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Die zwei Gesichter einer Frau

Film von Dino Risi und Claudio Risi

Die zwei Gesichter einer Frau (Originaltitel: Fantasma d’amore) ist ein Filmdrama von Dino Risi aus dem Jahr 1981. Der Film basiert auf einer Romanhandlung von Mino Milani.

Filmdaten
Deutscher TitelDie zwei Gesichter einer Frau
OriginaltitelFantasma d’amore
ProduktionslandItalien, Deutschland, Frankreich
OriginalspracheItalienisch
Erscheinungsjahr1981
Länge96 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieDino Risi
DrehbuchDino Risi,
Bernardino Zapponi
ProduktionPio Angeletti,
Adriano De Micheli,
Ludwig Waldleitner
MusikRiz Ortolani
KameraTonino Delli Colli
SchnittAlberto Gallitti
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Der Rechtsanwalt Nino Monti führt zusammen mit seiner Frau Teresa ein geregeltes Leben, dass sich an einem Tag plötzlich ändert, als er seine Jugendliebe Anna im Bus wiedertrifft. Anna wirkt gealtert und krank. Sie bittet Nino um 100 Lire, damit sie den Bus bezahlen kann.

Fortan sind die Gedanken Ninos von Anna bestimmt. Er beginnt Nachforschungen anzustellen und seine Freunde teilen ihm mit, dass Anna bereits vor drei Jahren an Krebs verstorben ist. Nino glaubt dies nicht und beginnt mit Anna zu telefonieren und sich zu verabreden. Sie sieht aus wie früher und hat äußerlich wenig Ähnlichkeit mit der älteren und kranken Anna aus dem Bus. Bei einem gemeinsamen Bootsausflug stürzt Anna ins Wasser und ertrinkt. Nino verständigt daraufhin die Polizei. Die damit beginnt die Leiche im Fluss zu suchen. Durch die Vorkommnisse erfährt auch Ninos Frau von Anna und verlässt die gemeinsame Wohnung. Als sich Nino bei Annas Ehemann Conte Zighi dafür entschuldigen will, dass er sich mit Anna getroffen hat und sie gestorben ist, kann dieser Nino nicht folgen und teilt ihm unsanft mit, dass Anna bereits vor drei Jahren verstorben sei. Auch die Haushälterin des Contes bestätigt die Aussage. Nino beginnt an seinem Verstand zu zweifeln. Er fährt erneut zur Polizei und erklärt es habe sich bei der Frau mit der er sich getroffen hat nicht um Anna, sondern um eine Prostituierte gehandelt. Als eine Leiche im Fluss gefunden wird, ist es jedoch die eines Mannes, der früher ebenfalls ein Geliebter Annas war.

In der Schlussszene sieht man Nino auf einer Bank sitzen. Er befindet sich in einem Pflegeheim und seine Pflegerin hat das gleiche Aussehen wie Anna.

HintergrundBearbeiten

Die Dreharbeiten zum Film begannen 1980 in Pavia. Laut Romy Schneiders damaligen Lebensgefährten Daniel Biasini mussten die Dreharbeiten um drei Tage nach hinten verschoben werden, da Schneider aufgrund ihres Alkoholkonsums und Medikamentenmissbrauchs zusammengebrochen war.[1]

Die zwei Gesichter einer Frau feierte am 3. April 1981 Filmpremiere in Italien. In Deutschland wurde der Film am 21. Mai 1982 zum ersten Mal ausgestrahlt – acht Tage vor Schneiders Tod.

KritikBearbeiten

„Ein Film über das Bewahren des Vergänglichen, vor allem der Liebe; sensibel, in schönen Bildern inszeniert und gut gespielt, löst er seinen künstlerischen Anspruch jedoch nur in Ansätzen ein.“

„Der italienische Regisseur Dino Risi konnte für seinen mystischen Psycho-Thriller Romy Schneider für die Hauptrolle gewinnen. Sein Film ist ein rätselhaftes Spiel um Liebe, Tod und Vergänglichkeit, das viele Kritiker seinerzeit als "aufgesetzt" bemängelten. Sieht man mal von diesem Schwachpunkt ab, überzeugt "Die zwei Gesichter einer Frau" mit ästhetischer Bildsprache und gefühlvoll eingesetzter Musik.“

Kino.de[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Krenn: Romy Schneider. Die Biographie. 2008, S. 326.
  2. Die zwei Gesichter einer Frau. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  3. [1] Filmkritik auf kino.de