Kategorisierung, Überarbeiten

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Ich halte die Zuordnung in die Kategorie „Sozialpsychologie“ (oder ähnliches) für durchaus sinnvoll, da mit German Angst ja auch häufig die pessimistische und kritische Grundhaltung der Deutschen gemeint ist.

Zu den aktuellen Wahlen 2005 dringen diese ganzen Ängste vor Arbeitsplatzverlust, Benzinpreiserhöhung etc. wieder stärker in die öffentlichen Medien. Auch das ständige (vermeintliche) Genörgel der Deutschen fällt darunter oder die Blockierung und Abwehrhaltung gegenüber Innovationen und neuen Technologien. --Plantexchen 23:03, 11. Sep 2005 (CEST)

Eingehakt: Ich bin der gleichen Meinung wie Plantexchen, habe den Begriff gerade angesteuert, um die mentale bzw gesellschaftliche Ebene dieses Begriffs genauer nachzulesen, und bekomme nur Informationen zur Aussenpolitik (war auch lehrreich, wusste ich noch nichts drüber) anyway, ich hoffe, es findet sich ein kompetenter Kopf, der diese Ebene auch beleuchten kann, und setze deswegen mal den Überarbeiten-Baustein ein. -- Krokofant 15:39, 8 November 2005 (CET)

Angst und Freud

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Beim Begriff "Angst" handelt es sich meines Wissens um einen psychologischen Fachausdruck (-> Freud), der schon lange vor dem Schlagwort "German Angst" im Englischen gebräuchlich war. Dementsprechend beschreibt "German Angst" eine unspezifische und schwer nachvollziehbare Beklemmung und Zögerlichkeit, ungleich der rationalen "Furcht" vor konkreter Bedrohung. (von 84.169.235.242)

Stimmt! Aus dem Chambers Dictionary: "angst noun 1 a feeling of apprehension, anxiety or foreboding. 2 in existentialism: a feeling of alarm that stems from the realization that the course one's life takes is one's own responsibility rather than being predetermined. ..." [1]
Meines Wissens wird "angst" im Englischen im Sinne von "Angststörung" verwendet, sowie im philosophischen Sinne, vergleichbar mit "Weltschmerz" [2] oder "ennui" [3]. Maikel 13:22, 1. Jun 2006 (CEST)

Eighties' Angst?

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Ich bin zu jung über die Politik der frühen 80er aus eigener Erfahrung mitreden zu können, aber war die "German Angst" nicht auch das Schlagwort anlässlich des Doppelbeschlusses und der Menschenkette.

Die Angst der Deutschen vor der Zerstörung der Lebensgrundlage (durch Umweltzerstörung, durch Atomkrieg) und nicht die Angst vor den "wiedererstarkten" Deutschen nach der Wiedervereinigung...? --Achates 12:20, 4. Jan 2006 (CET)

Ich finde zumindest dass der Begriff nicht typisch für die 1990er Jahre ist. Maikel 15:48, 1. Jun 2006 (CEST)

Ein englischer Begriff, der hauptsächlich in Deutschland gebräuchlich ist

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Meiner Meinung nach wird "German Angst" im Ausland so gut wie nie gebraucht, dafür um so häufiger in Deutschland selbst, etwa so: "Schluss mit der Bedenkenträgerei, wir müssen endlich handeln, in Paris und Washington lacht man sich doch über unsere German Angst krank!". Bezeichnenderweise kommt der Begriff in der englischen Wikipedia auch überhaupt nicht vor. Maikel 14:25, 1. Jun 2006 (CEST)

Sekundiert. Noch nicht mal im Urban Dictionary oder im Englischen Wiktionary gibt es 'German Angst'. (nicht signierter Beitrag von Jpmaterial (Diskussion | Beiträge) 14:40, 23. Nov. 2016 (CET))Beantworten

Genauso ist es, der Artikel ist derzeit Schwachsinn.131.111.170.203 14:25, 5. Mai 2007 (CEST)Beantworten

... und der Satz "Ebenso ist die immer wiederkehrende, auf der Welt oft beispiellose Panikmache in den deutschen Medien ein Beispiel der „German Angst“" ginge ja wohl kaum POVer. Schrecklicher Artikel, man könnte meinen er sei von einem dieser selbsternannten Patrioten geschrieben worden, deren Patriotismus in Wahrheit nur Ausdruck ihrer (persönlichen) Minderwertigkeitskomplexe ist.--85.176.228.112 23:54, 12. Okt. 2008 (CEST)Beantworten

Sehe ich genauso. Google Trends ist hier ziemlich aufschlussreich, der Begriff wird hauptsächlich in Deutschland benutzt: http://trends.google.com/trends?q=German+angst&geo=all&date=all Wenn ich z.B "German beer" nehme sehe ich eine andere Verteilung, dieser Begriff wird im Ausland weit häufiger benutzt als in Deutschland: http://trends.google.com/trends?q=German+beer&geo=all&date=all (nicht signierter Beitrag von 95.89.109.63 (Diskussion) 23:27, 21. Mai 2011 (CEST)) Beantworten

