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Der Nordschleswiger ist eine deutschsprachige Tageszeitung in Dänemark mit Hauptredaktionssitz in Apenrade sowie Lokalredaktionen in Hadersleben, Sonderburg, Tingleff und Tondern. Die Zeitung fungiert und versteht sich als Sprachrohr der deutschen Minderheit.[2] Ihr dänischsprachiges Pendant im angrenzenden Südschleswig ist die Tageszeitung Flensborg Avis.

Der Nordschleswiger
Der Nordschleswiger
Beschreibung Tageszeitung der deutschen Minderheit in Dänemark
Sprache deutsch
Erstausgabe 2. Februar 1946
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage
(1. Halbjahr 2011[1])
2.230 Exemplare
Chefredakteur Gwyn Nissen
Herausgeber Bund Deutscher Nordschleswiger
Geschäftsführer Christian Andresen
Weblink www.nordschleswiger.dk

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Sie wurde 1946 als erste freie deutschsprachige Zeitung in Westeuropa gegründet – mit wöchentlicher Erscheinungsweise. Seit 1951 ist Der Nordschleswiger als Tageszeitung das Sprachrohr für die deutsche Minderheit in Dänemark.

GegenwartBearbeiten

Die Zeitung erreichte im ersten Halbjahr 2011 eine Auflage von 2.230 Exemplaren.[1] Obwohl sie damit die kleinste Tageszeitung in Dänemark ist, findet sie bei den dänischen Medien und der dänischen Öffentlichkeit große Beachtung. Die Zeitung hat sich nicht nur als Lokal- und Regionalzeitung für Nordschleswig einen Namen gemacht, sondern auch als eine oft von der dänischsprachigen Presse zitierte Quelle zu Minderheitenfragen und bundesdeutscher Politik.

Chefredakteur der Zeitung ist seit dem 1. Juli 2013 Gwyn Nissen. Er löste Siegfried Matlok ab.

Die Zeitung ist Mitglied der MIDAS (Europäische Vereinigung von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen).[2]

Seit dem Jahr 2008 besteht eine Kooperation mit der Flensborg Avis sowie mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, zu dem das Flensburger Tageblatt gehört. Die Zusammenarbeit bestand zunächst lediglich darin, einige Artikel von den jeweils anderen Zeitungen, bei Bedarf auch in übersetzter Form, zu übernehmen.[2] Im Jahre 2013 wurde die Zusammenarbeit um die größte dänischsprachige Tageszeitung in Süddänemark, Jydske Vestkysten, erweitert[3]. Seither ist es den vier Redaktionen jederzeit möglich, auf die digitalen Redaktionssysteme aller Partnerredaktionen zuzugreifen. Seit 2014 sind zudem die Redaktionen von Jydske Vestkysten und Nordschleswiger in einem gemeinsamen Medienhaus in Apenrade angesiedelt[4], auch die Lokalredaktionen in Hadersleben und Sonderburg sind in Bürogemeinschaften untergebracht.

Der Nordschleswiger ist eine fast reine Abonnentenzeitung die einzeln nur in wenigen Geschäften in den Zentren Nordschleswigs und in den Lokalredaktionen erhältlich ist. Die Nordschleswiger-Redaktion produziert über die Zeitung hinaus werktäglich drei deutschsprachige Hörfunk-Nachrichtensendungen, die bei Skala FM in Dänemark terrestrisch und über verschiedene Lokalsender u. a. aus dem nördlichen Schleswig-Holstein im Internet ausgestrahlt werden. Die Internetseite des Nordschleswigers, nordschleswiger.dk, ist redaktionell nicht unabhängig von der Zeitungsredaktion, veröffentlicht jedoch täglich frühmorgens bis spät am Abend eigenständig Nachrichten. Für Benutzer von Smartphones und Tablet-PCs stehen Apps bereit, über die u. a. auf das "E-Zeitung" genannte E-Paper zugegriffen werden kann.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Danske Dagblades Forening: Kontrollerede oplagstal 1. halvår 2011. 22. November 2011, abgerufen am 7. Oktober 2012 (dänisch)
  2. a b c Der Nordschleswiger, Über die Zeitung; abgerufen am: 15. April 2014
  3. Deutsch-Dänische Zeitungskooperation mit historischer Dimension berliner-zeitung.de, abgerufen am 15. Dezember 2015
  4. Über die Zeitung nordschleswiger.dk, abgerufen am 15. Dezember 2015

WeblinksBearbeiten