bekannt wurde Harndt durch seine 1977 erstmals erschienene Publikation Französisch im Berliner Jargon über den Einfluss der seit dem 17. Jahrhundert eingewanderten Hugenotten auf die Umgangssprache seiner Heimatstadt.

Ewald-Harndt-MedailleBearbeiten

Im Andenken an Harndt verleiht die Zahnärztekammer Berlin seit 2001 die Ewald-Harndt-Medaille.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten