Edwina Mountbatten, Countess Mountbatten of Burma

britische Ehefrau des letzten britischen Vizekönigs von Indien

Edwina Cynthia Annette Mountbatten, Countess Mountbatten of Burma CI, GBE, DCVO, GCStJ (geborene Ashley, * 28. November 1901 in Broadlands bei Romsey; † 21. Februar 1960 in Jesselton, British North Borneo) war eine britische Adelige und Ehefrau von Louis Mountbatten, 1. Earl Mountbatten of Burma, dem letzten Vizekönig von Indien.

Edwina Mountbatten ist auf einem Öl-Gemälde von Philip Alexius de László zu sehen. Der Hintergrund ist eher uneindeutig und in orange gehalten. Zu sehen ist Edwina Mountbatten mit halblangem Haar, direkt die betrachtende Person anblickend und mit einem schulterfreiem Oberteil bekleidet.
Edwina Mountbatten, Porträt von Philip Alexius de László (1924)

LebenBearbeiten

Edwina wurde als älteste Tochter von Wilfred William Ashley (1865–1938), ab 1932 Baron Mount Temple, und dessen Ehefrau Amalia Mary Maud Cassel, Tochter des Bankiers Sir Ernest Cassel und dessen erster Gattin Annette Maxwell, geboren.

 
Edwina und Louis Mountbatten

Am 18. Juli 1922 heiratete Edwina in London Lord Louis Mountbatten (1900–1979), später Earl Mountbatten of Burma. Dieser war das jüngste Kind des Prinzen Ludwig Alexander von Battenberg, 1. Marquess of Milford Haven (1854–1921) und dessen Ehefrau Prinzessin Viktoria von Hessen-Darmstadt (1863–1950). Seit ihr Ehemann 1947 zum Earl Mountbatten of Burma erhoben worden war, führte sie den Höflichkeitstitel Countess Mountbatten of Burma. Aus der gemeinsamen Ehe gingen zwei Töchter hervor:

Die Eheleute führten insbesondere in den 1930er Jahren eine offene Beziehung. Beide hatten Beziehungen zu Personen beiderlei Geschlechts. Bekannt ist die Affäre von Lady Mountbatten mit dem ersten indischen Ministerpräsidenten Jawaharlal Nehru (1889–1964), Vater der späteren indischen Premierministerin Indira Gandhi, während ihres Aufenthalts in Indien und dem Sänger und Pianisten Leslie Hutchinson.

Sie starb überraschend 58-jährig auf einer Reise nach Nordborneo, bei der sie für eine Hilfsorganisation Gesundheitseinrichtungen inspizieren sollte. Sie wurde auf eigenen Wunsch im Ärmelkanal auf See bestattet.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Janet Morgan: Edwina Mountbatten. A Life of Her Own. Scribner u. a, New York NY u. a. 1991, ISBN 0-684-19346-9.
  • Philip Ziegler: Mountbatten. The Official Biography. Collins, London 1985, ISBN 0-00-216543-0.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 350