Elbrus

Berg im Kaukasus; höchster Berg Russlands

Der Elbrus (russisch Эльбрус Elbrus; karatschai-balkarisch Минги тау Miñi tau [mɪˈŋːi taw]) ist mit 5642 m Höhe der höchste Gipfel des Kaukasus und der höchste Berg Russlands. Ob er oder der Mont Blanc (4810 m) als der höchste Berg Europas anzusehen ist, hängt von der Definition der innereurasischen Grenze ab, für die es keine allgemeinverbindliche Festlegung gibt.

Elbrus
Elbrus von Norden

Elbrus von Norden

Höhe 5642 m
Lage Kabardino-Balkarien, Karatschai-Tscherkessien (Russland)
Gebirge Großer Kaukasus
Dominanz 2.472,7 km → Pik Agasis
Schartenhöhe 4741 m
Koordinaten 43° 21′ 9″ N, 42° 26′ 16″ OKoordinaten: 43° 21′ 9″ N, 42° 26′ 16″ O
Elbrus (Kaukasus)
Elbrus
Typ Schichtvulkan
Letzte Eruption 50 n. Chr. ± 50 Jahre
Erstbesteigung 22. Juli 1829 Kilar Chatschirow (Ostgipfel),
26. Juli 1874 Frederick Gardiner, Florence Crauford Grove, Horace Walker, Peter Knubel (Westgipfel)
Normalweg Hochtour von Prijut 11
Besonderheiten Höchster Berg Russlands und des Kaukasus, einer der Seven Summits
Elbrus (Satellitenaufnahme)

Elbrus (Satellitenaufnahme)

Der Berg mit Doppelgipfel (Westgipfel Höhe 5642 m, Ostgipfel Höhe 5621 m) ist ein ruhender, stark vergletscherter Vulkan, dessen letzter Ausbruch vor 2000 Jahren stattfand, der aber trotzdem noch als aktiv eingestuft wird. Die Entfernung zwischen beiden Gipfeln beträgt 1500 Meter. Der etwas niedrigere Ostgipfel besitzt einen gut erhaltenen Krater von etwa 250 Meter Durchmesser.[1] 22 Gletscher fließen von den Elbrushängen ins Tal und bedecken 145 km² mit Eis.

Name und MythologieBearbeiten

Der heutige Name Elbrus leitet sich vermutlich vom georgischen Wort für „kegelförmiger Berg“ ab (georgisch იალბუზი Ialbusi). Auch die Varianten Elboros, Elborus und Elburus wurden bis ins angehende 20. Jahrhundert verwendet.

In der Antike war der Berg bekannt als Strobilus, in der Mythologie das Gefängnis des Prometheus, nachdem er den Menschen das Feuer gebracht hatte.[2]

Einer Sage zufolge soll die Arche Noah vor ihrer Landung am Ararat hier kurzzeitig gestrandet sein. Die Divs, persische Fabelwesen, sollen zur Strafe für ihre Sünden auf den Elbrus verbannt worden sein und seither hier leben. Da er als Heiliger Berg gesehen wurde, galt eine Besteigung lange Zeit als tabu.[3]

Das Mineral Elbrusit, ein Vertreter der Granatgruppe, wurde nach dem Berg Elbrus benannt.[4]

GeografieBearbeiten

Der Elbrus liegt im Süden Russlands, etwa elf Kilometer nördlich der georgischen Grenze, etwa 270 km Luftlinie nordwestlich der georgischen Hauptstadt Tiflis und 100 km westlich der kabardino-balkarischen Hauptstadt Naltschik. Die Grenze zwischen den russischen Kaukasusrepubliken Kabardino-Balkarien und Karatschai-Tscherkessien verläuft über den Westgipfel des Elbrus, wobei der größte Teil des Bergmassivs in Kabardino-Balkarien liegt.

Die Frage seiner Zurechnung zu Asien oder Europa ist umstritten. Es gibt die Ansicht, dass der Hauptkamm des Großen Kaukasus die innereurasische Grenze bildet, womit der etwas nördlich des Kammes liegende Elbrus zu Europa gehören würde. Die andere Ansicht, die vor allem im deutschen Sprachraum verbreitet ist, legt die Grenze zu Asien nach Philip Johan von Strahlenberg (1676–1747) fest. Strahlenberg wurde vom Zarenhaus mit der Landvermessung beauftragt und versetzte die vorher geltende Grenze Europas vom Fluss Don in südöstlicher Richtung zur Manytschniederung nördlich des Kaukasus. Nach dieser Auffassung wäre der Elbrus asiatisch.

Mit seiner Zuordnung zu Europa oder Asien hängt auch die Frage nach dem höchsten Berg Europas zusammen. In Bergsteigerkreisen gilt der Elbrus als höchster Berg Europas und gehört somit zu den Seven Summits.

 
Doppelgipfel des Elbrus, gesehen von der Gipfelstation der zweiten Sektion der Elbrus-Seilbahn
 
Südflanke des Elbrus, vom oberen Ende der Pastuchow-Felsen gesehen
 
Archip Iwanowitsch Kuindschi: Der Elbrus, 1890–1895 (Öl auf Leinwand)
 
Auf dem Gipfel des Elbrus

GeologieBearbeiten

Der Elbrus ist ein andesitisch-dazitischer Schichtvulkan, der sich während des Holozäns in einer 14 × 17 km durchmessenden Caldera gebildet hat. Der letzte Ausbruch fand vor zirka 2000 Jahren statt (50 n. Chr. ± 50 Jahre). Ignimbrite, Ascheablagerungen explosiver Ausbrüche und Lavaströme sind über ein Gebiet von 250 km² verbreitet. Auf dem Ostgipfel ist ein Vulkankrater von 250 Meter Durchmesser erhalten geblieben. Heute zeigt der Elbrus nur sehr schwache Anzeichen vulkanischer Aktivität, was sich in Solfataren in Gipfelnähe und in Thermalquellen äußert. Das Gefahrenpotential des Elbrus für seine Umgebung besteht im raschen Abschmelzen der massiven Eiskappe und der Entstehung von Lahars bei einer erneuten Zunahme der Aktivität.[5]

GeschichteBearbeiten

ErstbesteigungBearbeiten

Die Erstbesteigung des Ostgipfels erfolgte am 22. Juli 1829 durch den karatschaischen (vielleicht auch kabardinischtscherkessischen)[6] Hirten und Träger Kilar Chatschirow, der aus dem Lager des russischen Kavallerie-Generals Georgi Emmanuel (Kommandierender der russischen Kaukasustruppen und Leiter der Expedition)[7] auf der Nordseite des Elbrus zum Gipfel aufstieg. Diese Besteigung wurde allerdings verschiedentlich angezweifelt. Das Expeditionslager befand sich 10 Kilometer nördlich des Elbrus-Gipfels am Ufer des Flusses Malka. Das für heutige Nordbesteigungen genutzte Basislager liegt an der gleichen Stelle, die man die Emmanuel-Wiese nennt. Neben der militärischen Mannschaft (600 Infanteristen, 350 Kosaken, u. a. ausgerüstet mit zwei Kanonen) gehörte eine wissenschaftliche Abteilung zur Erforschung der Elbrus-Umgebung unter der Leitung des deutsch-baltischen Physikers Emil Lenz zu dieser Expedition. Ihn begleiteten der deutsch-baltische Mineraloge Adolph Theodor Kupffer, der russlanddeutsche Botaniker Carl Anton von Meyer und der französische Zoologe Édouard Ménétries. Carl Anton von Meyer lieferte zum ersten Mal Höhenangaben des Elbrus und seiner Umgebung. Der Leiter der begleitenden Wissenschaftler-Gruppe, Emil Lenz, stieg bis zu einer Felsgruppe in 4800 Meter Höhe auf, die heute nach ihm Lenz-Felsen benannt ist. Kupffer schrieb an Aragon: „Lenz erreichte die letzte Stufe der Felsen, vom Gipfel sah er sich nur noch durch ein Schneefeld getrennt.“ Kupffer bezeichnete den einheimischen Erstbesteiger als Tschetschenen.[8]

Die Erstbesteigung des 5.642 m hohen Westgipfels erfolgte am 26. Juli 1874 durch die Engländer Frederick Gardiner, Florence Crauford Grove, Horace Walker und dem Schweizer Führer der Expedition, Peter Knubel aus St. Niklaus im Kanton Wallis.[9] Die erste der heute üblichen Ski-Touren-Besteigungen erfolgte offensichtlich im Sommer 1914[10] am Vorabend des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs durch Carl Egger und Guido Miescher, die als Schweizer trotz der russischen Mobilmachung noch unbehelligt, aber auf abenteuerlichem Umweg heimreisen durften.

Weitere erfolgreiche Besteigungen:

  • 1868 Ostgipfel durch Francois Devouassoud mit Douglas W. Freshfield, A. W. Moore und C. C. Tucker[11]
  • 1884 durch M. v. Dèchy
  • 1888 durch A. F. Mummery
  • 1891 durch Gottfried Merzbacher
  • 1890/96 durch A. W. Pastuchow (Militärtopograf), West- und Ostgipfel. Er erstellte eine erste physische Karte des Elbrus-Massivs. Eine Felsgruppe auf 4690 m Höhe ist nach diesem Bergsteiger benannt.
  • 1914 erste Skibesteigung durch Carl Egger und Guido Miescher[10]

Der Elbrus im Zweiten WeltkriegBearbeiten

Deutsche Gebirgsjäger der 1. und 4. Gebirgs-Division hatten im Sommer 1942 den Auftrag, den Kaukasus zu überqueren und die am Schwarzen Meer gelegene Hafenstadt Sochumi einzunehmen, um der sowjetischen Schwarzmeerflotte einen wichtigen Stützpunkt zu entreißen und die am Nordufer des Meeres entlang führende Fernstraße in Besitz zu nehmen.

Im Bewusstsein, mit der Besteigung des in ihrem Kampfgebiet befindlichen Elbrus einen propagandistischen Coup landen zu können, befahl Generalmajor Hubert Lanz, Kommandeur der 1. Gebirgs-Division, Anfang August die Aufstellung einer speziellen Hochgebirgskompanie aus Angehörigen beider Divisionen unter dem Befehl von Hauptmann Heinz Groth.[12] Am 17. August konnte die Kompanie die auf 4200 m Höhe gelegene Elbrushütte kampflos einnehmen, nachdem die sowjetische Besatzung durch eine List zum Abzug bewegt worden war. Trotz eines aufziehenden Schneesturms wurde der Aufstieg befohlen, doch die ersten beiden Versuche scheiterten aufgrund der schlechten Wetterlage. Erst im dritten Anlauf erreichte eine Gruppe unter der Führung von Hauptmann Gämmerler am 21. August 1942 gegen 11 Uhr eine Felsspitze, die sie bei widrigen Bedingungen für den Gipfel hielt, und stellte dort eine Reichskriegsflagge und die Stander beider Gebirgsjäger-Divisionen auf.[13][14]

Da von der Besteigung jedoch keine Bild- oder Filmaufnahmen gemacht worden waren, erfolgte nach Besserung der Wetterlage am 23. August ein weiterer Aufstieg. Eine achtköpfige Gruppe unter der Führung von Oberleutnant Leupold erreichte schließlich die Bergspitze (und erkannte dabei den Irrtum, den die Gebirgsjäger zwei Tage zuvor gemacht hatten).[15] Der Aufstieg wurde mit einer Fotokamera festgehalten, doch die aufgenommenen Bilder wurden vom Progagandaministerium als untauglich befunden. Daher kam es am 7. September bei besten äußeren Bedingungen zu einer dritten Besteigung durch eine Propagandakompanie unter Beisein des Bergsteigers und Kameramanns Hans Ertl, die fotografisch und filmisch festgehalten wurde. Die dabei entstandenen Bilder wurden als Postkartenmotive verwendet, der Film mit seinen heute noch bekannten Aufnahmen war später in der Wochenschau zu sehen.[14] Die Erklimmung des höchsten Gipfels im Kaukasus fand also erst über zwei Wochen nach dem tatsächlichen Erstaufstieg Einzug in die deutsche Propaganda, entfaltete aber dennoch die gewünschte Wirkung.[12]

Obwohl die noch am 21. August überbrachte Nachricht von der erfolgreichen Besteigung unverzüglich im Wehrmachtsbericht bekanntgegeben wurde („[...] ...hisste am Elbrus, dem hoechsten Gipfel der kaukasischen Berge, eine Gruppe deutscher Gebirgsjaeger die Reichskriegsflagge“), soll sie bei Hitler einen heftigen Wutausbruch hervorgerufen haben; laut Albert Speers Erinnerungen schimpfte er über den „idiotischen Ehrgeiz, einen idiotischen Gipfel zu besteigen“, anstatt alle Kräfte auf das Erreichen der militärischen Ziele zu konzentrieren; die Teilnehmer hätten vor ein Kriegsgericht gehört. Die nach der Besteigung aufgekommene Überlegung, den Elbrus auf Vorschlag von Generalmajor Lanz in „Adolf-Hitler-Spitze“ umzubenennen, sei daher verworfen worden.[16]

Sowjetische Gebirgsjäger unternahmen mehrere erfolglose Versuche, die Elbrushütte zurückzuerobern. Bei einem dieser Gefechte am 27. September 1942 gelang es einer sowjetischen Abteilung zwar, die deutsche Besatzung zunächst zu überraschen, doch nach schweren Verlusten musste der Angriff abgebrochen werden; nur vier Soldaten sollen lebend in ihre Ausgangsstellung zurückgekehrt sein. Auch der Versuch einer Bombardierung schlug fehl; tatsächlich wurde nur das Treibstofflager unterhalb des Gebäudes getroffen. So blieb die Elbrushütte in deutscher Hand, bis sie Anfang Januar 1943 im Zuge des allgemeinen Rückzuges der Wehrmacht aus dem Kaukasus geräumt wurde. Das für die Rote Armee prestigeträchtige Entfernen der Reichskriegsflagge vom Gipfel des Elbrus verzögerte sich wegen schlechter Wetterverhältnisse hingegen um einige Wochen; erst am 17. Februar gelang dies einer sowjetischen Gebirgsjägereinheit.

InfrastrukturBearbeiten

BerghüttenBearbeiten

Elf Wissenschaftler errichteten 1929 in 4160 m Höhe eine kleine Hütte, die sie Prijut 11 (Unterkunft der 11) nannten. 1932 wurde auf derselben Stelle eine größere Hütte gebaut, die 40 Personen aufnehmen konnte. 1939 wurde etwas oberhalb in 4200 m Höhe von der sowjetischen Reiseagentur Intourist eine noch größere aluminiumverkleidete Hütte errichtet, welche für (westliche) Touristen vorgesehen war, die zur Devisenbeschaffung kommerziell auf den Elbrus-Gipfel geführt wurden.

Nicht viel später wurde diese Hütte zeitweise in eine Hochgebirgskaserne umgewandelt. Diese Hütte wurde im August 1942 von deutschen Gebirgsjägern besetzt (siehe voriger Abschnitt), und von ihr aus bestiegen sie mit russischem Führer den Gipfel.

Am 16. August 1998 fiel diese Hütte einem Feuer zum Opfer und brannte komplett aus. Die Ursache ist nicht vollständig geklärt. Offensichtlich befand sich in einem Kanister, den man als mit Wasser gefüllt betrachtete und dessen Inhalt man auf dem Herd erhitzen wollte, irrtümlicherweise Benzin. Im Sommer 2001 wurde die neue „Dieselhütte“ wenige Meter unterhalb der Ruinen der Prijut 11 eröffnet (so bezeichnet, da sie sich an Stelle der vormaligen Dieselgeneratorenstation befindet).

Eine 1933 im Sattel zwischen den beiden Gipfeln errichtete Biwakschachtel war bereits wenige Jahre später wieder zerfallen (wenn auch Reste dieser Hütte bis heute sichtbar sind).

 
Die Elbrus-Seilbahn

Weiterhin gibt es am Ende des kurzen Sessellifts beziehungsweise der neuen dritten Sektion der Seilbahn eine Ansammlung weiß-blau-rot (also in den Farben der russischen Flagge) gestrichener Unterkünfte für jeweils sechs Personen in Form liegender stählerner Zylinder (daher russisch Botschki, Fässer genannt), die heute von vielen Gipfelaspiranten zur Akklimatisation und als Stützpunkt für die Besteigung genutzt werden. Neben den „Fässern“ stehen zwischen ungefähr 3800 m Höhe und 4200 m Höhe verschiedene Container als Unterkunft zu Verfügung.