Dem kann ich nur zustimmen. Deshalb existiert auch kein englischsprachiger Artikel dazu. (nicht signierter Beitrag von 79.231.134.30 (Diskussion) 19:18, 24. Okt. 2016 (CEST))Beantworten

Das Lemma ist Teil eines dieser peinlichen neuen Christian Lindner FDP-Slogans.--Lectorium (Diskussion) 17:23, 23. Nov. 2016 (CET)Beantworten

Radikaler Artikelumschrieb

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Ich habe den Artikel umgeschrieben, dabei habe ich versucht ihn zu straffen, in zu enzyklopädisieren, ihn weniger Diplomatie-lastig zu machen und gleichzeitig die wesentlichen Informationen zu erhalten. Falls es mir gelungen sein sollte bitte ich den "Überarbeiten"-Baustein zu entfernen, falls nicht würde ich mich über Kritik freuen, notfalls kann man ja auch revertieren. Maikel 15:48, 1. Jun 2006 (CEST)

Wie aus meinen Artikelergänzungen hervorgeht, gibt es ganz konkrete literarische Quellen für die erste Hälfte des 20. Jhd.s, die bei den Deutschen in bestimmten Lebenssituationen auf eine ganz spezifische Angst schließen lassen. Sie sind aber in der französischen Literatur genauso aufzufinden, wie das Traverso in seiner Studie verfolgt. Das entspricht ja auch dem über Europa verbreiteten Phänomen des Faschismus, der dann in Italien und Deutschland konkreteste Gestalt annahm. Der frühe Welterfolg von "Kaputt" nach 1945 könnte durchaus dazu beigetragen haben, gerade im Zusammenhang mit dem "Dritten Reich" die von Traverso als flächendeckend für die Zwischenkriegszeit in Europa zu diagnostizierende Angst zu einer "german Angst" verengt zu haben. Denn bei Thomas Wolfe weitet der Erzähler seine Beobachtungen zu einer Diagnose der von ihm beobachteten amerikanischen "Angst"-Stimmungen aus. Solche Begriffe haben es einfach an sich, dass sie bei ihrem Auftauchen einen bestimmten Nerv treffen können, von dem sie dann über bestimmte Verstärker eine größere Aufmerksamkeitskonjunktur erreichen und, anstatt schnell wieder vergessen zu werden, vom Feuilleton in die politische Rede eindringen. Und "German Angst" wird dann, unter Teilverlust ihrer Unbestimmtheit aufs Deutsche fixiert, zu etwas, wovon andere offenbar frei sind...--Frank Helzel 12:34, 17. Feb. 2008 (CET)Beantworten

Eu-Beitritt Kroatien

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Inwiefern soll die deutsche Forderung nach einem EU-Beitritt Kroatiens die deutsche Überheblichkeit verdeutlichen?-- Flurax 23:10, 11. Jul. 2009 (CEST)Beantworten

Das ist mir auch ein Rätsel. Ebenso, was hier überhaupt irgendwas mit Überheblichkeit soll. Die Hauptkomponente dieses Klischees ist eigentlich, dass in DE bei einer neuen Idee erstmal vor den Gefahren gewarnt wird, statt über die Chancen zu reden. --TheK? 00:04, 13. Aug. 2010 (CEST)Beantworten
In der Tat: was für ein Unsinn. Gelöscht. --Druckwelle (Diskussion) 13:17, 26. Jul. 2013 (CEST)Beantworten

German assertiveness

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1. Im Artikel wird das Wort assertiveness zunächst mit Überheblichkeit, im Folgenden mit Durchsetzungsvermögen übersetzt. Hierbei handelt es sich ja wohl kaum um Synonyme. Ich persönlich tendiere zu Durchsetzungsvermögen als Übersetzung. Auch leo gibt mir recht, außerdem ist meines Wissens nach assertive positiv besetzt.

2. Der Begriff selbst ist mir bisher nie begegnet. Quellen, Fundstellen wären gut. Andernfalls würde ich ihn streichen. (nicht signierter Beitrag von 217.191.74.24 (Diskussion) 22:32, 3. Apr. 2011 (CEST)) Beantworten

Du hast Recht. Ich greif das nochmal auf. Mischma2000 (Diskussion) 15:58, 16. Mai 2022 (CEST)Beantworten

Warum gibt es dann keinen Artikel in der englischen Wiki?

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Ich verstehe den Artikel nicht. Wenn diese Wortgruppe von angelsächsischen Ländern benutzt wird, warum gibt es dann keinen entsprechenden Artikel in englisch dazu? Wurde dieser Begriff vielleicht nur von deutschen Medien erfunden?

