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Ernst Kühn

deutscher Architekt und Hochschullehrer

LebenBearbeiten

Nach seinem Studium an der Dresdner Akademie unter Paul Wallot war Kühn von 1878 bis 1894 in Frankfurt am Main, in Leipzig und Barmen tätig; 1894 bis 1896 war er Büroleiter von Wallot im Ständehaus-Atelier in Dresden.[1]

Kühn erbaute neben Villen und Geschäftshäusern, vor allem aber beispielhafte landwirtschaftliche Betriebe sowie Dorfschulen und -kirchen. Auf der 3. Deutschen Kunstgewerbeausstellung Dresden 1906 fand sein Neubau der Gemeindeschule Neu-Eibau große Beachtung. Im selben Jahr gehörte Kühn, neben Fritz Schumacher, Rudolf Schilling und Gustav Hänichen, dem Preisgericht an, das den Wettbewerb zur Errichtung einer Realschule mit Progymnasium im Radebeuler Stadtteil Serkowitz zu entscheiden hatte.[2]

Nach seiner Habilitation lehrte er von 1907 bis 1929 als Professor für Konstruktion landwirtschaftlicher Bauten an der Technischen Hochschule Dresden.

Kühn war Vorstandsmitglied[3] im Bund Deutscher Architekten und Mitglied im Deutschen Werkbund. Für Hellerau entwarf er Typen-Einfamilienhäuser.

Schüler und MitarbeiterBearbeiten

WerkBearbeiten

Bauten und EntwürfeBearbeiten

 
Schloss Lebusa

SchriftenBearbeiten

  • Der neuzeitliche Dorfbau, entworfen und geleitet durch Ernst Kühn.
    • Teil 1: Sammlung von Entwürfen landwirtschaftlicher Bauten. Scholtze, Leipzig 1903.
    • Teil 2: Sammlung von Entwürfen zu Gemeindebauten. Scholtze, Leipzig 1906.
  • Ländliche Bauten. G. J. Göschen’sche Verlagsbuchhandlung, Berlin / Leipzig 1915.
    • Band 1: Kultus- und Gemeinde-Bauten.
    • Band 2: Das landwirtschaftliche Gehöft der Gegenwart.
    • Band 3: Das Landhaus (Herrensitz, Schloß) mit Nebenanlagen, Pächterwohnhäuser, Ferienhäuser, Beamten- und Arbeiterwohnungen, Gasthöfe und Wohnhäuser mit gewerblichen Anlagen.
  • Übergangs-Heimstätten-Siedlung. Zellenbau. (= Flugschrift des Dürerbundes, Band 181.) Georg D. W. Callwey, München 1919.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kühn, Ernst (Karl E.). In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 22: Krügner–Leitch. E. A. Seemann, Leipzig 1928, S. 57.
  2. Volker Helas (Bearb.): Stadt Radebeul. [Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Sachsen]. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Stadt Radebeul. SAX-Verlag, Beucha 2007, ISBN 978-3-86729-004-3, S. 279 f.
  3. Sabine Behrens: Norddeutsche Kirchenbauten des Historismus. Ludwig, 2006, ISBN 9783933598974, S. 230. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  4. a b Ländliche Bauten. Band 2.
  5. Bismarcksäule Zwickau auf bismarcktuerme.de, abgerufen am 14. Januar 2015
  6. Bergstraße. In: dresdner-stadtteile.de. Lars Herrmann, abgerufen am 31. Dezember 2014.
  7. Oskar Grüner: Moderne städtische Wohnhäuser in Meisteraquarellen. (Mappenwerk) Tafel 43.
  8. Oskar Grüner: Moderne Villen in Meisteraquarellen. (Mappenwerk) Tafel 2.
  9. Oskar Grüner: Moderne Villen in Meisteraquarellen. (Mappenwerk) Tafel 49.
  10. Gemeinde Kottmar: Gemeinde Kottmar - Beschränkte Ausschreibungen. In: eibau.de. 6. Dezember 2014, abgerufen am 31. Dezember 2014.
  11. Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 35. Heft: Amtshauptmannschaft Kamenz (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1912, S. 90 (online).
  12. Deutsche Fotothek. In: deutschefotothek.de. Abgerufen am 31. Dezember 2014.
  13. Ländliche Bauten. Band 1.
  14. a b c d e f g h i j k l m n Ländliche Bauten. Band 3.