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Ernst Wilhelm Lotz

deutscher Lyriker des Expressionismus

LebenBearbeiten

Ernst Wilhelm Lotz, Sohn eines Kadettenhausprofessors, verbrachte seine Kindheit an mehreren Orten: Köslin (Pommern), Karlsruhe (Baden), Wahlstatt (Schlesien) und Plön (Holstein). 1906 begann seine Ausbildung zum Offizier an der Kadettenanstalt in Berlin-Lichterfelde. 1907 wurde er im Infanterie-Regiment Nr. 143 in Straßburg zum Fähnrich befördert, kurze Zeit darauf zum Leutnant. Nach anderthalb Jahren als Offizier nahm er 1911 seinen Abschied und versuchte sich als Kaufmann für eine Hamburger Import-Exportfirma.

Als freier Schriftsteller übersetzte er Gedichte von Arthur Rimbaud und Paul Verlaine. 1914 heiratete er Henny Romeycke. Das Frühjahr 1914 verbrachte er zusammen mit Ludwig Meidner in Dresden und bezog mit diesem gemeinsam ein Wohnatelier.[1] Bei Kriegsausbruch im August 1914 meldete er sich freiwillig zum Heer, wurde wieder in Straßburg eingestellt und an der Westfront eingesetzt. Am 7. September 1914 erhielt er das Eiserne Kreuz. Er fiel 24-jährig als Kompanieführer während eines Angriffes in einem französischen Schützengraben.

 
Handschriftliche Postkarte von Ernst Wilhelm Lotz an Robert Musil, 17. Juli 1914

WerkeBearbeiten

  • Und schöne Raubtierflecken („Lyrisches Flugblatt“). Alfred Richard Meyer Verlag, Berlin-Wilmersdorf 1913.
  • Wolkenüberflaggt (Der jüngste Tag, Band 36). Kurt Wolff Verlag, Leipzig 1916.
  • Prosaversuche und Feldpostbriefe aus dem bisher unveröffentlichten Nachlass. (Hrsg. von Hellmut Draws-Tychsen), 1955

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bernd-Ulrich Hergemöller: Mann für Mann. S. 502, 503.

WeblinksBearbeiten