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Die Konferenz

Fernsehfilm von Niki Stein (2004)

Die Konferenz ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2004. Seine Premiere hatte das Kammerspiel am 1. Juli 2004 auf dem Filmfest München. Seine Fernseherstausstrahlung war am 4. Februar 2005 auf ARTE.

Filmdaten
OriginaltitelDie Konferenz
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2004
Länge90 Minuten
Stab
RegieNiki Stein
DrehbuchBodo Kirchhoff
ProduktionInge Fleckenstein,
Liane Jessen,
Andreas Schreitmüller
MusikJacki Engelken,
Ulrik Spies
KameraArthur W. Ahrweiler
SchnittElke Herbener
Besetzung

HandlungBearbeiten

Im Besprechungsraum eines Gymnasiums versammeln sich an einem kalten Winterabend neun Lehrer. Obwohl die Heizungen ausgefallen sind, müssen sie über das Schicksal eines ihrer Schüler entscheiden: Der erst seit kurzem volljährige Viktor Leysen wird von der Mutter seiner Mitschülerin Tizia beschuldigt, das 17-jährige Mädchen nach den gemeinsamen Theaterproben vergewaltigt zu haben. Nun sollen die Lehrer darüber beraten, ob sie ihn von der Schule verweisen oder nicht. Die Diskussion wird schnell und hitzig geführt. Während einige in ihm einen Querulanten sehen, halten ihn andere für äußerst begabt. Unabhängig von diesen Meinungsunterschieden präsentiert sich das Kollegium auch aufgrund eigener, nie aufgearbeiteter Konflikte, zurückliegenden Verletzungen und lang unterdrücktem Groll mehr und mehr tief zerstritten. Schon bald geht es nicht mehr nur um Viktor, sondern auch um die Differenzen zwischen den Lehrern.

KritikenBearbeiten

„Ein eindrückliches Kammerspiel über die menschliche Seite des Lehrerberufs mit hervorragenden Darstellern.“

„Nach dem Buch von Bodo Kirchhoff inszenierte ‚Tatort‘-Regisseur Niki Stein ein dichtes Ensemble-Kammerspiel, das an den Klassiker ‚Die zwölf Geschworenen‘ erinnert. […] Nachdenkliches zum "Tatort Schule"“

„Ein stark inszeniertes Kammerspiel von Nikolaus Stein von Kamienski […] mit hervorragender Besetzung. Für das gelungene Drehbuch zeichnete übrigens der Schriftsteller und Drehbuchautor Bodo Kirchhoff verantwortlich […].“

„Viel zu selten erlaubt sich das Fernsehen Filme, die von solch gesellschaftspolitischer Brisanz sind und dabei so unterhaltsam: Das Arte-Drama ‚Die Konferenz‘ ist ein Höhepunkt des Jahres.“

FAZ[4]

Von wissenschaftlicher Seite wurde dem Film jüngst eine „hervorragende Konzeptionalisierung“ des „sehr vielschichtigen“ Themas und ein „hohe(s) ästhetische(s) Niveau“ attestiert. Zusammen mit Filmen wie Guten Morgen, Herr Grothe und Zappelphilipp leiste der Film „einen wichtigen, aufklärerischen Beitrag zu einem gesellschaftlichen Diskurs von hoher Relevanz.“ Wie diese, gehöre auch er „als 'Pflichtlektüre' in die (…) Einführungsveranstaltung all derjenigen, die ein Lehramtsstudium bestreiten.“[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Konferenz. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  2. Die Konferenz, tvspielfilm.de
  3. Die Konferenz. In: prisma.de. prisma-Verlag, abgerufen am 4. September 2017.
  4. Die neun Geschworenen, faz.net
  5. Günter Helmes: „Ich hab' echt gedacht, der Beruf passt zu mir. Aber weißt Du was: ich kann Kinder nicht ausstehen!“ Überlegungen zu neueren und neuesten deutschsprachigen Fernseh- und Spielfilmen zu den Themen „Lehrersein“ und „Schule“. In: Gescheit, gescheiter, gescheitert? Das zeitgenössische Bild von Schule und Lehren in Literatur und Medien, hrsg. von Günter Helmes und Günter Rinke. Hamburg, Igel-Verlag 2016, S. 157–204, insbesondere S. 160–172, Zitat S. 203. ISBN 978-3-86815-713-0.