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Wagenhofen (Rohrenfels)

Ortsteil der Gemeinde Rohrenfels
(Weitergeleitet von Doferhof)

Wagenhofen ist ein Pfarrdorf und Ortsteil von Rohrenfels im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, der zum Regierungsbezirk Oberbayern in Bayern gehört. Zur Gemarkung gehören noch das Dorf Ergertshausen, der Weiler Neustetten sowie die Einöde Doferhof.

Wagenhofen
Gemeinde Rohrenfels
Koordinaten: 48° 41′ 43″ N, 11° 9′ 58″ O
Höhe: 387 m
Fläche: 6,43 km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 86701
Vorwahl: 08431

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Wagenhofen liegt nordöstlich von Rohrenfels am Westrand des Donaumooses. Ergertshausen und der Doferhof liegen westlich von Wagenhofen, Neustetten östlich.

Verkehrstechnisch liegt Wagenhofen direkt an der nordöstlich-südwestlich verlaufenden Staatsstraße 2035 von Neuburg an der Donau nach Augsburg. Von Wagenhofen aus führt die Staatsstraße 2046 durch den Ortsteil Neustetten und weiter in südöstlicher Richtung über Königsmoos und Berg im Gau nach Mühlried bei Schrobenhausen, wo sie in die B 300 einmündet.

NachbarorteBearbeiten

Die Nachbarorte sind im Südwesten der Hauptort Rohrenfels, im Westen der Oberhausener Ortsteil Sinning, im Nordwesten Oberhausen, im Norden Ballersdorf und die Neuburger Ortsteile Sehensand, Gnadenfeld (Kahlhof), Hardt und das mit Neustetten zusammengewachsene Altmannstetten und im Osten die Königsmooser Ortsteile Obermaxfeld und Rosing.

GeschichteBearbeiten

Östlich von Wagenhofen befinden sich auf flachen Sandbuckeln Siedlungsplätze aus der Mittelsteinzeit.
Erstmals wird Wagenhofen 1280 als Wägunhofen und im herzoglich-bayerischen Besitz erwähnt. Im 14. und 15. Jahrhundert waren dann weitere Grundherren die Gumppenberger aus Pöttmes, die Pfarrkirche Sankt Maria in Neuburg an der Donau und das Benediktinerinnenkloster ebenfalls aus Neuburg. 1505 bis 1808 gehörte Wagenhofen zum Fürstentum Pfalz-Neuburg.
Das Dorf Ergertshausen gehörte durchgehend den bayerischen Herzögen. 1945 wurde er schwer von Bomben getroffen.
Der Weiler Neustetten wurde erst 1840 gegründet und nach dem benachbarten Altmannstetten benannt.
Der Doferhof war ein Gutshof und wurde erstmals 1214 unter Toueram als Besitz der Pappenheimer benannt. 1280 gehörte er dann ebenfalls den bayerischen Herzögen. Ab 1505 gehörte das Gut der fürstlichen Hofkammer Neuburg. Im Jahr 1624 wurde der berühmte italienische Hofkapellmeister Biagio Marini durch den Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm mit dem Doferhof belehnt.

Die katholische Pfarrkirche Sankt Martin in Wagenhofen ist eine frühgotische Chorturmkirche. Zur Pfarrei gehören die Ortschaften Ballersdorf, Altmannstetten, Sehensand, Hardt, Neustetten und Gnadenfeld (Kahlhof). Ergertshausen und der Doferhof gehören zur Pfarrei Mariä Heimsuchung in Rohrenfels. Beide Pfarreien gehören zur Pfarreiengemeinschaft Neuburg an der Donau.

Bis zum 1. Juli 1972 gehörte die selbstständige Gemeinde Wagenhofen mit ihren Ortsteilen zum Landkreis Neuburg an der Donau und fiel dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern an den vergrößerten Landkreis Neuburg an der Donau, der am 1. Mai 1973 den Namen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen erhielt. Am 1. Mai 1978 wurde der Ort in die Gemeinde Rohrenfels eingegliedert.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 602.

QuellenBearbeiten