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Deutsche Schule Bogotá

deutsche Schule in Bogotá

Das Colegio Andino – Deutsche Schule in Bogotá ist eine der vier deutschen Schulen in Kolumbien und wurde 1922 gegründet. Die Schule ist eine von den kolumbianischen Erziehungsbehörden anerkannte, vom Auswärtigen Amt und von der Kultusministerkonferenz geförderte Deutsche Auslandsschule, die vom Vorkindergarten über die Primar- und Sekundarstufen I und II nach zwölf Schuljahren den kolumbianischen Gymnasialabschluss und die Deutsche Hochschulreife erteilt.[1]

Colegio Andino – Deutsche Schule
Logo
Schulform Gymnasium
Gründung 1922
Adresse

Carrera 51 Nº 218-85
Suba

Ort Bogotá
Bundesdistrikt Bogotá
Staat Kolumbien
Koordinaten 4° 42′ 16″ N, 74° 1′ 38″ WKoordinaten: 4° 42′ 16″ N, 74° 1′ 38″ W
Träger 1611
Lehrkräfte 142
Leitung Susanne Preiss
Website www.colegioandino.edu.co

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Gründung und EntwicklungBearbeiten

Ein Zusammentreffen 1919 auf einem Schiff von Deutschland nach Kolumbien mit der Pädagogin Elisabeth Schrader und Anton Kraus war der Beginn der Idee einer Schule in Kolumbien. Der Vorschlag von Anton Kraus war, einen deutschen Kindergarten in Bogotá zu eröffnen. So gründete eine Gruppe von deutschen Freunden am 4. Oktober 1921 den Deutschen Schulverein, um das Projekt zu beginnen und dann die erste internationale Schule in Bogotá werden sollte. Der erste „Schulort“ lag in der Calle 15 mit der Carrera 9, im Zentrum von Bogotá, wo in einem angemieteten Haus für 40 Schüler im Februar 1922 der Unterricht begann.

Obwohl die innenpolitische Entwicklung Deutschlands in den 1920er Jahren durch Krisen und Umsturzversuche schwierig war, förderte die deutsche Regierung die Deutsche Schule Bogotá durch finanzielle Zuschüsse und durch die Entsendung deutscher Lehrer. Wegen der Erhöhung der Schülerzahl musste die Schule mehrmals umziehen. 1939 erscheint eine „antikolumbianische“ Zeitungsanzeige in El Tiempo, die mit der Deutschen Schule in Verbindung gebracht wurde. Diese Affäre zwang den Schulleiter Kurt Reisch, Kolumbien zu verlassen, während die Deutsche Schule in Bogotá ihre amtliche Anerkennung verlor. Anfang 1942 ordnete der kolumbianische Unterrichtsminister Germán Arciniegas die Schließung aller vier deutschen Schulen in Kolumbien an. Die beiden vermittelten Lehrer, Martin Schneider und Fritz Müller, die aus familiären und gesundheitlichen Gründen nicht zurückreisen konnten, führten in Privathäusern den Primaria-Unterricht weiter, während die Schüler der Sekundarstufe einheimische Schulen besuchen mussten.[2]

Neubeginn nach dem Zweiten WeltkriegBearbeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der wiedergegründete Deutsche Schulverein 1948 das Colegio Andino von Dr. Müller. Nach langwierigen Verhandlungen gelingt es 1948, die kolumbianische Regierung zur Rückgabe des eingezogenen Vereinsvermögens zu bewegen.

Schulträger ist heute die Corporación Cultural Alejandro von Humboldt. Im Jahr 2016/17 waren 1611 Schüler eingeschrieben. Da Colegio verfügt über eine breite und moderne Infrastruktur. Die Schule befindet sich im Norden Bogotás, im Bezirk Suba, Carrera 51 mit Calle 218.[3][4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutsche Schule Bogotá – Colegio Andino. pasch-net.de. Abgerufen am 28. März 2017.
  2. Unsere Schule – Geschichte. colegioandino.edu.co. Abgerufen am 28. März 2017.
  3. Auslandsschulverzeichnis des Bundesverwaltungsamtes. bva.bund.de. Abgerufen am 29. März 2017.
  4. Schulbeschreibung. auslandsschulnetz.de. Abgerufen am 28. März 2017.

WeblinkBearbeiten