Zwei zurückliegende Quellen konnte ich noch ausfindig machen:

Die Wortschöpfung scheint tasächlich hausgemacht zu sein (den Quellen nach ist es eine Erfindung von Edmund Stoiber). Vor dem Jahre 2000 finden sich Null Treffer bei Google, nach 2000 nur Treffer zu dem oben genannten Buch. Interessant wird es erst nach Fukushima, da schnellt der Gebrauch in die Höhe (wohlgemerkt nur in Deutschland!) (nicht signierter Beitrag von 139.20.53.46 (Diskussion) 17:03, 1. Aug. 2011 (CEST)) Beantworten

Weil es gibt keinen allgemeinen Begriff von "German Angst" im angelsächsischen Sprachraum. Marcadler 22:03, 4. Aug. 2011 (CEST)Beantworten
Friedrich Ani ist ein Kriminalschriftsteller, der seine Werkd natürlich betiteln mag, wie er will. Als Quelle kann ich das irgendwie nicht sehen. --92.218.153.19 11:54, 7. Apr. 2022 (CEST)Beantworten

Die deutsche Furcht vor den Gefahren von Atomkraftwerken als Beispiel für "German angst"? Es ist ja gut, daß man sich die Mühe macht, "German angst" hier genauestens zu recherchieren, zu definieren, und Beispiele zum Verständnis aufzuführen. Aber ein Gefühl von "jetzt weiß ich, was das ist" konnte ich dem bislang nicht abgewinnen. Genaugenommen konnte ich mit der Diskussionsseite mehr anfangen, als mit dem Artikel selber. (nicht signierter Beitrag von 92.231.147.149 (Diskussion) 09:37, 12. Okt. 2011 (CEST)) Beantworten

Also ich finde problemlos aeltere Referenzen fuer "German Angst", z.B. hier eine in der NY Times von 1997: http://www.nytimes.com/1997/04/25/opinion/25iht-edrim.t.html Im klassischen "web" finden sich ein paar noch aeltere Artikel die nachtraeglich eingestellt wurden, z.B. ein Artikel der Chicago Tribune von 1991: http://articles.chicagotribune.com/1991-02-18/news/9101160217_1_peace-movement-gulf-war-german-public-life Noch frueher wird es dann duenn im "web", man findet aber recht schnell Referenzen in Buechern, z.B. in "German international, Volume 23" von 1979: "The forecast was a symptom of the traditional national disease, German Angst." Ich habe noch ein paar Hinweise auf Buecher aus den 1960ern ueber Martin Luther gefunden die ebenfalls "German Angst" als Terminus verwendet haben koennten aber ich kann das nicht verifizieren. "German Angst" ist definitiv keine Erfindung von Edmund Stoiber und scheint auch gut genug verstanden zu werden das man ihn nicht jedes Mal erklaeren muss. Das er im letzten Jahrzehnt in Deutschland inflationaer verwendet wurde mag allerdings durchaus an Stoiber gelegen haben :-) --188.174.119.202 16:02, 13. Jul. 2012 (CEST)Beantworten

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Ich habe auf die Schnelle keine Links dort gefunden, die irgendetwas mit diesem Artikel zu tun haben. Die scheinen alle das Konzept [Angst] in verschiedener Art abzuhandeln, jedoch nicht German Angst212.90.151.90 10:35, 18. Mär. 2013 (CET)Beantworten

Beispiele

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Es werden hier schon merkwürdige Beispiele gebracht: Die vorsichtige deutsche Außenpolitik und dann die Hysterie auch bei kleineren Katastrophen ist bekannt, aber in welchem Zusammenhang stehen diese denn hier? Das wären doch gleich mehrere Punkte. Den Rest verstehe ich nicht: Worum geht es bei Greiner, und was in Gottes Namen hat der EU-Beitritt Kroatiens denn mit der "German Angst" zu tun??? Wie kommt man davon auf auf das "am deutschen Wesen soll die Welt genesen"-Pathos?--Antemister (Diskussion) 22:54, 29. Mär. 2013 (CET)Beantworten

Beispiel "am Deutschen Wesen":

Die Festmahlsrede Wilhelms II. eignet sich nicht, um eine Überheblichkeit der Deutschen das Wort zu reden. Das Sichten dieser Quelle (ich habe die Quellenangabe ergänzt) sei im Zweifel empfohlen. Überhaupt ist es m.E. abzulehnen, in einem Artikel zur "German Angst" die deutsche "Überheblichkeit" als (sic!) komplementäre Verbindung zu behaupten. Beides hat m.E. nicht notwendigerweise etwas miteinander zu tun. Sollten gute Gegenargumente fehlen, werde ich entsprechende Aussagen im Artikel im nächsten Jahr entfernen. --Hig (Diskussion) 12:41, 8. Dez. 2013 (CET)Beantworten

Sehe ich genauso. Das sind zwei unabhängige Phenomäne, die getrennt behandelt werden müssen. Mischma2000 (Diskussion) 16:00, 16. Mai 2022 (CEST)Beantworten

ist German Angst ein Hoax?

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"German Angst" scheint wohl eher ein nicht hinterfragter Hoax zu sein. Die beschriebenen Ängste sind auch bei vielen anderen Ländern bekannt. Niemand käme etwa auf die Idee, die unter US-Bürgern verbreitete Terror-Angst oder die ewige Thematisierung des Weltuntergangs in US-Medien als "American-Panic" zu beschreiben. Die Sorge vieler Länder im Ostblock oder Arabien vor einer "Verwestlichung" ihrer Werte wird nicht als Russian- oder Saudi-Arabian-Angst bezeichnet. Die Angst der russischen Politik vor Demonstrationen, Mädchenbands, Greenpeace-Bannern und Händchen haltenden Männern nennt man auch nicht "Russian-Ängstlichkeit" sondern steckt es in die Kategorie andere Länder, andere Sitten. Die amerikanische Schriftstellerin Erica Jong attestierte den Deutschen im folgenden Artikel zum Thema German Angst eine allgemeine Hypochondrie da auf hiesigen Toiletten der Stuhl nicht gleich im Wasser verschwindet sondern auf einer Ablage landet die u.a. der Stuhlprobe dienlich sein kann. Bei möglichen Problemen hinzusehen statt wegzugucken ist eher eine Stärke statt der vielen US-Prüderien zum Thema Körper und Sex. Meiner Meinung nach gehört das Thema German Angst ähnlich einer Verschwörungstheorie in die Schublade Banalität gesteckt. Hier zum Artikel: http://www.fluter.de/de/141/thema/13257/ --Kyopy (Diskussion) 14:48, 23. Mär. 2015 (CET)Beantworten

'Angst' und Michel Foucault

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Man kann den Angstbegriff vielleicht auch in die Richtung Macht verstehen. Nach Michel Foucault: Das Souveränitätsdispositiv (König) als Machtregime lebte davon, daß es nach dem Grundsatz regierte "leben und sterben lassen", d. h. der Souverän, also z. B. König hatte die Macht Leute auf das Schafott zu bringen oder in den Tod zu schicken (Soldaten). Das änderte sich mit der "Modernen" radikal, das Machtregime definiert sich heute nur noch darüber die Leute "leben zu lassen" (und dabei alle Aspekte des Lebens bis in die winzigste Verästelung zu kontrollieren bzw. zu disziplinieren). Macht ist dann bei dem relevant wie wir uns kleiden, was wir kaufen (und wie wir das kaufen!)... Das scheint mir für die 'German Angst' ganz charakteristisch zu sein. Während in anderen Ländern anders auf dieses Machtregime reagiert wird, haben die Leute hier vor allem Angst das falsche zu tun, vor Polizei, dem Vorgesetzten... So könnte man den Begriff 'German Angst' auch verstehen.

Klimawandel- und Atomkraft-Folgen werden verharmlost

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Dass die Folgen von Klimawandel und nuklearen Störfalllen als "German Angst" verharmlost werden, ist schon nah an Propaganda. Abgesehen davon gibt es "Bedenken" bei diesen Themen weltweit, es sind schon deswegen schlechte Beispiele für "German Angst". Ich würde diese Beispiele daher entfernen wollen, gibt es da Gegenargumente? --Venyo (Diskussion) 16:01, 15. Mai 2016 (CEST)Beantworten

Eingangssatz

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Es sollte bereits im Eingangssatz - im englischen Sprachraum - eingefügt werden. Danke.--2003:88:EF47:B7E0:3D6C:FCE3:56BF:71E3 15:54, 5. Apr. 2017 (CEST)Beantworten

Kritik

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Wieviel Angst die Deutschen in Bezug auf Corona haben, hängt auch sehr von der medialen Darstellung ab und zu dem Zeitpunkten der Umfragen war noch viel Verharmlosung von politischer Seite wirksam ("nur eine Grippe" etc.). Ich denke der Abschnitt muss entsprechend angepasst und gekürzt werden. Spätestens wenn das erste Krankenhaus Leute sterben lässt aufgrund von Triage und das medial umgeht, wird sich die Lage ändern. Ansonsten reicht eine Überschrift und ne kurze Erwähnung des Lemmas in einem Artikel im Zuge einer Umfrage nicht aus, um so einen breiten Abschnitt im Artikel zu lassen. Das scheint mir nicht mit NPOV und WP:Q vereinbar. -- Amtiss, SNAFU ? 15:03, 14. Mär. 2020 (CET)Beantworten

@Amtiss: Über eine Kürzung des Abschnitts lässt sich streiten, aber nicht um den Inhalt, zumal mehrere Belege angegeben waren. Die ganzen oberen Teile des Artikels sind meiner Meinung nach in einigen Abschnitten fragwürdig und der Stereotyp mehr oder weniger unbelegt. Wenn jetzt mehrere, nicht nur eine Umfrage wie von dir behauptet zum gleichen Zeitpunkt zu dem Ergebnis kommen, dass die Deutschen im Vergleich weniger ängstlich reagieren und in Medien geschrieben wird, dass dies "Dem Stereotyp der German Angst" widerspreche, warum sollte das dann nicht hier unter ==Kritik== stehen dürfen?!? Darf man diesen Sterotyp nicht belegt kritisieren, etwa nur zustimmen? Einen Artikel dieser Art, der auf eine kritische Betrachtung des Themas in keinster Weise eingeht, halte ich für tendenziös. Mit dem Abschnitt ==Kritik== hatte ich mit Belegen eine andere Sichtweise eingebracht. Wenn du magst kannst du es überarbeiten und kürzen. Löschen würde ich es hingegen nicht.
Wenn du schreibst Spätestens wenn das erste Krankenhaus Leute sterben lässt aufgrund von Triage und das medial umgeht, wird sich die Lage ändern. ist das reinste Spekulation.
Die von mir zitierte Umfrage hatte Bürger in mehreren Länder zum gleichen Zeitpunkt befragt. Darunter waren auch Länder mit vergleichbaren Situationen.
In Deutschland gibt es mittlerweile auch Tote und keiner schreibt von German Angst die jetzt losbreche. In anderen Ländern schließen sie gleich alle Grenzen, bei uns nicht. (hat auch mit Strukturen/Kompetenzen in den jeweiligen Ländern zu tun und nicht pauschal mit einer Angst).
Ich würde also nicht mit Toten spekulieren um Kritik am Stereotyp German Angst aus dem Artikel rauszuhalten, wenn es in Medien in diesem Zusammenhang kritisiert wurde.
Der Zusatz, bevor es zur Pandemie hochgestuft wurde, ist unnötig und meiner Meinung nach auch falsch, denn das galt ja für alle Länder. Durch diesen Zusatz wird mMn eine unterschwellige Aussage getroffen, dass dies Auswirkungen auf die Ergebnisse der Umfrage in Deutschland hätte. Zum Zeitpunkt der Umfrage war es jedoch weltweit nicht als Pandemie eingestuft, nicht nur in Deutschland und hier geht es ja um German Angst und Kritik daran, die in Medien geübt wurde. Insofern passt dies auch nicht zu ==Rezeption== sondern gehört zur ==Kritik== am Stereotyp der German Angst.
Im Vergleich zu den 3 Punkten bei ==Rezeption== finde ich diesen 1 Punkt bei ==Kritik== im Umfang übrigens kompakt dargestellt. Vielleicht kann man noch die Ergebnisse raus kürzen und nur die Schlussfolgerungen/Interpretation der Umfragen drin lassen, dass die Umfrageergebnisse dem Sterotyp der German Angst widersprächen.
Viele Grüße -- Triple C 85 |Diskussion| 14:37, 15. Mär. 2020 (CET)Beantworten
Klar, darf der Stereotyp kritisiert werden. Nur ist eine fundierte Kritik mehr als eine beiläufige Erwähnung in zwei Nachrichtenartikeln. Die Quellenlage mag auch in anderen Teilen des Artikels mau sein. Das habe ich nicht überprüft. Das ändert nichts daran, dass Aussagen gut belegt werden sollte. Z.B. fehlt eine Einordnung der Ausbreitung der Pandemie zu dem jeweiligen Zeitpunkt der Umfragen, dafür bräuchte es im Idealfall eine auf die Umfragen (zeitlich zurück-)blickende Quelle. Ich hab mit der Umformulierung versucht meine Problem mit dem Abschnitt zu beheben. Ich hoffe, es wird verständlich was ich meine. -- Amtiss, SNAFU ? 15:18, 15. Mär. 2020 (CET)Beantworten

Dem ist zuzustimmen. Auch wenn meine Edit-Zusammenfassung vorschnell war, wofür ich um Nachsicht bitte, wird der Bezug zum Lemma-Begriff allein durch den Autoren des Welt-Artikels hergestellt. Der entfernte Abschnitt sollte nicht mit „Kritik“ betitelt und auch inhaltlich so bearbeitet werden, dass ein Bezug zum Lemma erkennbar wird. Der betroffenene Quelltext ist zu diesem Zwecke hierher ausgelagert:

 == Kritik ==
 ;Dem Stereotyp ''German Angst'' widersprechende Umfrageergebnisse zu Beginn der Coronavirus-Epidemie 2019/2020
 Es gibt drei Umfragen während der [[COVID-19-Pandemie|Coronavirus-Epidemie 2019/2020]], die zeigen, dass deutsche Bürger im Februar und März 2020 im europäischen Vergleich ziemlich gelassen reagierten, was dem Stereotyp „German Angst“ widerspräche. Unter den größten europäischen Nationen reagierten lediglich die Briten noch abgeklärter. Auf diese Ergebnisse deutet eine Untersuchung hin, für die das Meinungsforschungsinstitut [[Ipsos]] am 28. und 29. Februar 10.000 Menschen in zehn Ländern befragt hat. Dementsprechend würden auch drakonische Quarantänemaßnahmen für ganze Dörfer oder Städte von den Deutschen überproportional häufig abgelehnt.<ref name="WELT_Corona_GA" />
 Nachdem sich das Coronavirus Anfang März in Deutschland weiter ausbreitete, bestätigte eine Umfrage des [[ARD-Deutschlandtrend]] diese Ergebnisse und wies in dieselbe Richtung. Eine repräsentative Befragung von 1002 Bundesbürgern, durchgeführt von [[Infratest dimap]] am 2. und 3. März 2020 zeigte, dass nur sechs Prozent der Deutschen sehr große Angst vor einer Ansteckung hatte; 16 Prozent hatte große Angst; 76 Prozent der Befragten fürchteten sich demgegenüber wenig oder kaum.<ref name="WELT_Corona_GA">WELT: [https://www.welt.de/wirtschaft/article206352967/Coronavirus-Bundesbuerger-weniger-besorgt-als-Menschen-in-anderen-Laendern.html ''Von wegen „German Angst“ – die Deutschen sind in der Corona-Krise ausgesprochen cool'']. 6. März 2020. Online unter www.welt.de. Abgerufen am 12. März 2020.</ref> Beim ZDF-[[Politbarometer]] am Freitag, den 6. März 2020, wurden vergleichbare repräsentative Ergebnisse präsentiert, nachdem die [[Forschungsgruppe Wahlen]] 1276 Menschen befragte. Eine Mehrheit der Deutschen mache sich angesichts der Coronavirus-Ausbreitung keine Sorgen um die Gefährdung der eigenen Gesundheit.<ref>NTV: [https://www.n-tv.de/ticker/Umfrage-Mehrheit-der-Deutschen-sieht-sich-durch-Coronavirus-nicht-gefaehrdet-article21623480.html ''Keine German Angst. Umfrage: Mehrheit der Deutschen sieht sich durch Coronavirus nicht gefährdet'']. 6. März 2020. Online unter www.n-tv.de. Abgerufen am 12. März 2020.</ref> Im internationalen Vergleich sei Deutschland hier unaufgeregt. Auch das Vertrauen in das Gemeinwesen sei recht hoch.<ref name="WELT_Corona_GA" />