SeilbahnenBearbeiten

Die Elbrus-Seilbahn führt von der in 2300 m Höhe zu Füßen des Elbrus gelegenen Talstation Poljana Asau („Lichtung Asau“) in drei Sektionen zu einem in einer Höhe von über 3500 m gelegenen Skigebiet. Die Elbrus-Seilbahn hat eine Gesamtlänge von etwa 5300 Metern. Hiervon hat die erste, 1969 eröffnete Sektion zwischen Poljana Asau und Stary Krugosor („Alter Rundblick“) eine Länge von 1860 Metern und die zweite, 1976 in Betrieb genommene Sektion von Stary Krugosor nach Mir („Frieden“) eine Länge von 1760 Metern. Eine bereits in dieser Zeit geplante und an der Bergstation der zweiten Sektion baulich bereits vorgesehene dritte Sektion wurde zunächst nicht errichtet, sondern an ihrer Stelle zunächst Ende der 1970er-Jahre ein etwa 1000 m langer Sessellift.

Neben dieser alten Seilbahn existiert seit Dezember 2006 eine neue Seilbahn, die zunächst von der Talstation in Asau bis zur Mittelstation der Elbrus-Seilbahn reichte und den heutigen Standards in Bezug auf Sicherheit und Komfort entspricht. Seit August 2009 ist die zweite Sektion bis zur Station Mir in Betrieb. Die dritte, 1675 m lange Sektion führt von der 3455 m hoch gelegenen Station Mir zur Station Gara-Baschi auf 3847 m Seehöhe.

Weiterhin sei es üblich, Gipfelaspiranten mit der Pistenraupe gegen ein Entgelt von umgerechnet etwa 50 Euro bis zu den Pastuchow-Felsen hinaufzutransportieren.[17]

TourismusBearbeiten

Der Elbrus liegt in einem Nationalpark, dem Prielbrussje-Nationalpark.[18] Rund 350.000 Touristen besuchen jährlich den Berg, etwa jeder Zwanzigste mit dem Ziel, den Gipfel zu besteigen.[19]

Wegen der vergleichsweise guten Infrastruktur gilt der Berg als relativ leicht zu besteigen.[2] Auch aus technischer Sicht ist der Aufstieg nicht allzu schwierig. Der Elbrus stellt aber höhere Ansprüche an die körperliche Fitness als beispielsweise der vergleichbar hohe Kibo.[20] Pro Jahr sterben etwa 15 bis 30 Bergsteiger am Elbrus. Die meisten sind schlecht vorbereitet und ausgerüstet, ohne Bergführer unterwegs und nehmen sich nicht die Zeit, sich an die Höhenluft zu gewöhnen.[21][22] Weil die Winter am Elbrus extrem kalt sind, wird der Berg in der Regel nur zwischen Mai und September bestiegen.[23]

(siehe auch: Tourismus in Russland)

LiteraturBearbeiten

  • Florence Graufurd Grove: The frosty Caucasus: An account of a walk through part of the range and of an ascent of Elbruz in the summer of 1874. Longmans, Green and Co., London 1875, Neuauflage 2002: ISBN 978-1-4021-8446-8.
  • Howard Tomb: Getting to the Top In the Caucasus. In: The New York Times. 27. August 1989 (Artikel online [abgerufen am 16. Oktober 2010]).
  • Jens Jäger: Russland: Elbrus. OutdoorHandbuch Band 244 aus der Reihe Der Weg ist das Ziel. Conrad Stein Verlag, Welver 2008, ISBN 978-3-86686-244-9.
  • Douglas William Freshfield: Travels in the Central Caucasus and Bashan. including Visits to Ararat and Zabreez and Ascents of Kazbek and Elbruz. Longmans, Green and Co., 1869 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Friedrich Bender: Kaukasus. Zentralkaukasus; Swanetische Kette; Bergtouren zwischen Elbrus und Besingi. J. Berg, 1991, ISBN 3-7634-1053-8.

