E-Rotic

deutsches Dancefloor-Projekt

E-Rotic ist ein 1994 von David Brandes und Lyane Leigh gegründetes deutsches Dancefloor-Projekt.

E-Rotic
Lyane Leigh und Stephan Appelton in Mannheim bei sunshine live "Die 90er – Live On Stage" (2016)
Lyane Leigh und Stephan Appelton in Mannheim bei sunshine live "Die 90er – Live On Stage" (2016)
Allgemeine Informationen
Herkunft Brüggen, Deutschland
Genre(s) Eurodance, Dancefloor
Gründung 1994, 2014
Auflösung 2005
Website www.e-rotic-music.de
Aktuelle Mitglieder
Sängerin
Lyane Leigh (1994–1999, seit 2014)
Rapper (nur live)
James Giscombe (seit 2015)
Auftrittsdarsteller
Stephan Appelton (seit 2014)
Ehemalige Mitglieder
Rapper / Auftrittsdarsteller
Raz-Ma-Taz (1994–1995)
Auftrittsdarsteller
Terence D’Arby (1995–1996)
Auftrittsdarstellerin
Jeanette Macci-Meier (1995–2001)
Auftrittsdarsteller
Ché Jouaner (1996–2000, 2001–2002)
Sängerin
Lydia Pockaj (1999–2005)
Auftrittsdarstellerin
Yasemin Baysal (2001–2002)
Auftrittsdarsteller
Robert Spehar (2002–2005)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Sex Affairs
  DE 15 19.06.1995 (16 Wo.)
  AT 15 25.06.1995 (16 Wo.)
  CH 26 02.07.1995 (11 Wo.)
The Power of Sex
  DE 47 15.07.1996 (8 Wo.)
  AT 18 14.07.1996 (9 Wo.)
  CH 18 14.07.1996 (8 Wo.)
Thank You for the Music
  DE 93 10.11.1997 (1 Wo.)
Singles[1]
Max Don’t Have Sex with Your Ex
  DE 7 
Gold
Gold
28.11.1994 (22 Wo.)
  AT 12 26.02.1995 (12 Wo.)
  CH 14 29.01.1995 (14 Wo.)
  UK 45 03.06.1995 (2 Wo.)
Fred Come to Bed
  DE 3 
Gold
Gold
20.03.1995 (18 Wo.)
  AT 5 02.04.1995 (14 Wo.)
  CH 6 30.04.1995 (16 Wo.)
  UK 90 02.12.1995 (1 Wo.)
Sex on the Phone
  DE 6 20.06.1995 (14 Wo.)
  AT 2 09.07.1995 (14 Wo.)
  CH 30 30.07.1995 (8 Wo.)
Willy Use a Billy...Boy
  DE 11 
Gold
Gold
23.10.1995 (16 Wo.)
  AT 5 05.11.1995 (12 Wo.)
  CH 20 29.10.1995 (9 Wo.)
Help Me Dr. Dick
  DE 23 26.02.1996 (12 Wo.)
  AT 18 03.03.1996 (8 Wo.)
Fritz Love My Tits
  DE 28 17.06.1996 (7 Wo.)
  AT 16 26.06.1996 (9 Wo.)
  CH 35 21.07.1996 (2 Wo.)
The Winner Takes It All
  DE 84 15.09.1997 (4 Wo.)
Max Don’t Have Sex with Your Ex 2003
  DE 86 04.08.2003 (1 Wo.)

GeschichteBearbeiten

Gründung und Erfolge (1994–1995)

Im Sommer 1994 veröffentlichte E-Rotic die Debütsingle Max Don’t Have Sex with Your Ex und landete damit auf Platz sieben der deutschen Singlecharts. Die Folgesingle Fred Come to Bed erreichte Platz drei.

Auf der Bühne wurde E-Rotic von Sängerin Lyane Leigh (Liane Hegemann) und dem Rapper Raz-Ma-Taz repräsentiert. In dieser Besetzung wurden die Singles Max Don’t Have Sex with Your Ex, Fred Come to Bed und Sex on the Phone sowie das Debütalbum Sex Affairs veröffentlicht. Im Herbst 1995 wurde noch in dieser Besetzung die Single Willy use a Billy...Boy veröffentlicht.

1995–2001

1995 wurden Jeanette Christensen und Terence D‘Arby als die neuen Gesichter von E-Rotic vorgestellt. In der neuen Besetzung wurden die Single Help Me Dr. Dick und das Album The Power of Sex veröffentlicht. Nur ein halbes Jahr später, im Sommer 1996, schied D‘Arby aus dem Projekt aus. Ché Jouaner trat seine Nachfolge an.

Trotz des Personalwechsels auf der Bühne sang auf den Alben The Power of Sex (1996), Sexual Medness (1997), Thank You for the Music (1997), Kiss Me und Mambo No. Sex (beide 1999), die Originalsängerin Lyane Leigh weiterhin die weiblichen Leadvocals. Als Nachfolgerin von Leigh (als Sängerin der weiblichen Leadvocals) wurde 1999 die damals erst 19-jährige Lydia Madajewski vorgestellt. Sie stand erst ab 2002 auch auf der Bühne.

E-Rotic sollte auch für den Echo 1999 nominiert werden, was aber nicht geschah. Lyane Leigh gab einige Jahre später an, dass es wahrscheinlich daran gelegen habe, dass nicht mehr die Originalsänger auf der Bühne waren.

Im Jahr 2000 nahm E-Rotic mit dem Lied Queen of Light am Deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2000 teil, schied jedoch bereits in der Vorrunde aus.[2] Sie erreichten den sechsten Platz.