--WinfriedSchneider (Diskussion) 10:45, 16. Jan. 2021 (CET)Beantworten

PS. Die angeführten Umfragen sind sowohl thematisch als auch zeitlich eng begrenzt, nämlich auf Corona und genau eine Woche Ende Februar Anfang März 2020. Es ist fraglich, also zunächst mal eine Theorie, ob und wie gut sie zum behandelten Lemma passen, gerade weil der Welt-Autor sie in dem Artikelchen recht hemdsärmelig herstellt. Wünschenswert wäre in jedem Fall die Originalquelle, nämlich die Ipsos-Umfrage, um deren Anliegen, Qualität und Zweck einzuschätzen. Gleiches gilt für das ZDF-Politbarometer, dem NTV nur eine Kurzmeldung widmet. Beachte: WP:Belege#Was sind zuverlässige Informationsquellen? Im Übrigen fehlt dem Politbarometer eine Bezugnahme zum Lemma sowie der internationale Vergleich. --WinfriedSchneider (Diskussion) 11:12, 16. Jan. 2021 (CET)Beantworten

PPS. Ipsos:

--WinfriedSchneider (Diskussion) 11:41, 16. Jan. 2021 (CET)Beantworten

Beispiele der Stereotypen: German Angst: Belege und Einordnung

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Hallo, mir erscheint die Auflistung der Beispiele ("Populäre Anlässe hierfür konnten etwa die Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015, Google Street View (dessen Erweiterung in Deutschland als einzigem Land eingestellt wurde), die Vogelgrippe H5N1, die COVID-19-Pandemie, BSE, die Risiken der Kernkraftwerke sowie die auswuchernde Angst vor dem Weltuntergang bzw. der Apokalypse durch den Klimawandel oder das Tōhoku-Erdbeben 2011 sein.[2]") recht subjektiv und ich würde mir Belege wünschen, statt eine einfache Verlinkung auf betreffende Wikipedia-Artikel. Aus den Artikeln geht nämlich nicht hervor, ob populär auftretende Persönlichkeiten diese Ereignisse mit der "German Angst" in Verbindung gebracht haben. In meinen Augen wirkt die Auflistung wie eine Auflistung von gesellschaftlichen Krisenerlebnissen, inwiefern die deutsche Reaktion auf diese Ereignisse "German Angst" sei, von Persönlichkeiten als "German Angst" beurteilt wird und inwiefern die deutsche Reaktion von den Reaktionen anderer Staaten auf besagte Ereignisse abweicht, um das Charakteristika eines Alleinstellungsmerkmals ("German Angst" sei schließlich etwas, was nur die Deutschen hätten) zu erfüllen, wird nicht erwähnt.

Für mich ist weder Methodik, noch Basis der Aufzählung erkennbar - Abgesehen von Beleg [2], welcher sich rein auf das letztgenannte Tōhoku-Erdbeben 2011 bezieht und deswegen nicht nach dem Ende des Satzes stehen sollte, sondern direkt nach der Verlinkung auf das Tōhoku-Erdbeben 2011.

Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen, Liebe Grüße!

Hinzufügen könnte man noch die in Europa einzigartig auffällige Affinität der Deutschen zu Fahrradhelmen, der geradezu zwanghafte Drang, Trampoline mit Schutznetzen zu umbauen und natürlich die hartnäckigen Impfgegner.--92.218.153.19 10:48, 24. Mär. 2022 (CET)Beantworten

Hallo IP, vielen Dank für die Info! Ich habe den Abschnitt gerade gelöscht (unabhängig von deinem Beitrag, den ich erst danach sah), da hier nicht nur wilde Theoriefindung betrieben wurde, sondern auch dieser POV noch mit einem fingierten Beleg versehen wurde, der viele getätigen Aussagen überhaupt nicht belegen kann. Dass dein Beitrag trotz seiner offensichtlichen Richtigkeit, die jedem sofort einleuchten müsste, mehr als 4 Monate übersehen oder ignoriert wurde, gibt leider kein gutes Bild für die Wikipedia ab. Hier sind gravierende Fehler passiert, die so nicht passieren dürfen. Viele Grüße, Andol (Diskussion) 19:00, 4. Aug. 2022 (CEST)Beantworten
Benutzer:Robberey1705, ich fordere dich auf, diesen Edit unverzüglich wieder rückgängig zu machen. Ich hatte sowohl im Löschkommentar als auch hier auf der Diskussionsseite dargelegt, dass der Abschnitt eine Belegfiktion darstellt und deshalb so nicht tragbar ist, was nun wirklich für jeden Wikipedia-Autoren eindeutig sein sollte. Trotzdem diesen reinen POV samt Belegfiktion zum Vortäuschen eines Beleges wiederherzustellen ist purer Vandalismus und werde ich auch als solchen melden, falls du diesen Edit nicht rückgängig machst. Hier mit dem Kommentar "erst Diskurs, der bereits angestoßen wurde, dann erst löschung" zu revertieren, ist einfach nur abstrus. Nicht nur, dass du dich an der Diskussion überhaupt nicht beteiligt hast nach deinem Revert: Über was soll man bei einer Belegfiktion denn reden? Belegfiktion ist Belegfiktion, ein No-Go, das niemals tragbar ist. Ganz einfach. Und was soll "Die Quelle dient offensichtlich nicht als beleg für alle aufgeführten Beispiele." heißen? Die Quelle steht am Schluss des gesamten Abschnittes und muss daher von jedem Leser so interpretiert werden, als belege sie den gesamten Abschnitt. Also setzt du den Absatz freiwillig zurück, oder müssen wir diese vorsätzliche Wikipedia-Manipulation auf VM klären? Denn eines kann ich dir sagen. Bei Belegfiktionen kenne ich keinen Spaß. Und wenn Autoren, die so etwas willentlich wieder einsetzen, obwohl man ihnen die Sachlage erklärt hat, dann schaue ich da sicher nicht tatenlos zu. Es liegt bei dir. Die Sichtung habe ich entfernt, dass zumindest Öffentlichkeit nicht weiter getäuscht wird. Der Rest liegt bei dir. Andol (Diskussion) 00:20, 5. Aug. 2022 (CEST)Beantworten

Nochmal German assertiveness

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Was hat German assertiveness im Artikel zu suchen? Das Lemma ist German Angst und es gibt keinen Grund, das mit einem komplementärbegriff zu vermischen. Die Erwähnung ist ok, der Rest gehört da nicht hin. Wenn das niemand nachvollziehbar begründet, warum beide Begriffe unter einem Lemma geführt werden sollen bzw Veto einlegt, nehm ich das demnächst raus. Mischma2000 (Diskussion) 15:57, 16. Mai 2022 (CEST)Beantworten

Literatur von Frank Biess

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Biess sieht einen realen Hintergrund der Ängste. Frank Biess: „Republik der Angst“: Zyklen der German Angst --ZemanZorg (Diskussion) 03:16, 6. Aug. 2022 (CEST)Beantworten

Damit könnte man wohl was anfangen. Ich habe mal die unbelegten Aussagen entfernt, die hier durch eine IP reingekommen sind [4], und nur Fukushima gelassen, denn das ist zumindest belegt. Es wäre aber sicher gut, den Artikel mit Sekundärliteratur weiter auszubauen. Andol (Diskussion) 14:56, 6. Aug. 2022 (CEST)Beantworten
Hallo Andol,
ich habe die COVID-19-Pandemie wieder hinzugefügt. Durch mehrere Referenzen ist deren Relevanz im Hinblick auf das Phänomen German Angst und dessen gesellschaftlichen Diskurs nun nachgewiesen. BG --2806:2F0:51E1:EAD9:6860:22DB:5051:69DF 00:25, 9. Aug. 2022 (CEST)Beantworten

"German Angst" als typisch deutsches Phänomen ein Hoax

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Dieses Thema wurde bereits vor 8 Jahren auf dieser Diskussionsseite angesprochen. Ich halte diesen Aspekt dennoch für so wichtig, dass ich es für sinnvoll halte, einen neuen Abschnitt dazu zu eröffnen, damit er entsprechend Aufmerksamkeit erhält.

Das Konzept der "German Angst" als vermeintlich vom Ausland als typisch deutsch angesehenes Phänomen ist aus meiner Sicht ein Hoax, der wohl aus einem selbstreferentiellen Narrativ entstanden ist, das sich Deutsche, und zwar ausschließlich Deutsche (!), selbst zuzuschreiben scheinen.

Der Begriff wird im Ausland kaum (wohl eher gar nicht und wenn, dann wohl gerade wegen diesem Hoax) verwendet, was man auch daran sieht, dass es ausschließlich in der deutschsprachigen (noch nicht einmal in der englischsprachigen) Wikipedia einen Artikel dazu gibt, und das, obwohl der Begriff laut BKS dem englischsprachigen Raum entstammt.

Dieser Artikel enthält, abgesehen von einem französischen Buch, das sich nicht direkt auf ein vermeintlich typisch deutsches Phänomen bezieht, keine einzige nichtdeutsche Quelle, und die zwei weiteren auf der BKS angeführten Bedeutungen sind deutsche Filme.

Die im Artikel angeführten Beispiele werden allesamt von Deutschen genannt, und deren Aussagekraft wurde (zurecht) bereits mehrfach auf dieser Diskussionsseite infrage gestellt. Sie sind m. E. so banal und auch quantitativ dürftig, dass es fast schon merkwürdig erscheint, dass daraus ein Begriff werden konnte.

Ich könnte dutzende Gegenbeispiele für Lebensbereiche aufzählen, in denen gerade Deutsche im internationalen Vergleich äußerst unbesorgt vor potenziellen Gefahren und unerwünschten Folgen wirken:

Wenn Deutsche angeblich so besorgt um Gefahren sind, warum gibt es dann in Deutschland als fast einziges Land der Welt kein Tempolimit? Warum hat Deutschland europaweit mit die wenigsten und laschesten Regulierungen bei Alkohol und Zigaretten im Hinblick auf Verfügbarkeit (Zigarettenautomaten sind beispielsweise in den allermeisten EU-Ländern bereits lange verboten), Werbung, Besteuerung und Erwerbsalter (in anderen Ländern wäre es völlig undenkbar, Alkohol an Minderjährige zu verkaufen; geschweige denn an 14-Jährige ("Begleitetes Trinken")? Warum gibt es in Deutschland im Gegensatz zu den meisten EU-Ländern keine Bargeldobergrenze? Warum ist Deutschland das erste und einzige EU-Land, das vor hat, Cannabis zu legalisieren (in Portugal und den Niederlanden ist es lediglich entkriminalisiert)? Warum hat Deutschland eines der niedrigsten Schutzalter der Welt? Warum hat Deutschland im Gegensatz zu den meisten EU-Ländern keine Altersbeschränkung für Tattoos? Warum ist Rauchen im PKW in Deutschland im Gegensatz zu vielen EU-Ländern erlaubt, und das selbst im Beisein von Kindern? Warum gibt es in Deutschland keine Helmpflicht für Radfahrer? Die gibt es selbst in vielen Bundesstaaten der angeblich so freiheitsliebenden USA. Warum keine Warnwestenpflicht für alle Passagiere eines Autos, wie es in vielen Ländern der EU der Fall ist? Ich könnte noch etliche weitere Beispiele aufzählen.

Die allermeisten Länder sind in diesen Bereichen deutlich vorsichtiger oder, um es neutraler zu formulieren, zurückhaltender als die Deutschen, und ich wäre nicht überrascht, wenn uns das Ausland als ziemlich unterreguliertes Land wahrnimmt und verwundert wäre, dass einige Deutsche von sich selbst dennoch das Bild einer überängstlichen und risikoaversiven Gesellschaft haben.

Halten wir also fest: Die "German Angst" als Narrativ einer deutschen Gesellschaft, die besonders ängstlich vor potenziellen Gefahren ist und entsprechend strenge Gesetze erlässt, um deren Eintreten vorzubeugen, ist offenbar im Ausland völlig unbekannt, wird ausschließlich von Deutschen als solche betrachtet und aufgearbeitet und ist in zahlreichen Lebensbereichen auch schlicht unzutreffend.

Es scheint sich um einen selbstreferentiellen Hoax zu handeln, der sich zu anderen irgendwann mal aufgestellten und nicht weiter hinterfragten Narrativen von Deutschen über Deutsche einreiht, die Deutschen zeigen sollen, wie die Welt angeblich über Deutschland denkt, dabei jedoch außerhalb Deutschlands (nahezu) völlig unbekannt sind und nicht selten völlig and der Realität vorbeigehen, wie beispielsweise dem Mythos, Deutschland habe das komplexeste Steuersystem der Welt und aus Deutschland käme die Mehrheit der weltweiten Steuerliteratur (https://www.steuermanufaktur.com/2013/01/ein-mythos-entlarvt-kommen-23-der-steuerliteratur-aus-deutschland/), dem Mythos, Deutschland habe mit den aufgeblähtesten Bürokratie- und Verwaltungsapparat der Welt (https://www.humboldt-foundation.de/entdecken/magazin-humboldt-kosmos/typisch-deutschland-von-aussen-gesehen/unsere-verwaltung-ist-gar-nicht-aufgeblasen), oder dem Mythos, der Ausdruck „Land der Dichter und Denker“ sei eine historisch gewachsene und weltweit bekannte Bezeichung für Deutschland (https://www.youtube.com/shorts/0TtaBI_lRuQ).

Es erscheint mir übrigens ziemlich ironisch, dass gerade die in deutschen Medien allzu gerne als übertrieben freiheitsliebend und regulierungsaversiv dargestellten USA in Wirklichkeit in fast allen Lebensbereichen deutlich mehr und deutlich strengere Gesetze und Vorschriften als das in deutschen Medien häufig als überreguliert und verbotsliebend bezeichnete Deutschland aufzuweisen haben, was wiedermal zeigt, wie sehr man Stereotype (insbesondere solche ohne direkten Vergleich) hinterfragen und für fragwürdige Behauptungen konkrete Beispiele fordern sollte.

Man müsste den Artikel m. E. folglich stark umschreiben, um ebendies deutlich zu machen. --Maxeto0910 (Diskussion) 09:43, 30. Jul. 2023 (CEST)Beantworten