Dietrich Morner

deutscher Rechtsgelehrter, Rechtsgelehrter, Propst und Kanzler

Dietrich Morner (auch Dietrich Mörner, † nach 1364) war ein deutscher Rechtsgelehrter, Propst von Bärwalde, Soldin und Bernau und Protonotar der Mark Brandenburg.

LebenBearbeiten

Er stammte aus der Familie Mörner aus Zellin bei Bärwalde in der Neumark. 1355 wurde er erstmals in Diensten des Markgrafen von Brandenburg erwähnt. 1336 studierte er in Bologna Rechtswissenschaften.

1349 war Morner Propst von Bärwalde, Dekan im Kollegiatstift Soldin und besaß zwei Altare in der Stadtkirche von Dramburg. 1350 erhielten er und seine Brüder Otto und Redekyn ein Freihaus in Berlin durch Markgraf Ludwig. Seit dieser Zeit war er Protonotar (auch Kanzler genannt) des Markgrafen.

1351 wurde Morner noch einmal als Dekan von Soldin erwähnt, seit 1352 war er dort Propst. 1353 wurde er Propst von Bernau, was er bis 1366 blieb. In dieser Zeit war er weiter als Protonotar in Berlin tätig.[1][2] Sein Todesjahr ist unbekannt.

LiteraturBearbeiten

  • Christian Gahlbeck, Blandine Wittkopp: Soldin (Myślibórz). Kollegiatstift. In: Heinz-Dieter Heimann, Klaus Neitmann, Winfried Schich (Hrsg.): Brandenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte und Kommenden bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts (= Brandenburgische historische Studien, Band 14). Band 2. Be.bra-Wissenschaft-Verlag, Berlin 2007. ISBN 978-3-937233-26-0. S. 1123–1147, hier S. 1127.
  • Karl Friedrich von Klöden: Diplomatische Geschichte des Markgrafen Waldemar von Brandenburg vom Jahre 1295–1323. Band 4, Berlin 1845. S. 158 u.ö.

AnmerkungenBearbeiten

  1. Urkundenregest 1363 Geheimes Staatsarchiv Berlin, Ludwig der Römer verschreibt Thyderich Morner und seinen Brüdern den Fischmarkt zu Zollen
  2. Urkunde 1363 Sächsisches Staatsarchiv