Im selben Jahr trat Ché Jouaner aus dem Projekt aus. Ab da war Christensen alleine, weil für ihn kein Nachfolger gesucht wurde.

2001–2002

Im Mai 2001 trat auch Jeanette Christensen nach sechs Jahren aus dem Projekt aus. Yasemin Baysal (zuvor Sängerin von Das Modul) wurde ihre Nachfolgerin. Ché Jouaner kehrte, nachdem er ein Jahr zuvor das Projekt verlassen hatte, wieder zurück. In dieser Besetzung wurden die Singles King Kong und Billy Jive (with Willy‘s Wife) (beide im Jahr 2001) veröffentlicht, sowie die Alben Sexual Handling und Sex Generation (auch beide 2001). Im Gegensatz zu dem letzten Jahre blieben die beiden Singles und Alben eher erfolglos.

Ché Jouaner und Yasemin Baysal wurden im Jahr 2002 aus dem Projekt entlassen, da es Kritik an ihrem Verhalten bei einem Auftritt gegeben hatte.

Vorläufiges Ende von E-Rotic (2002–2005)

Als Nachfolger von Jouaner und Baysal standen jetzt die bereits seit 1999 weiblichen Leadvocals Sängerin Lydia Madajewski und Robert Spehar auf der Bühne.

Im Jahr 2002 wurde unter dieser Besetzung eine neue Version von Max Don’t have Sex with Your Ex aufgenommen, die unter den Titel Max Don’t Have Sex with Your Ex (2003) veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2003 folgte das Album Cocktail E-Rotic, das neben viele Songs von 1994 bis 1999 beinhaltet. Nach der Veröffentlichung wurde es ruhiger um E-Rotic, 2005 wurde das Projekt offiziell vorerst aufgelöst.

Comeback von E-Rotic (seit 2014)

2014 starteten E-Rotic mit der ursprünglichen Sängerin Lyane Leigh, dem Rapper Stephen Appleton und dem ursprünglichen Produzenten David Brandes ein Comeback. 2015 kam James Giscombe dazu, der im Wechsel mit Appelton auf der Bühne steht. Icezone Music übernahm das Management sowie die neuen Produktionen der Band. 2016 erschien dann die neue Single Video Starlet und 2018 folgte Mr Mister. Ein neues Album sowie mindestens eine weitere neue Single wurden angekündigt.

Sonstiges

Das Lied Save Me, das 1997 erschien, wurde 2005 von Vanilla Ninja als My Puzzle of Dreams auf dem Album Blue Tattoo veröffentlicht. 2006 wurde die Melodie wieder von Brandes verwendet; diesmal als Wake Me für die Gruppe Shanadoo.[3]

2009 veröffentlichte Lyane Leigh unter dem Namen S.E.X.Appeal eine neue Version des E-Rotic-Hits Sex on the Phone 2009.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

  • Sex Affairs (1995)
  • The Power of Sex (1996)
  • Sexual Madness (1997)
  • Thank You for the Music (1997, ABBA-Tribute)
  • Kiss Me (Japan, 1999)
  • Mambo No. Sex (Deutschland, 1999)
  • Gimme Gimme Gimme (Japan, 2000)
  • Missing You (Deutschland, 2000)
  • Sexual Healing (Japan, 2001)
  • Sex Generation (2001)
  • Cocktail E-Rotic (Japan, 2003)

KompilationenBearbeiten

  • Greatest Tits (1998)
  • E-Rotic Megamix (Japan, 2000)
  • The Very Best Of (Japan, 2001)
  • The Collection (Japan, 2002)
  • Total Recall (Japan, 2003)
  • Total Recall (Deutschland, 2003)

SinglesBearbeiten

 
Lyane Leigh (links) und James Giscombe (rechts) bei der I Love 90s Show, Winter Palace, Sofia, Bulgarien, 2015

* Diese Singles wurden ohne ein Musikvideo veröffentlicht.

** Mit der Single Queen of Light (zusammen mit Jeanette Christensen), wollte E-Rotic beim ESC 2000 in Schweden antreten, aber die Gruppe schied bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest mit dem sechsten Platz aus.

KompilationsbeiträgeBearbeiten

SonstigesBearbeiten

MusikvideosBearbeiten

E-Rotic ist dafür bekannt, dass die Musikvideos ausschließlich aus Comic-Animationen bestehen. Daher sind die jeweiligen Auftrittsdarsteller nicht in Musikvideos zu sehen, bis auf drei Ausnahmen:

E-Rotic MagazinBearbeiten

E-Rotic Magazin war eine von 1997 bis 1998 existierende Sendung im schweizerischen TV-Sender Star TV. In dieser Sendung ging es, wie bei der Musik, um das Thema Liebe und Geschlechtsverkehr. Moderiert und produziert wurde die Sendung von der damaligen Bühnendarstellerin Jeanette Christensen.

Missing HeartBearbeiten

Missing Heart war ein Nebenprojekt von E-Rotic. Es hatte dieselben Produzenten und hatte auch dieselben Sängerinnen (Lyane Leigh, Lydia Pockaj). Im Gegensatz zu E-Rotic, wo es hauptsächlich um Geschlechtsverkehr geht, geht es bei Missing Heart um Romantik.

Aufgrund des geringen Erfolgs wurde dieses Projekt 2002 beendet.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Chartquellen: DE AT CH UK
  2. Das Erste: Eurovision Song Contest: Porträt E-Rotic. Abgerufen am 17. April 2010.
  3. Coversongs@1@2Vorlage:Toter Link/www.love-ninjas.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

WeblinksBearbeiten

Commons: E-Rotic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien