Hauptmenü öffnen

Die verschwundene Familie ist ein zweiteiliger deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2019. Er ist eine Fortsetzung des Zweiteilers Tod eines Mädchens aus dem Jahr 2015. In den Hauptrollen sind erneut Heino Ferch und Barbara Auer zu sehen. Die Erstausstrahlung erfolgte am 7. und 8. Januar 2019 im ZDF.

Filmdaten
OriginaltitelDie verschwundene Familie
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2019
Länge180 Minuten
Stab
RegieThomas Berger
DrehbuchThomas Berger
MusikFlorian Tessloff
KameraFrank Küpper
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Am Strand der fiktiven schleswig-holsteinischen Kleinstadt Nordholm wird die Leiche des Familienvaters Jakob Thomsen gefunden, der offensichtlich von der Steilküste gestürzt ist. Seine Frau und Tochter sind spurlos verschwunden, nur der Sohn der Familie, Tom, ist noch da. Polizistin Hella Christensen, Nachbarin der Thomsens, übernimmt mit ihrem Vorgesetzten Simon Kessler die Ermittlungen.

Hellas Ehe zerbricht, als sie herausfindet, dass ihr Mann Johannes eine Affäre mit der verschwundenen Anna hat, was Johannes zwischenzeitlich verdächtig macht, in deren Verschwinden verwickelt zu sein. Als Lilly völlig entkräftet am Strand gefunden wird, nehmen die Ermittlungen eine Wendung: Sie wurde entführt und in einem alten Bunker auf dem Grundstück des Schriftstellers Holler gefangen gehalten. Holler wiederum wurde erpresst, weil er in Hamburg sexuelle Kontakte zu Minderjährigen gepflegt hatte, weswegen er schließlich auch verhaftet wird. Die Entführung von Lilly und der Mord an Lillys Vater lässt sich ihm indes nicht nachweisen. Auch Carsten Jung, einem Freund des Toten, kann die Tat nicht nachgewiesen werden.

Der Fall klärt sich kurz vor Ende eher durch Zufall auf: Lillys Großmutter findet einen Stofffetzen von Annas Bluse, den Annas Vater im See versteckt hatte. Der Fetzen wurde ihm zugeschickt, weil er mit Annas und Lillys Entführung um Lösegeld erpresst wurde, was er geheim hielt. Der Vater identifizierte seinen ihm verhassten Schwiegersohn Jakob als Entführer und Erpresser, stellte ihn zur Rede. Im Streit stieß er ihn die Steilküste hinunter. Anna hatte die Entführung mit Jakob geplant und inszeniert, um an Geld ihres wohlhabenden Vaters zu kommen und hielt sich auf einem Boot vor der Küste auf, wo sie von Christensen und Kessler gefunden wird, nachdem Christensen ein Bild von dem Boot in ihrem Briefkasten gefunden hatte.

RezeptionBearbeiten

KritikenBearbeiten

TV Spielfilm lobte dass der Film „ganz langsam immense Spannung auf“ baue. Er sei „nicht perfekt, aber fesselnd bis zuletzt“.[1]

Die FAZ meinte hingegen: „Für Liebhaber vertrackter Geschichten wird das Ganze über 180 Minuten hinweg kaum je richtig spannend. Zu deutlich vernachlässigt das Drehbuch absichtlich bestimmte Spuren und betont offensichtlich Nebensächliches. Die verschwundene Familie setzt quotentechnisch geschickt eben eher auf sein zum Teil gestalterisch weit unterfordertes Schauspielerensemble als auf Schlüssigkeit“.[2]

EinschaltquotenBearbeiten

Den ersten Teil sahen bei der Erstausstrahlung am 7. Januar 2019 6,95 Millionen Zuschauer ab drei Jahren. Damit wurden 21,4 Prozent Marktanteil erreicht.[3] Den zweiten Teil sahen am 8. Januar 2019 6,75 Millionen (20,7 % Marktanteil).[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. TV Spielfilm, Ausgabe 1/2019, S. 63 und 74
  2. Die verschwundene Familie, faz.net, abgerufen am 8. Januar 2019
  3. Die verschwundene Familie, quotenmeter.de, abgerufen am 8. Januar 2019
  4. Primetimecheck 8. Januar 2019, quotenmeter.de, aufgerufen am 9. Januar 2019