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Ernst Baars (* 13. Januar 1894 in Oldenburg in Oldenburg; † 24. Oktober 1969 in Long Beach, New Jersey, Vereinigte Staaten)[1] war ein deutscher Chemiker, der nach 1945 in den USA arbeitete.

Baars studierte 1912 bis 1914 sowie 1919 bis 1925 Chemie an der Universität Marburg bis zur Promotion als akademischer Schüler von Alfred Thiel. Er war Assistent von 1919 bis 1938, habilitierte sich 1929 und wurde 1937 a.o. Professor am Physikalisch-Chemischen Institut in Marburg. 1937 wurde er Forschungsleiter und Vorstand der rüstungswichtigen Akkumulatoren-Fabrik Berlin-Hagen, dem Stammwerk des späteren Varta-Konzerns. 1939 wurde er a.o. Professor in Berlin, 1941 Honorarprofessor an der TH Hannover.

Von 1947 bis 1969 arbeitete er am Research and Development Laboratory des U.S. Army Signal Corps in Fort Monmouth, New Jersey. Da er bei der Akkumulatoren-Fabrik Berlin-Hagen die Bordbatterien für die Fernrakete Aggregat 4 (V 2) sowie weitere Raketenprojekte entwickelt hatte, war er im Rahmen der Operation Paperclip in die USA eingeladen worden. Seine Gebiete waren theoretische und technische Elektrochemie, Theorie der Elektrolyte, besonders Akkumulatoren.

Baars unterzeichnete im November 1933 das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler und war seit 1937 Mitglied der NSDAP.

SchriftenBearbeiten

  • Die Überspannung bei elektrolytischer Bildung des Wasserstoffs. In: Sitzungsberichte der Gesellschaft zur Beförderung der gesamten Naturwissenschaften zu Marburg. 63. Band, Nr. 10, 1928.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christoph Meinel: Die Chemie an der Universität Marburg seit Beginn des 19. Jahrhunderts: Ein Beitrag zu ihrer Entwicklung als Hochschulfach. In: Academia Marburgensis, hrsg. von der Philipps-Universität Marburg, Bd. 3. Marburg: Elwert, 1978, S. 498.