Hauptmenü öffnen

Der nächste Herr, dieselbe Dame

Film von Ákos von Ráthonyi (1968)

Der nächste Herr, dieselbe Dame ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1967. Teilweise lief der Film auch unter dem Titel Die Damen bitten zu Bett. Regie führte Ákos von Ráthonyi. Die Hauptrollen waren mit Margrit Weiler, Ellen Umlauf und Alexander Allerson besetzt. Das Drehbuch verfassten C. V. Rock und Gini Rock. Die Kinoveröffentlichung in der Bundesrepublik Deutschland war am 12. Januar 1968.

Filmdaten
OriginaltitelDer nächste Herr, dieselbe Dame
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1968
Länge85 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieÁkos von Ráthonyi
DrehbuchC. V. Rock
Gini Rock
ProduktionGeorges C. Stilly
MusikHerbert Jarczyk
KameraKlaus von Rautenfeld
SchnittThea Eymèsz
Besetzung

HandlungBearbeiten

Schon während ihres vierjährigen Gefängnisaufenthaltes reift in der früheren Bordellchefin Madame Feh der Plan, ein besonders exquisites Etablissement zu gründen, sobald sie wieder in Freiheit ist. Kaum ist es soweit, findet sie die Ärztin Dr. Sylvia Boysen, die wegen ihres Rauschgiftkonsums keine Skrupel kennt und die Feh bei ihrem Vorhaben unterstützt. Auch genügend attraktive Mädchen für ihr „Kurheim für Vital-Therapie“ zu bekommen, bereitet Madame keine Probleme. Bald kann sich das Etablissement vor der männlichen Kundschaft aus der besseren Gesellschaft kaum retten. Die Behandlung der Manager, Politiker usw. erfolgt nach allen Regeln der „Heilgymnastikkunst“.

Der Haken ist nur, dass das „Kurheim“ auf schwankendem Boden steht. Viele neiden Madame Feh den großen wirtschaftlichen Erfolg. Da gibt es zum Beispiel den durchtriebenen Dr. Glaser, der seine Hände in manch zwielichtigem Geschäft hat; oder die Stripperin Gloria, die mit illegal gemachten Fotos Leute erpresst. Auch Dr. Boysens Sucht lässt sich nicht ewig verheimlichen, und Madame Fehs dunkle Vergangenheit lastet schwer auf ihrem Geschäft. Kurz und gut: Am Ende bleibt der Unternehmerin nichts Anderes übrig, als ihr Etablissement mit einem weniger komfortablen Gebäude zu tauschen: einer Strafvollzugsanstalt.

KritikBearbeiten

„Zuchthäuslerin gründet mit einer rauschgiftsüchtigen Ärztin ein als Sanatorium getarntes Bordell für die bessere Kundschaft. «Deutsches Lustspiel»“

„Als «Lustspiel» gedachte ordinäre Klamotte mit eher angedeuteten als ausgespielten Sexszenen. Handwerklich durchaus routiniert, wird etwas Zeitkritik geübt, die jedoch hinter den eher verklemmten «Spekulationen» schnell zurücktritt.“

Filmlexikon Zweitausendeins[2]

„Nicht besonders einfallsreicher Versuch, sich mit Bordell-Akrobatie an die sogenannte «nackte Welle» anzuhängen. Die Darstellungskunst wird bei dieser Hintertreppengeschichte durch ausgiebige Fleischbeschau ersetzt. Abzulehnen.“

QuelleBearbeiten

Programm zum Film: Illustrierte Film-Bühne, Vereinigte Verlagsgesellschaften Franke & Co. KG, München, Nr. 7774

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1988), S. 2702
  2. Der nächste Herr, dieselbe Dame. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  3. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 63/1968, S. 58