WeblinksBearbeiten

Commons: Elbrus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beschreibung beim Smithonian Global Volcanism Program (unter “General Information”).
  2. a b Howard Tomb: Getting to the Top In the Caucasus. In: The New York Times. 27. August 1989, abgerufen am 30. April 2011 (englisch).
  3. Karl Gratzl: Mythos Berg. Lexikon der bedeutenden Berge aus Mythologie, Kulturgeschichte und Religion. Hollinek, Purkersdorf 2000, ISBN 3-85119-280-X, S. 100–101.
  4. Irina O. Galuskina, Evgeny V. Galuskin, Thomas Armbruster, Biljana Lazic, Joachim Kusz, Piotr Dzierżanowski, Viktor M. Gazeev, Nikolai N. Pertsev, Krystian Prusik, Aleksandr E. Zadov, Antoni Winiarski, Roman Wrzalik, and Anatoly G. Gurbanov: Elbrusite-(Zr) – A new uranium garnet from the the Upper Chegem caldera, Kabardino-Balkaria, Northern Caucasus, Russia. In: American Mineralogist. Band 95, Nr. 7, 2010, S. 1172–1181 (unibe.ch [PDF; 2,0 MB; abgerufen am 29. Juli 2017]).
  5. Elbrus im Global Volcanism Program der Smithsonian Institution (englisch)
  6. Ob er Karatschaier oder Kabardiner war, ist in der Region ein nationalistisch umstrittenes Politikum, siehe Bericht einer kabardinischen Autorin, 6. Absatz.
  7. Regensburger Zeitung Nr. 312 vom 31. Dezember 1828, Rubrik Rußland
  8. Brief des Reisenden Kupffer (Adolph Theodor Kupffer (1799–1865), deutsch-baltischer Mineraloge und Kristallograph) an den Akademiker Arago in Paris(François Arago, (1786–1853)Physiker, Politiker): Die Besteigung des Elbrus, des höchsten Gipfels des Kaukasus siehe: Morgenblatt für gebildete Stände, Nr. 277, Donnerstag, 19. November 1829.
  9. Christian Imboden: Berge: Beruf, Berufung, Schicksal. Rotten Verlag, Visp 2013, ISBN 3-907624-48-3, S. 81 ff., 113 und 166 sowie Carl Egger: Die Eroberung des Kaukasus. Basel 1923.
  10. a b Carl Egger: Im Kaukasus – Bergbesteigungen und Reiseerlebnisse im Sommer 1914. Verlag der Frobenius, Basel 1915.
  11. Christian Imboden: Berge: Beruf, Berufung, Schicksal. Rotten Verlag, Visp, 2013, ISBN 3-907624-48-3, S. 82 und 184 sowie Carl Egger: Die Eroberung des Kaukasus. Basel, 1923.
  12. a b Sven Felix Kellerhoff: Wie Hitlers Gebirgsjäger den Kaukasus stürmten. In: welt.de. 21. August 2012, abgerufen am 18. November 2020.
  13. Josef Martin Bauer: Unternehmen Elbrus – Das kaukasische Abenteuer 1942. Hrsg.: Herbig. Berchtle Verlag, Esslingen 1977, ISBN 3-7766-0787-4.
  14. a b Otto Huber: Vor 70 Jahren standen deutsche Gebirgsjäger auf dem höchsten Gipfel des Kaukasus. In: wize.life. 11. April 2012, abgerufen am 23. August 2018.
  15. Ludwig Hutter: Das Edelweiß am ,Dach Europas`. In: Onlineausgabe des Münchner Merkurs. 4. Mai 2009, abgerufen am 23. August 2018.
  16. Hermann Frank Meyer: Blutiges Edelweiß. Ch. Links Verlag, 2008, ISBN 978-3-86153-447-1, S. 88 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  17. Reisebericht einer Bergsteigergruppe der Alpenvereinssektion Kiel, in den Sektionsmitteilungen der Sektion Kiel, Ausgabe 246, von Oktober 2017
  18. Nationalpark "Prielbrusie". Abgerufen am 26. August 2010 (englisch).
  19. Malin Frank: Elbrus – der umstrittenste der “Seven Summits”. 17. Februar 2009, abgerufen am 25. August 2010.
  20. Simon Richmond: Russia. 5. Auflage. Lonely Planet, 2009, ISBN 978-1-74104-722-6, S. 526 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 19. Oktober 2010]).
  21. Interview with Boris Tilov – the Chef of the rescue service of Elbrus region. In: summitpost.org. Abgerufen am 25. August 2010 (englisch, Interview mit Boris Tilov, Leiter der Rettungskräfte am Elbrus).
  22. About Mount Elbrus, Russia. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 9. Juni 2010; abgerufen am 25. August 2010 (englisch).
  23. Carl McKeating, Rachel Crolla: Europe's High Points. Cicerone Press Limited, 2010, ISBN 978-1-85284-577-3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 19. Oktober 2010]).