Konferenz- und Tischsprechstelle

Eine Diskussionsanlage ist eine elektroakustische Anlage[1], die dazu dient das gesprochene Wort (Schall) innerhalb einer Veranstaltung oder Konferenz aufzunehmen und an die zentralen Lautsprecher, für alle Teilnehmer verständlich, wiederzugeben. Die Diskussionsanlage besteht aus einer Zentrale und aus mehreren Sprechstellen. Die Zentrale übernimmt die Stromversorgung der Sprechstellen und kann diese meist auch steuern. Bei größeren Systemen wird zur Steuerung ein PC / Laptop mit Steuersoftware eingesetzt.

Die an die Zentrale angeschlossenen Konferenzsprechstellen werden meist in Einkabeltechnik über mehrere Stränge installiert.

Die Konferenzsprechstellen besitzen ein Mikrofon meist mit einem Signalisierungselement z. B. Leuchtring am Mikrofonkopf, einer Bedientaste und einem eingebauten Lautsprecher zur Unterstützung. Darüber hinaus können zusätzliche Funktionselemente in der Sprechstelle enthalten sein, z. B. ein Sprachenwähler, Identifikationsmöglichkeit, eine Anzeige, weitere Tastenelemente, um auch Abstimmungen über dieselbe Anlage vornehmen zu können.

Für die Steuerung sind verschiedene Mikrofonbetriebsarten vorgesehen:

  • eine einzustellende Anzahl von Sprechstellenmikrofonen kann gleichzeitig aktiv sein (1 bis 6)
  • nur ein Mikrofon kann aktiv sein, nach dem Prinzip First In – First Out
  • der Vorsitzende kann alle Teilnehmer stummschalten (Hintergrundgeräusche, unerwünschte akustische Rückkopplung)
  • Anmeldung von Redebeiträgen, die vom Vorsitzenden später freigegeben werden
  • z. B. über einen Touchscreen mit geographischer Anordnung der Teilnehmer

Auch ist die Steuerung über ein Netzwerk (LAN) von einem zentralen Regieraum vorstellbar.

Die Zentrale besitzt meist zusätzliche Anschlüsse, um weitere Gerätschaften anzuschließen, z. B. Aufnahmerekorder zur Aufzeichnung des gesprochenen Wortes, Anschlüsse an ein Kamerasystem mit automatischer Steuerung über die Teilnehmersprechstellen.

In Verbindung mit einer Simultandolmetscheranlage sollte nur ein Mikrofon aktiv sein wegen evtl. auftretender Hintergrundgeräusche, die für die Dolmetscher störend sind.

Als eingesetzte Technik kommt eine Übertragung per Kabel, per Funk oder per Infrarotlicht in Frage. Die Übertragung kann analog oder digital erfolgen.

EinsatzBearbeiten

  • Rathaus, Gericht, Bank, Industrie (Boardroom)
  • Stiftungen, Vereinigungen
  • Parlament, Kongress-Zentren

Wichtige HerstellerBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IEC 914 / 1988, Beuth Verlag, Berlin